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Stromverbrauch im Haushalt: Wie viele Kilowattstunden am Tag sind normal?

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Von: Alina Schröder

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Viele Menschen fragen sich wegen der steigenden Stromkosten, wie viele Kilowattstunden am Tag normal sind. Das muss man zum Stromverbrauch wissen.

Kassel – Wegen der steigenden Energiekosten blicken wohl viele Verbraucherinnen und Verbraucher aktuell regelmäßig auf den Stromzähler, um hohe Kosten noch vermeiden zu können. Doch wie viel Kilowattstunden pro Tag sind eigentlich im Haushalt normal?

Grundsätzlich gilt für Deutschland: Ein Haushalt, in dem zwei Personen leben, verbraucht im Schnitt 2000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr in einem Mehrfamilienhaus. In einem Einfamilienhaus ist der Verbrauch höher: Dort beträgt er rund 3000 kWh im Jahr. Darüber informiert das Verbraucherportal stromspiegel.de. Warmwasser wird bei diesen Zahlen nicht berücksichtigt, berichtet hna.de.

Steigende Energiekosten: Wie hoch ist der Stromverbrauch in deutschen Haushalten?

Nimmt man jetzt den durchschnittlichen Strompreis aus dem Jahr 2021, was 32 Cent pro kWh entspricht, betragen die Stromkosten für einen Zwei-Personen-Haushalt im Mehrfamilienhaus 640 und im Einfamilienhaus 960 Euro – Tendenz deutlich steigend. Innerhalb von 22 Jahren hat sich der Betrag beinahe verdreifacht: Wie der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) informiert, zahlte man im Jahr 2000 noch knapp 14 Cent pro kWh – im April 2022 waren es schon 37,14 Cent. Erst kürzlich kündigte ein großer Stromanbieter eine massive Preiserhöhung an.

Anhand des Stromzählers lässt sich der aktuelle Stromverbrauch ablesen. Doch wie viel Kilowattstunden pro Jahr sind normal?
Anhand des Stromzählers lässt sich der aktuelle Stromverbrauch ablesen. Doch wie viel Kilowattstunden pro Jahr sind normal? © Rainer Weisflog/Imago

Dem BDEW zufolge betrug der gesamte Stromverbrauch in Deutschland im vergangenen Jahr rund 534 Milliarden Kilowattstunden. Private Haushalte verursachten dabei etwa ein Viertel davon. Natürlich ist der individuelle Verbrauch in Haushalten auch davon abhängig, wie viele Menschen darin wohnen. Wie das Vergleichsportal check24.de informiert, ergeben sich dadurch folgende Werte:

Mit dieser Formel rechnen Sie Ihren Stromverbrauch im Haushalt aus

Wie aus den Zahlen zu entnehmen ist, verbraucht eine Person im Jahr durchschnittlich 1000 bis 1500 kWh an Strom. Wer die 2,5-Regel berücksichtigt, kann möglicherweise auf Rücklagen setzen. Wenn man jedoch den genauen Verbrauch wissen möchte, kann man diese mit folgender Formel ganz einfach ausrechnen:

Wohnfläche (m²) x 9 kWh

Personenzahl x 200 kWh (bei zusätzlich elektrischer Warmwasserbereitung: x 550 kWh)

Anzahl der Haushaltsgeräte (z.B. Waschmaschine, Trockner, Kühlschrank, TV) x 200 kWh

Im letzten Schritt: alle Werte addieren.

Stromverbrauch oft höher als nötig – wie Sie ihn im Haushalt senken können

In den meisten Haushalten wird allerdings mehr Strom verbraucht als nötig. Das liegt unter anderem an großen Elektronikgeräten, wie Kühlschränken, Waschmaschinen oder Fernsehern. Insbesondere bei Elektrogeräten bieten sich Steckdosenleisten an, die über einen Kippschalter verfügen. Dadurch lässt sich die Stromzufuhr zu den Geräten kappen und somit Strom sparen.

Ein weiterer Faktor, der den Stromverbrauch in die Höhe treibt, ist die Warmwasserbereitung. Wird das Wasser für Bad und Küche mit Strom, also mithilfe eines Durchlauferhitzers oder Boilers, erwärmt, erhöht sich auch der Stromverbrauch pro Kopf. Laut stromspiegel.de entspricht das etwa 350 kWh jährlich, was zusätzliche Stromkosten in Höhe von 110 Euro bedeutet. Abhilfe können Sparduschköpfe und Durchflussbegrenzer schaffen, mit denen Strom auf diesem Weg eingespart werden kann. Auch mit weiteren Tricks können Sie ihre Stromkosten senken. (asc)

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