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Große Änderung bei Rewe: Supermarkt-Kette bricht mit einer Tradition

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Von: Lucas Maier

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Die erste deutsche Supermarkt-Kette bricht mit einer langen Tradition. Dadurch will Rewe 70.000 Tonnen CO₂ einsparen.

Kassel - Auf vielen Küchentischen in Deutschland gehören die Prospekte von Aldi, Lidl, Rewe und Co. zum Wochenrhythmus dazu. Viele richten ihren Wocheneinkauf nach den Angeboten der Discounter und Supermärkte aus.

Der Supermarkt-Gigant Rewe hat jetzt angekündigt, diese Tradition zu beenden, wie die dpa schreibt. Die Kette folgt damit dem Vorbild von Obi, die Baumarktkette versendet bereits seit Juni 2022 keine Prospekte mehr.

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Der Supermarktriese Rewe hat wird bald auf den Werbeprospekt aus Papier verzichten (Symbolbild). © Rolf Vennenbernd/dpa

Rewe mit großer Änderung: Klimawandel soll entgegengetreten werden

Von Rewe heißt es: „Zum 1. Juli 2023 wird der Druck und die Verteilung der Prospekte eingestellt“, wie dpa berichtet. Mit mehr als 28 Milliarden Werbeprospekten im Jahr, ist es immer noch ein beliebtes Werbemittel für Supermarktketten wie Rewe und Co.

Doch die Papierflut hat auch seine Schattenseiten. Sie verstärkt den Klimawandel, verbraucht Ressourcen und sorgt für viel Abfall, heißt es von der deutschen Umwelthilfe.

Rewe will 1,1 Millionen Tonnen Wasser einsparen

Im Fall von Rewe wird der ökologische Fußabdruck massiv verkleinert. Die Umstellung wird mehrere tausend Tonnen CO₂ einsparen, heißt es von dem Rewe-Chef Lionel Souque, laut dpa. Die Einsparungen auf einen Blick:

In Folge der Umstellung will Rewe in Zukunft mehr auf digitale Kanäle und Anzeigen in klassischen Medien setzen. Wie viel CO₂ Emissionen hierbei entstehen werden, ist derzeit nicht bekannt. Für den Anfang will der Konzern ab August, die Auflage der Prospekte um vier Millionen Stück senken.

Rewe plant große Änderung: Edeka und Co. stellen auch um

Nicht nur Rewe wird von den Prospekten abkommen. Auch Edeka hat angekündigt, verstärkt vom Print auf digitale Möglichkeiten umzusteigen. Aldi und Lidl werden ebenfalls ihre digitale Präsenz ausweiten.

In der Vergangenheit haben bereits Ikea und Otto ihre Werbung durch Prospekte eingestellt. Das Ende des weithin bekannten Otto-Katalogs im Jahr 2018, hat der Firma keinerlei Einbußen beschert, sagte ein Unternehmenssprecher der dpa. (Lucas Maier mit dpa)

Lebensmittelverschwendung führt bei Lidl, Aldi, Rewe und Co. ebenfalls zum Umdenken.

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