Mückenarmband, Mückenspray und mehr

Mücken vertreiben: Welche Mittel Stiche verhindern - und welche nicht helfen

Der Sommer kommt. Und mit ihm die Mücken. Mit diesen Expertentipps verhindern Sie Stiche der lästigen Insekten. Einige beliebte Methoden sind wirkungslos.

Hamm - Sommer, Sonne, Mücken: Es geht wieder los mit den Plagegeistern. Ihr helles Sirren bringt uns in warmen Nächten um den Schlaf. Am nächsten Morgen wachen wir müde und mit juckenden Stichen auf. Doch es gibt Methoden, Mücken zu vertreiben. Armbänder, Pflanzen, Sprays und mehr - diese Mittel, Tricks und Tipps helfen gegen die Mückenplage. Und diese nicht.

InsektMücke
OrdnungZweiflügler
Lebensdauer7 Tage

Mücken vertreiben: Einige Mittel verhindern Stiche - aber nicht alle

Die Regenwochen im April und Mai 2021 haben die Mückenplage regelrecht vorangetrieben. Die Brut gedieh in künstlichen Reservoiren wie Regentonnen als auch in Pfützen und stehenden natürlichen Gewässern. Für die Hausmücke ist die plötzliche und anhaltende Wärme nun besonders günstig bei der Vermehrung, sagt Biologin Doreen Werner.

Die Wissenschaftlerin hat sich auf die Erforschung der rund 50 bekannten Stechmückenarten in Deutschland spezialisiert. Sie fasst sie in einem Mückenatlas zusammen. Die meisten Einträge gibt es dort für Nordrhein-Westfalen.

Schon eine einzelne Mücke reicht, um uns die Nacht oder den lauen Sommerabend auf Balkon oder Terrasse zu verleiden. Der Mensch ist nicht machtlos gegen die Mücke und ihre Stiche. Es gibt Tipps und Tricks, die Plagegeister zu vertreiben.

Mücken vetreiben: Plagegeister gehen nach Körpergeruch, nicht Licht

Zunächst aber sollte man mit einem weitverbreiteten Irrtum aufräumen. Entgegen landläufiger Meinung werden Mücken nicht vom Licht angezogen. Sie orientieren sich vor allem am Körpergeruch des Menschen und am ausgeatmeten Kohlendioxid. Je mehr wir schwitzen, desto attraktiver werden wir für Stechmücken. Also: Licht aus und Fenster auf hilft nicht.

Was hilft dann? Es gibt einige Methoden und Hausmittel, sich Mücken vom Leibe zu halten. Nicht alle wirken gleich gut.

Der Sommer kommt. Und mit ihm kommen die Mücken. Mit Tricks lassen sich die lästigen Insekten vertreiben.

Eine der neuesten und schickesten Methoden sind Mückenarmbänder. Sie sollen Mücken in der Regel mit Hilfe von ätherischen Ölen (meist Citronella, Geraniol oder Lavendel) abschrecken. Diese Öle haben zwar grundsätzlich tatsächlich eine abschreckende Wirkung auf Mücken, doch die wird als bestenfalls gering eingestuft. Die Wirkung ist zudem örtlich begrenzt: Ein Armband hilft nicht gegen Stiche am Bein.

Mücken vetreiben: Diese Methoden helfen, Stiche zu verhindern

Um Mücken zu vertreiben, sollten Sie die diese Maßnahmen beachten:

  • Körpergeruch: Mücken werden von Körperschweiß angezogen. Duschen Sie ihn daher am besten weg. Allerdings sollte man dabei auf stark parfümierte Duschgels verzichten, denn ihr Duft lockt Mücken an. Wenn Sie einen Ventilator einschalten und die Luft aufwirbeln, kann zudem keine Mücke mehr erkennen, von wo das ausgeatmete Kohlendioxid kommt.
  • Pflanzen: Machen wir es uns zunutze, dass Mücken geruchsempfindlich sind. Zitronenmelisse, Zitronengras, Pfefferminze, Lavendel, Basilikum, Weihrauchkraut, Pelargonie, Bergamotte, Rosmarin, Gewürzlorbeer, Salbei oder Tomate mögen sie nicht. Setzen Sie auch auf ätherische Öle wie Zedernholz, Eukalyptus und Zitrusöle, wie sie in Mückenkerzen enthalten sind. Zünden Sie gemahlenen Kaffee auf einer feuerfesten Unterlage an.
  • Kleidung: Halten Sie Arme und Beine bedeckt. Wählen Sie helle Kleidung, denn dunkle zieht Mücken an.
  • Garten/Haus: Mücken freuen sich über stehendes Wasser. Wer einen Garten hat, sollte Gießkannen, Regentonnen und Vogelbäder regelmäßig leeren und auch säubern, denn Mückeneier können eine Zeit lang in Trockenheit überleben. Die Regentonne sollten Sie abdichten. Fliegengitter in Fenstern oder ein Moskitonetz um das Bett halten Mücken wirkungsvoll ab.
  • Chemische Schutzmittel: Neben Hausmitteln gibt es im Handel viele chemische Sprays und Cremes, sogenannte Repellents, um Mücken zu vertreiben. Ihnen wird generell die beste Wirkung zugeschrieben. Welches Produkt am besten wirkt, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Als wirksamstes Schutzmittel auf dem Markt ist Diethyltoluamid (DEET). Es sollte aber in Maßen eingesetzt werden.
  • Mückenstecker: Diese Geräte werden in die Steckdose gesteckt. Man unterscheidet Biozidverdampfer und Ultraschall-Gerät. Bei erster Variante setzt das Gerät ein Biozid (Gift) frei, das Mücken abschreckt. Die Methode ist geräusch- und geruchlos, aber die Wirkung gering. Außerdem darf es nicht im Kinderzimmer eingesetzt werden. Ultraschall hat keinen großen Nachteil, ist aber auch unwirksam.

Den einen perfekten Weg, Mücken zu vertreiben und ihre Stiche zu verhindern, gibt es nicht. Es wird empfohlen, nicht nur eine Methode anzuwenden, da sich die Insekten daran gewöhnen könnten. Der Mix macht‘s. Hilfreich ist auch das Wissen darum, was NICHT hilft, auch wenn es immer wieder als Tipp angeführt wird: Mücken reagieren nicht auf Ultraschall. Auch an Knoblauch stören sie sich nicht.

Ist die Mücke erstmal im Schlafzimmer, ist es zu spät. Das einzige, was dann noch verlässlich hilft, ist ein gutes Buch. Mücke lokalisieren, Buch drauf, fertig.

Rubriklistenbild: © Ennio Leanza/dpa

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