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Täglich Leitungswasser trinken: Diese Auswirkungen hat es auf den Körper

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Es ist gesund, viel zu trinken. Doch welchen Unterschied macht es, wenn man Leitungswasser anstatt Wasser aus der Flasche zu sich nimmt? Es gibt viele Auswirkungen.

Kassel – Damit wir überleben, benötigen wir Wasser. Denn ein Mensch besteht zu einem Großteil aus eben jenem Element. Wasser sorgt unter anderem dafür, dass Blut fließen kann und unser Gehirn ausreichend versorgt wird. Wir brauchen es täglich – und jeder hat es auch zu Hause. Kein anderes Lebensmittel wird so streng kontrolliert wie Leitungswasser.

Hierzulande kann es also bedenkenlos konsumiert werden. Dennoch sollte man sich über die Auswirkungen bewusst sein, wenn man auf Wasser aus dem Supermarkt verzichtet und täglich nur Leitungswasser zu sich nimmt.

Täglich Leitungswasser trinken: Man nimmt mehr Flüssigkeit zu sich

Wer Leitungswasser nicht extra mit Kohlensäure versetzt, trinkt Wasser still. Das hat den Vorteil, dass man leichter mehr trinken kann. Wasser mit Sprudel kann gegebenenfalls einen Blähbauch verursachen oder zu häufigem Aufstoßen führen. Vor allem wer unter Sodbrennen leidet, sollte eher zu stillem (Leitungs-)Wasser greifen. Wer längerfristig viel trinkt, fühlt sich fitter und kann leistungsstärker werden, auch aus mentaler Sicht. Viel Flüssigkeit wirkt sich auch optisch positiv aus – die Haut wirkt strahlender und praller. Dehydriert unser Körper, trocknet die Haut eher aus.

Leitungswasser oder Mineralwasser? Zu viel Natrium kann schädlich sein

Ein Grund, aus dem manche Leute eher zu Mineralwasser aus dem Supermarkt greifen, ist der Mineralgehalt. Mineralien sind für den Körper wichtige Stoffe und in Wasser aus dem Supermarkt in höheren Mengen vorhanden als in Leitungswasser. Doch Natrium kann in höheren Mengen ungesund sein und sich auf den Blutdruck sowie das Herz-Kreislauf-System auswirken. Durch eine ausgewogene Ernährung sollte der Körper ohnehin genügend Natrium aufnehmen.

Leitungswasser oder Mineralwasser: Wasser mit Kalk nicht schädlich für die Gesundheit

Leitungswasser wird in verschiedene Härtegrade unterteilt. Wasser mit einem hohen Gehalt an Kalk gilt als „hartes Wasser“. Weniger kalkhaltiges Wasser gilt als „weich“. Doch das bedeutet nicht, dass Wasser mit Kalk weniger gesund ist. Kalk besteht unter anderem aus Magnesium und Kalzium, zwei wichtige Mineralstoffe für den Menschen.

Kalkhaltiges Wasser kann sogar sinnvoll der Nahrungsergänzung dienen. Schädlich ist „hartes Wasser“ zumindest nicht. Mit einer „Verkalkung“ im Körper (Arteriosklerose) hat Kalk im Wasser überhaupt nichts zu tun. Wer weiches Wasser bevorzugt, etwa bei Heißgetränken, kann es vorher filtern.

Leitungswasser kann unter Umständen Schwermetalle wie Blei enthalten

Unter Umständen können Blei, Nickel oder Kupfer ins Leitungswasser und unbemerkt in den Körper gelangen, etwa durch Leitungen in alten Gebäuden. Heute werden Rohre aus anderen Materialien verlegt. In hohen Konzentrationen stellen die Schwermetalle eine gesundheitliche Gefahr dar. Das gilt auch für gesundheitsschädliche Keime, die in verunreinigtem Wasser vorhanden sein können.

Jedoch wird das Leitungswasser in Deutschland streng kontrolliert. Generell weist es eine extrem hohe Qualität auf. Wer sich über den Zustand seiner Wasserleitungen und die entsprechende Qualität des Wassers nicht sicher ist, kann es beim örtlichen Wasserwerk testen und gezielt auf bestimmte Stoffe untersuchen lassen. Viele Fachleute empfehlen, das Wasser aus der Leitung mehrere Sekunden laufen zu lassen, bevor es zum Trinken, Kochen oder aus hygienischen Gründen genutzt wird.

Leitungswasser schneidet bei Umwelt und Preis deutlich besser ab als Mineralwasser

Ein weiterer Punkt, der sich positiv hervorheben lässt, ist die verbesserte Umweltbilanz. Leitungswasser kommt meist direkt aus der Region und muss keinen langen Transportweg zurücklegen. Die Klimabelastung durch Mineralwasser ist in Deutschland fast 600 Mal höher als bei Leitungswasser, teilte die Verbraucherzentrale mit. Auch die Herstellung sowie die Reinigung, das Abfüllen und die Entsorgung der Flaschen wirken sich zusätzlich negativ auf die Umweltbilanz aus. Der Deutschen Umwelthilfe zufolge werden hierzulande in einer Stunde zwei Millionen Plastikflaschen verbraucht.

Darüber hinaus kann man reichlich Geld sparen, wenn man auf Leitungswasser setzt. Selbst günstiges Mineralwasser im Supermarkt oder Discounter kostet im Vergleich zu Leitungswasser das Vielfache. (lrg)

Ob Leitungswasser oder Wasser aus der Flasche gesünder* ist, hat Öko-Test untersucht. *HNA ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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