Preisvergleich lohnt sich

OP-Maske oder FFP2-Variante Pflicht: Wucherpreise befürchtet - darauf sollten Sie achten

Die verschärfte Maskenpflicht ist beschlossen. OP-Masken sind günstiger als FFP2-Masken - die Preise sind aber sehr unterschiedlich. Worauf Verbraucher achten sollten.

NRW - Es ist auch in NRW eine weitere Maßnahme im Kampf gegen das Coronavirus: Beim Einkaufen, in Bus und Bahn sowie bei einigen anderen Gelegenheiten ist das Tragen von medizinischen Masken Pflicht. Während FFP2-Masken grundsätzlich etwas teurer sind, sind die Preise für OP-Masken sehr unterschiedlich. Worauf müssen sich Verbraucher einstellen? (News zum Coronavirus)

Sars-CoV-2\tMedizinische Bezeichnung des Virus
B.1.1.7 und B.1.351Mutationen des Virus
Covid-19Bezeichnung für die durch das Virus ausgelöste Krankheit
Coronaviren/CoronaBezeichnung für eine Familie von Erregern. Es gibt unterschiedliche Corona-Stämme

Was OP-Masken (medizinische Masken) und FFP2-Masken kosten, lässt sich so pauschal kaum beantworten. Sicher ist, dass FFP2-Masken teurer sind als OP-Masken. Während der Stückpreis für FFP2-Masken je nach Anbieter meist zwischen 3 und 7 Euro liegt, werden OP-Masken oft im Paket angeboten. Der Preisvergleich lohnt sich dabei auf jeden Fall. Manchmal kosten 50 Stück 20 Euro, woanders werden für die gleiche Stückzahl 50 Euro verlangt.

OP-Masken: Preise sehr unterschiedlich - hier können Kunden medizinische Masken kaufen

Verbraucher finden diese medizinischen OP-Masken, die man vor der Corona-Pandemie eher aus Arztpraxen und Krankenhäusern kannte, in Apotheken, Drogerien und Online. Auch im Supermarkt können Kunden fündig werden.

Was die Preise betrifft, wird vor allem deutlich, dass FFP2-Masken teurer sind. Nur in den günstigsten Varianten kosten sie unter einem Euro pro Stück. Aber Achtung: Bei sehr günstigen Angeboten sollten die Alarmglocken schrillen. Es kommt schließlich auch darauf an, dass die Masken eine Norm erfüllen. Nur so ist die Filterleistung garantiert. Vor der Entscheidung, ob man eine OP-Maske oder eine FFP2-Maske trägt, sollte man die Unterschiede kennen.

OP-Masken und FFP2-Masken: Steigen nach Verschärfung der Pflicht jetzt die Preise?

Jetzt, wo Bund und Länder entschieden haben, die Maskenpflicht zu verschärfen, haben Verbraucher Sorge, dass die Preise für OP- und FFP2-Masken in die Höhe schnellen. Nachdem Bayern mit der Pflicht in der vergangenen Woche vorgeprescht war, war jedenfalls bei einigen Online-Händlern rasante Preissteigerungen und Schwankungen zu beobachten.

Dass Masken jetzt teurer werden, ist auf jeden Fall möglich. Der Bundesverband Medizintechnologie erklärt, dass erhebliche Preiserhöhungen nicht ausgeschlossen seien, wenn die Nachfrage überproportional zum Angebot ansteige. Der Verband betont aber auch: „Überhöhte Preise, wie wir sie aus dem ersten Lockdown kennen, waren ein Problem von einzelnen Händlern, auf die die Hersteller keinen Einfluss haben.“ Die Herstellerpreise für die Abnehmer seien vertraglich vereinbart und marktüblich.

OP-Masken und FFP2-Masken zu Wucherpreisen? Hausärzteverband fordert Festpreise

Vor Wucherpreisen für FFP2- und OP-Masken im Online-Handel hat auch der Deutsche Hausärzteverband gewarnt - und Festpreise gefordert. Die Masken sollten zu fairen Preisen verkauft werden, sagte der Verbandsvorsitzende Ulrich Weigeldt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es müsse verhindert werden, dass es wie im Frühjahr vergangenen Jahres bei Schutzmasken, Desinfektionsmittel und Toilettenpapier zu derart hohen Preisen komme.

Statt OP-Maske lieber gleich eine FFP2-Maske, die mehr Sicherheit verspricht? Verbraucher fragen sich vor der Entscheidung oftmals, warum insbesondere die FFP2-Masken in der Apotheke teils so vergleichsweise teuer sind. Darauf muss im Zweifel die einzelne Apotheke die Antwort geben. Gabriele Regina Overwiening Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) weist bei der Frage nach den Preisen darauf hin, dass der Verband hier keine Vorgaben machen dürfe. Jede Apotheke habe ihre eigenen Einkaufskonditionen und müsse die Kosten für Personal und Räumlichkeiten kalkulieren - und damit auch den Verkaufspreis. Verbrauchern bleibt also nur, die Preise bei verschiedenen Anbietern zu vergleichen.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag, 19. Januar, auf eine Verschärfung des Lockdowns geeinigt. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat die Beschlüsse des Corona-Gipfels genauer erläutert - es geht um Homeoffice, Schule, private Treffen.

Rubriklistenbild: © Kristina Köller/wa.de

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