Behörden warnen

Lidl-Rückruf: Snack zum Frühstück kann zu Bewusstlosigkeit führen - NRW betroffen

Bei Lidl hat es einen Rückruf gegeben, den Verbraucher besser ernst nehmen sollten. Verzehren sie den Snack zum Frühstück trotzdem, droht Gesundheitsgefahr.

Hamm - Der Discounter Lidl muss einen Snack zurückrufen, den viele gerne zum Frühstück essen. Anders als es bei einem Rückruf sonst oft der Fall ist, sind diesmal mehrere Geschmacksrichtungen betroffen. Grund für den Rückruf sind Wirkstoffe, die im Produkt enthalten sein können. Diese können die Gesundheit nachhaltig schädigen.

DiscounterLidl
SitzNeckarsulm
Gründung1973
Umsatz56,9 Mrd. Euro (Geschäftsjahr 2019/20)
Mitarbeiterzahl192.920 (weltweit)

Lidl-Rückruf: Frühstück-Snack kommt aus den Niederlanden

Lidl warnt seine Kunden sogar auf seiner Homepage davor, das Produkt zu verzehren. Es handelt sich bei dem Rückruf um ein Produkt aus den Niederlanden, das jedoch auch in Deutschland vertrieben wird. Lidl etwa wird beliefert. Die aktuelle Charge wurde nun jedoch zurückgerufen.

Das betroffene Produkt des niederländischen Herstellers Banketbakkerij Merba B.V. trägt den Namen „Sondey Granola Bites“ und wird in der 90-Gramm-Packung verkauft. Granola ist eine Art Müsli und findet heutzutage bei vielen den Weg auf den Frühstückstisch.

Lidl-Rückruf: Mehrere Geschmacksrichtungen des Frühstück-Snacks betroffen

Der Granola-Snack, welcher in verschiedenen Geschmacksrichtungen verkauft wird, wird unter anderem in Nordrhein-Westfalen verkauft. Aber eben nicht nur in NRW: Auch die Bundesländer Hessen und Rheinland-Pfalz sind von dem Lidl-Rückruf betroffen.

Lidl hat schnell reagiert und die betroffenen Produkte bereits aus dem Verkauf genommen. Trotzdem wurden natürlich einige Produkte verkauft, bevor der Rückruf in die Wege geleitet wurde.

Wer also vor kurzem einen solchen Granola-Snack bei Lidl gekauft hat, sollte lieber noch einmal genau hinschauen, um welches Produkt es sich handelte. Eine Übersicht zeigt, welche Sorten, Mindesthaltbarkeitsdaten und Losnummern betroffen sind von dem Rückruf über den auch Ruhr24.de* berichtet.

  • Sondey Granola Bites Kokos-Schokolade | 10-06-2021 | L2016206
  • Sondey Granola Bites Kokos-Schokolade | 08-07-2021 | L2019006
  • Sondey Granola Bites Kokos-Schokolade | 05-08-2021 | L2021806
  • Sondey Granola Bites Haselnuss | 09-06-2021 | L2016106
  • Sondey Granola Bites Haselnuss | 08-07-2021 | L2019106
  • Sondey Granola Bites Haselnuss | 05-08-2021 | L2021806
  • Sondey Granola Bites Blaubeere | 09-06-2021 | L2016106
  • Sondey Granola Bites Blaubeere | 05-08-2021 | L2021806

Lidl-Rückruf: Verbraucher bekommen Kaufpreis von Frühstück-Snack zurückerstattet

Inzwischen ist das Produkt auch beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gelistet. Wer kürzlich einen Granola-Snack gekauft hat, sollte davon absehen, diesen auch zu verzehren. Das Geld gibt es ohnehin zurück. So erklärte Lidl, dass der Kaufpreis erstattet würde - selbst wenn der Kassenbon nicht mehr vorliegt.

Mehrere Sorten des Granola-Snacks der Firma Banketbakkerij Merba B.V. wurden zurückgerufen.

„Der Hersteller Banketbakkerij Merba B.V. entschuldigt sich bei allen Betroffenen für die entstandenen Unannehmlichkeiten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Discounters.

Doch was genau macht den Verzehr der betroffenen Produkte denn nun so gefährlich, was einen Rückruf rechtfertigt? Häufig sind es giftige Stoffe, von denen nicht ausgeschlossen werden, dass sie sich im Produkt befinden. Nach einem Verzehr kann es beim Verbraucher zu folgenschweren Schäden der Gesundheit kommen.

So ist es auch bei diesem Lidl-Rückruf. Konkret enthält der Granola-Snack Sesamsamen, die mit dem Pflanzenschutzmittel Ethylenoxid belastet sind. Ethylenoxid ist ein Biozidwirkstoff und wird als gesundheitsschädlich eingestuft. In der EU ist der Stoff nicht zugelassen.

Lidl-Rückruf: Frühstück-Snack kann im schlimmsten Fall Krebs hervorrufen

Konkret kann Ethylenoxid laut Institut für Arbeitsschutz Schwindel, Kopfschmerzen und andere Symptome verursachen, sofern man direkt mit dem Stoff in Kontakt gerät. Allerdings gibt es auch Erscheinungen, die darüber hinaus gehen. Es kann nämlich im schlimmsten Fall zu periodischem Erbrechen, Bewusstlosigkeit, Atembeschwerden sowie Herzrhythmusstörungen kommen.

Das Pflanzenschutzmittel steht zudem im Verdacht krebserregend zu sein. Auch wenn es nur als Rückstand auf einem Lebensmittel vorkommt. Gründe für den Rückruf, über den auch merkur.de* berichtet, gibt es also genug.

Bei Lidl hat es einen Rückruf gegeben. Verbraucher sollten jetzt besser auf den Granola-Snack zum Frühstück verzichten.

Es kommt immer wieder vor, dass Produkte aufgrund potenzieller Gesundheitsgefahr beim Verbraucher zurückgerufen werden. Zuletzt kam es etwa zu einem XXL-Rückruf von Weihnachts-Süßigkeiten, da Schokolade von Schimmel befallen war. - *Ruhr24.de und *merkur.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Jens Kalaene / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare