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Nächster Preisschock im Supermarkt: Milch und Käse werden noch teurer

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Von: Simon Stock

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Lebensmittel werden immer teurer. Im Supermarkt und Discounter droht nun der nächste Preisschock bei Käse und Milch. Der Preisanstieg hat es in sich.

Hamm - Kunden von Supermärkten und Discountern haben es beim Einkaufen seit Wochen mit Lieferengpässen und Preissteigerungen zu tun. Mehl, Sonnenblumenöl, mittlerweile sogar Dosentomaten sind knapp - oder drohen, es zu werden. Jetzt kommt die nächste schlechte Nachricht für Verbraucher: Milch und Käse könnten bald teurer sein.

Der Dachverband der Molkereien und Milchverarbeiter in Deutschland geht davon aus, dass Milchprodukte im Supermarkt in den nächsten Wochen noch einmal deutlich teurer werden. Nicht nur sie: Auch bei anderen Produkten ziehen die Preise erneut an. Teurer ist teurer - da hilft auch die Änderung bei Preisschildern wenig, die im Mai umgesetzt werden muss.

Preisschock im Supermarkt: Milch und Käse werden teurer

Aktuell bekommen nicht alle Kunden beim Lebensmittel-Einkauf von höheren Preisen von Milch oder Käse etwas mit. Der Grund: Preisstabilität durch ältere Verträge. Doch das wird nicht so bleiben.

„Bei Milchprodukten mit längeren Kontraktlaufzeiten sind die Preissteigerungen im Laden teils noch nicht wirklich angekommen, das wird erst in den kommenden Wochen und Monaten geschehen“, sagt Björn Börgermann, Geschäftsführer des Milchindustrie-Verbandes. Seine Schätzung: „Steigerungsraten von 20 Prozent könnten durchaus möglich sein.“ Gemeint ist damit neben Milch auch Käse.

Nicht nur Milch und Käse: Einkauf im Supermarkt immer teurer

Wie stark die Teuerung ausfällt, ist noch ungewiss, denn letztlich ist sie Verhandlungssache zwischen Molkereien und Handelsunternehmen.

Wegen gestiegener Energie- und Düngerkosten steigen die Fleischpreise in den Supermärkten weiter an - dennoch können Verbraucher Geld sparen. Kunden von Edeka müssen mit einem weiteren Lieferengpass rechnen. Ein neues Mineralwasser könnte jetzt knapp werden.

Laut Statistischem Bundesamt lagen die Erzeugerpreise bei den Nahrungsmitteln 12 Prozent höher als ein Jahr zuvor (Vergleich März 2022 zu März 2021). Besonders stark stiegen die Preise für nicht behandelte pflanzliche Öle (plus 72 Prozent), Butter (56 Prozent), Rindfleisch (31 Prozent) und Kaffee (21 Prozent). (mit dpa)

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