Lebensmittel und Energie

Preis-Explosion im Supermarkt steht bevor: Was beim Einkaufen auf Sie zukommt

Der Winter könnte sehr teuer werden. Neben den steigenden Energiepreisen, droht auch im Supermarkt die Preisexplosion - eine Nachwirkung der Corona-Krise.

Hamm - Haben sie es schon bemerkt? Hier ein paar Cent mehr für Eier, dort einige Cent mehr für Brot oder Tomaten. Und am Ende ist der ganze Einkauf teuer als noch vor ein paar Monaten - und es droht noch teurer zu werden. Aber nicht nur in den Supermärkten in Nordrhein-Westfalen ziehen die Preise an. Auch Kraftstoff und Energie kosten zum Teil deutlich mehr.

Preis-Schock: Im Supermarkt wird es teurer - was auf Sie beim Einkauf zukommt

Wie das Verbraucher-Portal Chip berichtet, könnten Nudeln bis zu 25 Prozent teurer werden. Denn die Nudel-Riesen Barilla, Birkel und Buitoni planen Preissteigerungen. Einige Nudelsorten sind demnach schon bis zu 16 Cent teurer geworden. Derzeit befindet sich etwa Edeka im Preis-Streit mit Herstellern. Auch für Fertigpizza, Waschmittel und Schokolade müssen die Kunden künftig tiefer in die Tasche greifen.

Erstmals seit langer Zeit ist die Inflationsrate wieder über die Marke von vier Prozent gestiegen. Waren und Dienstleistungen sind im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 4,1 Prozent gestiegen. Das hat das Statistische Bundesamt mitgeteilt. Das ist die höchste Inflationsrate seit 28 Jahren. Preise für Energie sind um 14,3 Prozent gestiegen, für Nahrungsmittel um 4,9 Prozent.

Die Gründe sind vielschichtig. Die Preise für Rohstoffe haben im Herbst angezogen. Das hängt immer noch mit den Nachwirkungen der Corona-Pandemie zusammen. Weil die Nachfrage wieder stark angestiegen ist, kommt es zu immer wieder Engpässen.

Im Supermarkt droht der Preis-Schock. Zahlreiche Produkte könnten teurer werden.

Ein Faktor ist auch der im Januar eingeführte CO2-Preis von 25 Euro je ausgestoßener Tonne Kohlendioxid. Die Folge: hohe Energiepreise. Experten erwarten angesichts des zurückliegenden kalten Winters und eines nur kleinen Vorrats, dass die hohen Preise bis Ende des Jahres anhalten.

Ende der Mehrwertsteuersenkung und vom Kükenschreddern

Ebenfalls seit Januar gelten wieder die regulären Mehrwertsteuersätze. Die Bundesregierung hatte die Mehrwertsteuer sechs Monate im Jahr 2020 gesenkt, um den Konsum während der Corona-Pandemie anzufachen. Steigende Energie-, Benzin- und Dieselpreise wirken sich ohnehin auf Preise aus. Denn Waren müssen von A nach B gebracht werden - häufig im Lkw über die Autobahn.

Eier könnten laut dem Verbraucher-Portal bis zu sechs Cent pro Stück teurer werden, so Chip. Da der Gesetzgeber dem Kükenschreddern ab Januar ein Ende gesetzt hat, müssen dann auch männliche Küken mit aufgezogen werden. Als Folge drohen schlussendlich Preissteigerungen bei Backwaren - Butter und Milch sollen nämlich ebenfalls teurer werden.

Fleich und Fisch, Bratöl, Rapsöl und Pommes - überall drohen höhere Preise.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa

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