Neuer Service wegen Corona

Silvester: Lidl reagiert für Feuerwerk-Verkauf ein völlig neues Konzept

Aufgrund der neuen Corona-Regeln ist der Verkauf von Feuerwerk an Silvester eingeschränkt. Der Discounter Lidl hat reagiert - muss aber wieder zurückziehen.

Update vom 13. Dezember, 13.45 Uhr: Nicht nur, dass der Verkauf von Feuerwerk für Silvester eingeschränkt wird. Es wird keinen mehr geben.

Bund und Länder haben sich beim Corona-Gipfel am Sonntag, 13. Dezember darauf verständigt: Der Verkauf von Feuerwerk vor Silvester wird grundsätzlich verboten.

Silvester: Lidl reagiert für Feuerwerk-Verkauf ein völlig neues Konzept

NRW - Silvester 2020 wird aufgrund der Coronavirus-Lage in Deutschland anders sein als bisher. So viel steht bislang fest. Die Politik hat dafür bereits Maßnahmen getroffen.

UnternehmenLidl
Gründung1973
SitzNeckarsulm
Umsatz89 Mrd. Euro (Geschäftsjahr 2019/20)

Aufgrund der strengeren Corona-Regeln in Deutschland ist der Verkauf von Feuerwerk 2020 eingeschränkt. Zwar gibt es sogar Diskussionen um einen harten Lockdown noch vor Weihnachten, trotzdem plant der Discounter Lidl ein ganz neues Konzept, um den Verkauf von Böllern und Feuerwerkskörpern einfacher für die Kunden zu machen. Der neue Service mag den Kontaktbeschränkungen im Supermarkt entsprechen. Ob er jedoch ganz corona-konform ist, wird sich zeigen.

Feuerwerk bei Lidl & in anderen Supermärkten: So sind die Corona-Regeln in Deutschland zu Silvester 2020

Vom 23. Dezember bis längstens 1. Januar sollen in den meisten Bundesländern Treffen mit höchstens zehn Personen stattfinden dürfen. Kinder bis 14 Jahren sind auch hier ausgenommen. Für Weihnachten und Silvester sind damit Lockerungen der Kontaktbeschränkung vorgesehen. Aber auch an Silvester darf es nicht zu rauschenden Feiern kommenSilvesterfeuerwerk auf belebten Plätzen und Straßen wird untersagt. Grundsätzlich wird „empfohlen“, zum Jahreswechsel auf Feuerwerk zu verzichten.

Wo genau Böller und Feuerwerkskörper überall verboten sein werden, ist noch nicht in allen NRW-Städten und Gemeinden festgeschrieben. Trotzdem zeichnen sich jetzt erste Tabu-Zonen ab. In der Stadt Köln wird Feuerwerk in der Altstadt untersagt sein. Möglicherweise soll es in der größten Stadt in NRW auch noch weitere Verbote geben. In Düsseldorf gibt es ebenfalls ein Feuerwerksverbot für die Altstadt gelten. Münster verbietet Böller auf dem Domplatz und Bahnhofsvorplatz in der Innenstadt.

Das Feuerwerk, das bald in den Supermärkten und Discountern wie Lidl verkauft werden darf, ist also an vielen Orten in Deutschland verboten. Durch die harten Corona-Regeln bis hin zum Lockdown ist Feuerwerk in einigen Bundesländern bereits nicht mehr möglich. Der Verkauf soll deutschlandweit eingeschränkt werden.

Silvester trotz Corona: Lidl und weitere Supermärkte bieten Feuerwerk ab Verkaufsstart an

Der Verkaufsstart für Raketen, Böller und Co. ist am 29.12. - daran wollen Supermärkte wie Aldi, Kaufland, Netto, Penny und Lidl auch festhalten. Der Discounter Lidl hat bereits einen Prospekt für die Silvester-Angebote 2020/21 veröffentlicht. Darin macht er Werbung für Effekt- und Heuler-Batterien sowie ein Raketen-Set. Andere Geschäfte wie etwa die Baumärkte Obi und Hagebau haben bereits angekündigt, dass sie aufgrund der Coronavirus-Pandemie ihren Feuerwerksverkauf in diesem Jahr streichen wollen.

Der Discounter Lidl hat sich für das Corona-Silvester sogar einen neuen Service entwickelt. Kunden können ab dem 7. bis zum 27. Dezember das gewünschte Feuerwerk online reservieren und die Produkte schließlich ab dem 30. Dezember in der entsprechenden Filiale vor Ort abholen. 

Feuerwerk bei Lidl: Discounter bietet neuen Service an

Die Reservierung erfolgt über die App des Discounters „Lidl-Plus“. Diese kann von den Kunden auf dem Smartphone installiert werden. Die Verbraucher müssen sich bei Lidl registrieren und können dann die Reservierungsoptionen für die folgenden Tage auswählen. Ob sich mit dem „Click&Collect“-Service, den Lidl zum ersten Mal anbietet, Besucheranstürme mit langen Warteschlangen vermeiden lassen werden, wird sich zeigen. Nach den aktuellen Corona-Regeln ist in großen Geschäften seit Dezember pro 20 Quadratmeter Fläche ein Kunde erlaubt - damit hat sich die Anzahl der zugelassenen Personen halbiert.

Ikea hatte bereits im Zuge des ersten Lockdowns im Frühjahr einen „Click&Collect“-Service eingeführt. Nach der Möbelhaus-Öffnung waren die Schlangen vor den Geschäften fast unüberschaubar. Fotos und Videos vor den Ikea-Häusern in Kamen und Dortmund sorgten für viel Aufregung und Diskussionen im Internet. 

Rubriklistenbild: © Wiemer

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