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Höherer Preis, weniger Inhalt: Beliebtes Produkt ist Mogelpackung des Monats

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Von: Daniel Schinzig

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Hersteller versuchen immer wieder, Kunden für weniger Ware mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Mogelpackung des Monats April ist besonders dreist.

Hamm - Für viele Menschen gehören sie bei einem ausgiebigen Filmabend oder einem Treffen mit den Freunden einfach dazu: Chips. Eine der beliebtesten und bekanntesten Chips-Marken wurde nun von der Verbraucherzentrale Hamburg zur Mogelpackung des Monats gewählt. Beim Grund dafür kann einem die Knabberei schonmal im Hals stecken bleiben: Während der Inhalt nämlich weniger wird, wird der Preis höher.

Höherer Preis, weniger Inhalt: Pringles zur Mogelpackung des Monats „gekürt“

Derzeit steigen die Preise vieler Lebensmittel. Aber was das Unternehmen Kellogg mit seiner beliebten Marke Pringles anstellt, darf schon als sehr dreist bezeichnet werden. Laut Angaben der Verbraucherzentrale Hamburg schrumpft die Füllmenge der Pringles Chips von 200 Gramm auf 185 Gramm pro Packung. Gleichzeitig steigt bei vielen Händlern der Preis von 2,59 Euro auf 2,79 Euro. Beachtet man beide Veränderungen, ergibt sich eine Preiserhöhung von 17 Prozent. Grund genug für die Verbraucherzentrale, an dieser Stelle die fragwürdige Auszeichnung „Mogelpackung des Monats“ zu vergeben.

Von außen zu erkennen ist der geschrumpfte Inhalt für Kunden nicht. Denn die Pringles Verpackungen behalten die bisherige Größe. Lediglich im Kleingedruckten versteckt sich die Angabe, dass sich nun 15 Gramm weniger Chips in der Dose befinden. Wer im Supermarkt also nicht ganz genau hinschaut, wird die Änderung gar nicht bemerken.

Die Verbraucherzentrale Hamburg geht auf ihrer Homepage noch auf die Preisentwicklung von Pringles in den vergangenen Jahren ein. Und kommt zu dem Ergebnis: Seit 2006 sind die Chips mit solchen Tricks um 90 Prozent teurer geworden.

Pringles sind Mogelpackung des Monats: So viel mehr kosten die Chips jetzt

In den vergangenen Jahren ging es mit der Füllmenge bei den Pringles Chips immer wieder rauf und runter. So schrumpfte die Menge an Chips bereits früher von 200 Gramm auf 170 Gramm, stieg dann wieder an, ehe sie jetzt wieder von 200 auf 185 Gramm reduziert wurde. Vor 15 Jahren mussten Kunden für 200 Gramm allerdings nur 1,59 Euro zahlen - nun für 185 Gramm 2,79 Euro. Da überlegt man sich zweimal, ob es wirklich Pringles sein müssen, die auf dem Wohnzimmertisch angeboten werden.

Kellogg, Hersteller der Pringles-Chips, schickte der Verbraucherzentrale Hamburg auch eine Stellungnahme. In der heißt es, dass Verpackungsgrößen immer wieder mal angepasst werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass das Unternehmen die richtige Verpackungsgröße für die unterschiedlichen Essgewohnheiten der Verbraucher hat.

Nicht nur Pringles werden teurer. Unter anderem bei Aldi steigt der Preis vieler Lebensmittel. Wer beim Einkauf allerdings einige Tricks beachtet, kann gutes Geld sparen.

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