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Keine Pommes mehr? Fast-Food-Kette reagiert auf Öl-Mangel - es gibt Änderungen

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Von: Daniel Schröder, Marcel Guboff

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Speiseöl ist schwer zu kriegen. Erste Restaurants bieten keine Pommes mehr an. Wie sieht es bei Burger King und McDonald‘s aus? Es soll dort Änderungen geben.

Hamm - Nicht nur, dass als Konsequenz des Angriffskriegs auf die Ukraine so ziemlich alles teurer wird. Es werden auch noch wichtige Güter knapp - was sich auch auf so manche Speisekarten von Restaurants oder Kantinen auswirkt.

Denn: Weil Speiseöle nicht nur teurer, sondern auch knapper werden, setzen einige Betriebe bei den in Deutschland so beliebten Pommes den Rotstift an. So hat unter anderem das beliebte Kölner Brauhauses „Gaffel am Dom“ die Pommes aus der Karte gestrichen - nein, kein Aprilscherz.

Keine Pommes mehr? McDonald‘s reagiert auf Öl-Problem - Änderung angekündigt

Droht dieses Szenario jetzt auch bei den beliebten Fast-Food-Ketten? Offenbar nicht. So gäbe es zum aktuellen Zeitpunkt „bei dem Frittieröl und damit auch bei unseren King Pommes keine Einschränkungen in der Versorgung“, teilte das Unternehmen auf Anfrage unserer Redaktion mit. Deutschlandweit seien derzeit alle Produkte verfügbar.

Ähnlich sieht es bei McDonald‘s aus. Die Fast-Food-Kette reagiert dennoch auf die Knappheit und kündigt Änderungen an. Ein Unternehmenssprecher erklärte auf Anfrage von wa.de: „Wir nutzen zum Frittieren unserer Pommes eine Pflanzenölmischung, unter anderem aus Sonnenblumen- und Rapsöl, wobei Sonnenblumenöl nur einen kleineren Teil ausmacht.“

Und gerade diese Öle würden derzeit knapp: „Aufgrund der aktuell eingeschränkten Verfügbarkeiten werden wir den Anteil (von Sonnenblumen- und Rapsöl, Anmerkung der Redaktion) vorübergehend weiter reduzieren. Unsere Gäste können aber nach wie vor unsere Pommes in gewohnter Qualität bei uns bekommen.“

Lieferengpässe bei Speiseöl: Auswirkungen derzeit nicht absehbar

Doch die Nöte, die unter anderem des Kölner Brauhauses „Gaffel am Dom“ hat, sind nach Ansicht des Branchenverbandes Dehoga NRW kein Einzelfall. „Wir haben eine angespannte Situation, in der bestimmte Speiseölsorten wie Sonnenblumenöl schwerer als sonst zu bekommen sind“, sagte Sprecher Thorsten Hellwig der dpa. Betriebe, die viel Öl benötigen, könnte das besonders treffen. Wie viele Gastronomen tatsächlich davon betroffen seien und wie lange die Lieferengpässe anhielten, sei derzeit nicht absehbar. Hinzu kämen Inflationseffekte in vielen Bereichen.

Verbraucher schauen derzeit meist auch in die Röhre - weil sie im Supermarkt oder Discounter vor leeren Regalen stehen, in denen sonst Speiseöle stehen. Es gibt jedoch einige Alternativen zum Sonnenblumenöl. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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