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Rasierschaum für Frauen im Test: Produkte gefährden Umwelt und Gesundheit

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Von: Daniel Schinzig

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Ob Schaum, Creme oder Gel: Es gibt so einige Produkte, die der Frau das Rasieren erleichtern. Öko-Test hat sich einige Artikel angesehen. Nicht alle taugen etwas.

Hamm - Mit dem wärmeren Wetter ändert sich auch die Kleidung und es wird mehr Haut gezeigt. Viele Frauen legen wert darauf, dass sie rasiert sind, wenn sie mit dem Bikini ins Freibad gehen oder mit dem Sommerkleid ein Spaziergang machen. Ob Achseln, Beine oder die Bikinizone: Die Nassrasur ist hier meistens die beliebteste Methode. Um die Prozedur möglichst angenehm zu gestalten, gibt es im Supermarkt und Discounter Rasierschaum, -gel und -creme. Öko-Test hat sich in einem Testbericht einigen der Produkte gewidmet. Und nicht alle überzeugen.

Rasierschaum für Frauen im Test: Einige Produkte gefährden Gesundheit und Umwelt

Der Test zeigt: Viele Rasierschäume können bedenkenlos gekauft werden und sorgen für gute Ergebnisse. Das müssen nicht immer die teuren Marken sein. Auch Produkte vom Discounter können überzeugen. Aber es gibt auch Artikel, vor denen gewarnt wird. Zwei der 16 getesteten Rasierschäume, -gels und -cremes fallen durch und erreichen nur die Note „Mangelhaft“, zwei weitere glänzen mit der Note „Ausreichend“ auch nicht gerade.

Die beiden mangelhaften Produkte Hi Audrey Intuition Shave Cream Coconut und Satin Care Sensitive Aloe Vera Rasiergel sind dabei nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern können unter Umständen auch zu gesundheitlichen Problemen führen. Die Redaktion von Öko-Test weist bei dem Erstgenannten darauf hin, dass im Labor aromatische Kohlenwasserstoffverbindungen (MOHA) nachgewiesen wurden. In dieser Stoffgruppe befinden sich unter anderem krebserregende Verbindungen - auch in der Rasiercreme könnten diese vorkommen. Darüber hinaus enthält Hi Audrey Intuition Shave Cream Coconut Silikone, die nach der Rasur ins Abwasser gelangen und in Folge dessen die Umwelt belasten.

Das Satin Care Sensitive Aloe Vera Rasiergel klingt wiederum erst einmal nach einer gesunden und wohltuenden Rezeptur. Doch: Hier wurde im Test der synthetische Moschusduft Galaxolid entdeckt - der breitet sich weltweit in Seen und Flüssen aus und ist für Wasserlebewesen hoch giftig. Auch unschön: Die Verbindung reichert sich im menschlichen Fettgewebe an. Ebenfalls nicht gut für die Gesundheit: Nachgewiesen wurde bei dem Produkt von Satin Care auch das Antioxidans Butylhydroxytoluol (BHT). Das soll mitunter wie ein Hormon wirken und könnte beispielsweise die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen.

Rasierschaum für Frauen im Test: Viele Artikel sind „sehr gut“

BHT ist auch in einem der ausreichenden Produkte nachgewiesen worden. Also gilt: Am besten auch das Nivea Sanfte Rasur Rasiergel im Regal stehen lassen. Ebenfalls nur die Note 4 bekam Australian Bodycare Intim Shave Gel Tea Tree Oil. Doch alle andere getesteten Artikel erreichten die Noten „sehr gut“ und „gut“, können somit bedenkenlos empfohlen werden. Darunter befinden sich zum Beispiel der Alverde Sensitiv Rasierschaum oder das Balea Rasiergel Aloe Vera und Avocadoöl.

Bei diesen Produkten ist gewährleistet, dass sie den Rasiervorgang gut und schonend unterstützen. Auf der Haut bildet sich ein schützender Film, die Klinge des Rasierers kann besser gleiten, die Gefahr vor Verletzungen und Rasierpickel wird minimiert. Dazu kommt, dass viele der Produkte auch pflegende und beruhigende Zusätze enthalten.

Frisch rasiert soll es am besten natürlich nicht nur ins Freibad, sondern an den Strand im Urlaubsparadies gehen. Ist die Pauschalreise erst einmal gebucht, ist die Vorfreude meist groß. Doch könnte es passieren, dass der Veranstalter nachträglich den Preis noch einmal erhöht? Wer bereits im Urlaub ist, hat es mittlerweile einfacher, wenn es zurück nach Deutschland geht. Denn die Einreiseregeln wurden jetzt gelockert.

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