Kosten

Netflix erhöht Abo-Preise für fast alle Tarife - auch andere Streaming-Anbieter reagieren

Netflix erhöht die Preise, die Kosten für die Abos werden teurer - wenn auch nicht für alle. Auch bei anderen Streaming-Anbietern wird bald mehr Geld fällig.

Hamm - In Zeiten von Lockdowns, Kontaktbeschränkungen und anderen Einschränkungen zur Bekämpfung des Coronavirus sind Streaming-Dienste sicherlich nicht in wenigen Haushalten ein passendes Mittel gegen die Langeweile. Nutzer von Netflix müssen sich nun auf höhere Kosten für ihr Abo einstellen.

UnternehmenNetflix
Gründung29. August 1997, Scotts Valley, Kalifornien, Vereinigte Staaten
Umsatz20,16 Milliarden USD (2019)
GründerReed Hastings, Marc Randolph

Netflix erhöht Kosten für Abo - Neue Preise für fast alle Tarife

Es ist die bereits vierte Erhöhung der Preise von Netflix, seitdem der Streamingdienst in Deutschland aktiv ist. Betroffen von den höheren Kosten sind jedoch nicht alle Abos. Die Preiserhöhung betrifft allerdings nicht den Basis-Tarif, der auch weiterhin 7,99 Euro im Monat kosten wird.

Der Standard-Tarif von Netflix - inklusive HD-Qualität und Empfang auf zwei Geräten gleichzeitig - kostet im Abo künftig 12,99 Euro im Monat - und damit 1 Euro mehr als bislang. Für den Premium-Tarif (Ultra HD, HDR sowie Dolby-Atmos-Qualität und Empfang auf vier Geräten) werden in Zukunft 17,99 Euro statt 15,99 Euro fällig.

  • Netflix Basis-Tarif: 7,99 Euro (vorher: 7,99 Euro)
  • Netflix Standard-Tarif: 12,99 Euro (11,99 Euro)
  • Netflix Premium-Tarif: 17,99 Euro (15,99 Euro)

Der Nachteil des Basis-Tarifs bei Netflix: In dieser Preisklasse gibt es das Bild nur in SD-Qualität. Und dieser Tarif ermöglicht kein zeitgleiches Streamen auf mehr als einem Gerät.

Neue Preise für Netflix-Abo gelten für Neukunden ab sofort - Bestandskunden erhalten Nachricht

Die erhöhten Kosten für das Netflix-Abo gelten direkt seit Donnerstag, 14. Januar. Neu-Mitglieder werden den neuen Preis sofort sehen. Für Bestandskunden des Streaming-Dienstes wird er im Laufe der nächsten Monate eingeführt. Betroffene Abonnenten werden laut Netflix mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten einer Änderung benachrichtigt.

Warum wird Netflix teurer? Ein Sprecher erklärte: „Wir ändern die Preise von Zeit zu Zeit, um weiterhin in großartige Unterhaltung zu investieren und stetig das Portfolio an Filmen und Serien zu vergrößern.“

Neue Preise für Abo bei Netflix - auch Disney+ erhöht Kosten

Netflix ist nicht der einzige Streaming-Dienst, der eine Erhöhung der Kosten plant. Auch Disney+ wolle die Preise anpassen. Dieser beträgt in Europa für Neukunden ab 23. Februar 8,99 Euro pro Monat oder 89,90 Euro pro Jahr. Bisher hatte der Tarif bei monatlich 6,99 Euro oder jährlich 69,99 Euro gelegen. Eine Sprecherin erklärte: „Für bestehende Kunden wird der Preis für mehrere Monate unverändert bleiben.

Die Änderung der Preise bei Disney+ fällt mit dem Start eines neuen Angebots zusammen: Zusätzlich zu Marvel, Pixar, Star Wars, National Geographic und Disney wird Star mit Tausenden Stunden Serien, Filmen und Dokus dazukommen. Hierzu zählt „Love, Victor“, eine Serie in der Nachfolge des Films „Love, Simon“.

Die Deutsche Presse-Agentur habe auch bei anderen großen Streaming-Anbietern, die allesamt Highlights in ihrem Portfolio haben, nachgefragt. Dort seien zunächst keine Veränderungen bei den Kosten - wie etwa bei Netflix - vorgesehen. Das ist der Stand:

  • TVnow: Für 2021 sei keine Preiserhöhung geplant, sagte eine Sprecherin des Streaming-Portals der Mediengruppe RTL.
  • Sky: Der Pay-TV-Anbieter Der Anbieter Sky hat erst im Juli 2020 sein Tarifmodell neu gestaffelt und verfolgt nach aktuellem Stand für dieses Jahr keine Absichten, die Kosten zu erhöhen.
  • Amazon Prime Video: Laut Unternehmensangaben gebe es zurzeit keine solchen Pläne einer Preiserhöhung.
  • Joyn: Dort heißt es ebenso: „Aktuell sind keine Preisanpassungen bei Joyn geplant.“ Jedoch agiere man in einem „sehr dynamischen Markt“ und überprüfe regelmäßig die Preisgestaltung, etwa mit Blick auf kostspielige Lizenzen oder Produktionen.
  • Apple TV+: Ein Sprecher erklärte auf dpa-Anfrage, dass man mögliche Entwicklungen für das laufende Jahr nicht kommentiere.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa | Alexander Heinl

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