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Netflix startet Billig-Abo – Alles über Werbung, Streaming-Qualität, Account-Sharing

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Von: Erik Hlacer

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Netflix setzt jetzt auf Werbung. Für Kunden bedeutet das die Möglichkeit eines Spar-Abos. Ein Überblick über die Neuerungen beim Streaming-Dienst.

Hamm - Neflix zählt nach wie vor zu den beliebtesten Streaming-Plattformen in Deutschland. Hin und wieder kommen Alternativen wie das kostenlose Pluto TV auf den Markt, doch unter dem Strich ist Netflix bis zuletzt Marktführer im Video-on-Demand-Bereich geblieben. Nun hat das US-amerikanische Unternehmen in Sachen Tarifen und Abos Änderungen vorgenommen.

Netflix setzt auf Werbung: Die Abo-Kosten sind günstiger als der Basis-Tarif

Oft wurde es angekündigt, nun ist es passiert: Netflix bindet Werbung in seinen Service mit ein - und bietet seinen Kunden damit zugleich ein billigeres Abo an. 4,99 Euro pro Monat soll der zum Teil werbefinanzierte Tarif in Deutschland kosten. In den USA ist die Werbe-Version mit 6,99 US-Dollar etwas teurer. Ab dem 3. November 2022 ist das Angebot hierzulande gültig.

Wer jedoch weiter mindestens auf den Basis-Tarif bei Netflix setzt, kommt um die Werbung herum. Der Basis-Tarif kostet 7,99 Euro im Monat. Der Standard-Tarif liegt bei 12,99 Euro und sichert seinen Nutzern eine 1080/HD-Auflösung zu. Ein teureres Premium-Abo ist für rund 18 Euro erhältlich - dort wird Ultra-HD-Qualität geboten.

Netflix: Werbung, Streaming-Qualität und Account-Sharing – Neuerungen im Überblick

Netflix und sein neuer Werbe-Tarif: Das sind die Tücken des Spar-Abos

Doch Sparfüchse aufgepasst: Das kostengünstigere Abo bei Netflix hat auch seine Kehrseiten. Zum Beispiel fällt die Funktion weg, Serien und Filme downloaden zu können, da sonst die dynamische Ausspielung der Werbung nicht mehr funktionieren würde. Pro Stunde müssen Netflix-Zuschauer übrigens circa vier bis fünf Minuten Werbung hinnehmen.

Der zweite große Nachteil des Werbe-Abos schlägt sich in einem verringerten Angebot nieder. Wie Neflix bekanntgab, seien einzelne Filme und Serien „aus lizenzrechtlichen Gründen“ im 4,99-Euro-Abo nicht zu sehen. Demnach soll es sich um maximal fünf bis zehn Prozent des gesamten Streaming-Angebots handeln - und dieser Prozentanteil schrittweise sinken. 

Eigentlich ist das Programmangebot des Streaming-Dienstes aber verhältnismäßig groß. Zum Beispiel können Heimkino-Fans aktuell mit „King of Stonks“ auf Netflix eine satirische Aufarbeitung des Wirecard-Skandals sehen, wobei sich die Drehorte in NRW befinden, was dem ein oder anderen Zuschauer aus Nordrhein-Westfalen zusagen dürfte.

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