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Neuer Bußgeldkatalog 2021: Für Rasen und Parken drohen nun doppelt hohe Strafen

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Von: Daniel Großert

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Der neue Bußgeldkatalog 2021 gilt jetzt. Autofahrer müssen Neuerungen beachten beim Parken, bei Punkten und Geschwindigkeit inner- und außerorts.

Hamm - Wer zu schnell fährt oder falsch parkt und dabei erwischt wird, muss eine Strafe zahlen. Doch seit dem 9. November müssen Verkehrsteilnehmer für solche Verstöße deutlich tiefer in die Tasche greifen: Dann tritt der neue Bußgeldkatalog 2021 des ADAC in Kraft. Aber in welchen Bereichen steigen die Bußgelder? Und welche Strafen erwarten mich künftig bei welchen Verstößen?

VerordnungBußgeldkatalog
AbkürzungBKatV
GeltungsbereichBundesrepublik Deutschland

Bußgeldkatalog 2021: Punkte, Parken, Fahrverbot - ab wann die neuen Regeln gelten

Dass es einen neuen Bußgeldkatalog 2021 geben wird, steht seit dem 8. Oktober fest. An jenem Freitag hat der Bundesrat nach einem langen Streit zwischen Bund und Ländern den Änderungen am bisherigen Bußgeldkatalog zugestimmt. Fast genau einen Monat später - am Dienstag, 9. November - traten die neuen Regeln für Autofahrer beim Parken, der Geschwindigkeit innerorts und außerorts und mehr in Kraft.

Einen Bereich, den der neue Bußgeldkatalog 2021 des ADAC umfasst, sind die Geschwindigkeitsverstöße. Temposünder und Raser müssen künftig für überhöhte Geschwindigkeitsverstöße deutlich mehr bezahlen als noch beim alten Bußgeldkatalog 2021. Zum Teil werden die Bußgelder für Raser innerorts und außerorts verdoppelt. Diese Summen müssen Autofahrer bei Tempoverstößen inklusive Punkte in Flensburg seit dem 9. November wegen des neuen Bußgeldkatalogs 2021 gezahlt werden:

ÜberschreitungBußgeld innerortsBußgeld außerorts
bis 10 km/h30 €20 €
11 bis 15 km/h50 €40 €
16 bis 20 km/h70 €60 €
21 bis 25 km/h115 € (1 Punkt in Flensburg)110 € (1 Punkt in Flensburg)
26 bis 30 km/h180 € (1 Punkt in Flensburg)150 € (1 Punkt in Flensburg)
31 bis 40 km/h260 € (2 Punkte in Flensburg)200 € (1 Punkt ins Flensburg)
41 bis 50 km/h400 € (2 Punkte in Flensburg)320 € (2 Punkte in Flensburg)
51 bis 60 km/h560 € (2 Punkte in Flensburg)480 € (2 Punkte in Flensburg)
61 bis 70 km/h700 € (2 Punkte in Flensburg)600€ (2 Punkte in Flensburg)
über 70 km/h800 € (2 Punkte in Flensburg)700 € (2 Punkte in Flensburg)

Bußgeldkatalog 2021: Ab wann die neuen Regeln gelten - Parken kann teuer werden

Keine Änderungen beim neuen Bußgeldkatalog 2021 gibt es dagegen bei den Fahrverbotsgrenzen: Weiterhin droht Autofahrern bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung ab 31 km/h innerorts sowie 41 km/h außerorts der (zeitweise) Entzug ihres Führerscheins. Bei wiederholten Verstößen können aber sogar schon 25 km/h zu viel für ein Fahrverbot ausreichen beim neuen Bußgeldkatalog 2021.

Mit den Änderungen beim neuen Bußgeldkatalog 2021 will die Politik die „Sicherheit im Straßenverkehr im Allgemeinen und insbesondere für den Rad- und Fußverkehr“ in Deutschland verbessern, wie das Bundesverkehrsministerium auf seiner Homepage erklärt. Daher wird auch Falschparken beim Bußgeldkatalog 2021 deutlich teurer. Für folgende Verstöße sieht der neue Bußgeldkatalog 2021 höhere Strafen vor:

Bußgeldkatalog 2021: Verstöße bei Rettungsgasse können Führerschein kosten

Darüber hinaus müssen auch sogenannte Auto-Poser künftig dank des neuen Bußgeldkatalogs 2021 tiefer in die Tasche greifen, wenn sie gegen Regeln verstoßen. Bis zu 100 Euro werden seit dem 9. November fällig, wenn Autofahrer „unnötigen Lärm und eine vermeidbare Abgasbelästigung“ verursachen oder beim „belästigenden unnützen Hin- und Herfahren“ erwischt werden.

Auch Regelverstöße rund um die Rettungsgasse werden mit dem neuen Bußgeldkatalog 2021 härter bestraft. Wer beispielsweise im Stau auf der Autobahn keine Rettungsgasse für die Feuerwehr oder den Rettungsdienst bildet oder sie selbst befährt, wie es zuletzt ein Mann nach einem Unfall auf der A2 tat, muss künftig zwischen 200 und 320 Euro bezahlen. Zudem droht ein einmonatiges Fahrverbot gemäß des neuen Bußgeldkatalogs 2021.

Aber nicht nur Autofahrer werden mit dem neuen Bußgeldkatalog 2021 stärker zur Kasse gebeten, auch für Radfahrer gibt es Änderungen. Wer mit seinem Fahrrad verbotenerweise auf Gehwegen fährt, muss mit einem Bußgeld von 55 bis 100 Euro rechnen. Wer mit seinem Auto den Mindestabstand beim Überholen von Radfahrern (1,50 Meter innerorts und 2 Meter außerorts) nicht einhält, zahlt seit dem 9. November dank des neuen Bußgeldkatalogs 2021 40 Euro.

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