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Tödliches Gift in Asia-Produkt: Gefährlicher Snack kann zum inneren Ersticken führen

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Von: Katharina Bellgardt

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Zyanid wurde in einem Lebensmittel gefunden: Klingt nach einem Albtraum, doch es gibt einen realen Rückruf für ein Produkt, das das tödliche Gift enthält.

Hamm - Zyanid im Supermarkt: Kunden von Asia-Märkten müssen bei ihrem Einkauf aufpassen. Es gibt einen Rückruf, der es in sich hat. Die Marke Golden Lily ruft ein Produkt zurück, weil es das tödliche Gift enthält. Es wird in alternativen Kreisen zur Krebs-Behandlung empfohlen.

Tödliches Gift in Asia-Produkt: Zyanid

Die „GL Apricot Seeds (Nam Hang) der Marke Golden Lily sind vom Rückruf betroffen. Aprikosenkerne gelten als gesunder Snack, bei der Charge mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 28.02.2023 wurde jedoch eine gesundheitsgefährdende Menge an Zyanid gefunden.

Wie bittere Mandelkerne enthalten auch die bitteren Aprikosenkerne von Natur aus Blausäure, die sich in Zyanid umwandeln kann. Bei dem betroffenen Produkt ist jedoch die Menge gesundheitsgefährdend. Bereits wenige Kerne täglich können zu Vergiftungserscheinungen führen, so warnt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz.

Die betroffenen Packungen können bei den jeweiligen Verkaufsstellen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird erstattet.

Kunden können den Kundenservice von Liroy B.V. - dem Hersteller, nur per Mail erreichen. Die E-Mail-Adresse lautet quality@liroy.nl.

Tödliche Aprikosenkerne als alternative Krebs-Behandlung verkauft

Das besonders Dramatische an dem Rückruf der bitteren Aprikosenkerne ist, dass sie in bestimmten Kreisen als alternativmedizinische Maßnahme zur Krebsbehandlung empfohlen werden. Das Bayerische Gesundheitsministerium klärt auf: „Diese Empfehlungen zielen auf nicht wissenschaftlich anerkannte, therapeutische Wirkungen ab und lassen die für ein Lebensmittel anzuwendenden Sicherheitsaspekte in gefährlicher Weise außer Acht.“ Auch die Apothekerkammer Westfalen warnt vor dem Verzehr: „Aprikosenkerne sind nach jetzigem Wissensstand als gesundheitsgefährdende Lebensmittel einzustufen und nicht als medizinisch wirksame Arzneimittel.“

Stattdessen sollte man laut Bundesinstitut für Risikobewertung maximal zwei bittere Kerne pro Tag essen. Eine Blausäure-Vergiftung zeigt sich durch starke Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Zudem kann sich die Haut blau verfärben und die Betroffenen bekommen das Gefühl zu ersticken.

Das Gift blockiert Enzyme der Zellatmung und kann tödlich sein. Wer zu viel davon zu sich nimmt, kann innerlich ersticken.

Auch beim Verzehr von Schokolade sollte man derzeit vorsichtig sein: Eine Süßigkeit im Handel enthält ein Gift, dass Krebs auslösen kann. Auch bei Maggi gibt es einen Rückruf, hier werden zwei Snacks zurückgerufen, die zu inneren Blutungen führen können.

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