Noch mehr Standorte vor dem Aus

Real verkündet Schließung weiterer Märkte - diese Städte sind betroffen

Real hat das Aus von zehn weiteren Märkten verkündet. Es werden wohl nicht die letzten Filialen des Unternehmens sein, die durch Schließung wegfallen.

Düsseldorf - Der Kahlschlag bei Real setzt sich fort. Die Einzelhandelskette mit Sitz in Düsseldorf (NRW) wird zehn weitere Märkte in Deutschland dichtmachen. Das Schicksal vieler anderer Filialen ist noch offen. Schließungen könnten folgen.

UnternehmenReal GmbH
BrancheEinzelhandel
SitzDüsseldorf
Beschäftigteca. 34.000 (Jahr 2020)

Real: Schließung weitere Märkte in Deutschland - 10 Standorte betroffen

Die SB-Warenhauskette Real hat die Schließung von zehn weiteren Filialen in Deutschland angekündigt. Die Standorte sind in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Bayern (je zwei Filialen) sowie in Hessen und Baden-Württemberg. Die Märkte sollen am 30. September 2021 den Betrieb einstellen, wie das Unternehmen aus Düsseldorf mitteilte.

Zur Begründung der Schließungen hieß es, dass es keine wirtschaftliche Perspektive mehr für die betroffenen Real-Märkte gebe. Trotz intensiver Bemühungen, so hieß es aus dem Unternehmen weiter, sei auch kein Interessent für eine Übernahme der Standorte gefunden worden.

Diese Real-Märkte sind von der neuerlichen Schließungswelle betroffen:

  • Ansbach
  • Dortmund-Eving
  • Haßloch
  • Kenn
  • Maintal
  • Mönchengladbach-Neuwerk
  • Neustadt an der Aisch
  • Villingen-Schwenningen
  • Hannover-Linden
  • Cuxhaven

Der russische Real-Eigentümer SCP Group hatte die angeschlagene SB-Warenhauskette mit ihren rund 270 Märkten von der Metro im vergangenen Jahr erworben, um sie zu zerschlagen und weiterzuverkaufen.

Real-Märkte: Erste Welle an Schließungne nach Übernahme durch russischen Investor

SCP hatte bereits bei der Übernahme von Real signalisiert, dass rund 30 Märkten in Deutschland das Aus drohe. Schon im Juni 2020 Jahres hatte die Einzelhandelskette in einem ersten Schritt die Schließung von acht Filialen zum 31. Januar angekündigt. Betroffen waren die Bundesländer NRW (3 Standorte), Sachsen-Anhalt (2), Berlin, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen.

  • Berlin-Spandau (zum 30. Juni 2021)
  • Bitterfeld-Wolfen
  • Duisburg-Süd
  • Frankenthal
  • Goslar
  • Herten-Westerholt
  • Leißling-Weißenfels
  • Mönchengladbach-Rheydt

Hinter der kriselnden Einzelhandelskette Real liegen bewegte Monate mit vielen Veränderungen. Erst im Dezember 2020 hat das Bundeskartellamt grünes Licht für die Übernahme von bis zu 92 Real-Märkten durch den Wettbewerber Kaufland gegeben. Zu ihnen gehört der Standort Hamm-Heessen, der mit neuem Sortiment und neuem Namen Kaufland vor der Wiedereröffnung steht.

Real-Märkte: Übernahme durch Kaufland und Globus - Edeka muss warten

Ursprünglich hatte Kaufland sogar bis zu 101 Real-Märkte übernehmen wollen, doch bei neun Märkten stellten sich die Wettbewerbshüter quer. Die Real-Standorte, die Kaufland nicht übernehmen durfte, befinden sich in Hemer, Bedburg, Dülmen (alle NRW), Heidenheim und Horb (beide Baden-Württemberg), Brandenburg und Falkensee, (beide Brandenburg) sowie Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) und Heidenau (Sachsen). Die Supermarktkette Globus bekam die Freigabe für den Erwerb von 24 Real-Standorten.

Im Kartellverfahren um die Übernahme von bis zu 72 Real-Märkten durch Edeka müssen sich der Händler und der Verkäufer SCP dagegen weiter gedulden. Bislang sollte die Entscheidung spätestens am 22. Februar fallen, jetzt wurde der Termin um weitere vier Wochen nach hinten geschoben.

Rubriklistenbild: © Roland Weihrauch/dpa

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