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Elektronische AU ab 2023 – so melde ich mich beim Arbeitgeber krank

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Von: Hannah Decke

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Schluss mit dem „gelben Schein“: Zum 1. Januar 2023 soll ganz auf die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) umgestellt werden. Wie das geht.

Hamm - Wer krank ist, geht zum Arzt und erhält eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU). Lange Zeit war eine Krankschreibung mit viel Papierkram verbunden. Der im Volksmund bekannte „gelbe Schein“ wurde dem Patienten gleich dreimal mitgegeben: für den Arbeitgeber, die Krankenkasse und für den Versicherten selbst. Doch damit ist nun Schluss: Bis zum 1. Januar 2023 sollen Arztpraxen in Deutschland vollständig auf die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) umstellen.

Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) wurde sukzessive eingeführt. In einem ersten Schritt im Herbst 2021 wurde umgesetzt, dass die Arztpraxen die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung online an die Krankenkassen übermitteln. Somit müssen sich gesetzlich Versicherte nicht mehr darum kümmern, dass ihr AU bei der Krankenkasse landet. Dies war bis dato bei überfälliger Übermittlung auch mit dem Risiko verbunden, später einen möglichen Krankengeldanspruch zu verlieren.

Elektronische AU ab 2023 – wie melde ich mich beim Arbeitgeber krank?

Und nun soll der Papierkram für Praxen und Patienten fast gänzlich wegfallen. Ab dem 1. Januar 2023 soll die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auch an den Arbeitgeber digital verschickt werden. Der „gelbe Schein“ ist damit Geschichte. Zuständig für Weiterleitung der eAU sollen aber nicht die Praxen, sondern die Krankenkassen sein. Wichtig: Der Patient muss seinen Arbeitgeber weiterhin selber unverzüglich über die Erkrankung informieren.

Und so läuft die Krankschreibung beim Arbeitgeber mit der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) künftig ab:

Für Patienten ist eine Krankschreibung durch die elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) künftig also nicht nur mit weniger Papierkram verbunden, sondern auch mit weniger Aufwand. Sie erhalten nur noch einen Ausdruck ihrer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für die persönlichen Unterlagen.

Elektronische AU ab 2023: Was passiert bei technischen Störungen?

Wo Menschen arbeiten, passieren Fehlern - und was elektronisch abläuft, kann ausfallen. Für den Fall, dass es zu technischen Problemen kommt, gibt es laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung einen Notfallplan:

Die Krankenkassen betonen, dass die digitale Übermittlung der AU sicher sei. Die Daten werden verschlüsselt.

Übrigens: Nicht alle Arztpraxen machen bei der eAU mit - obwohl alle Kassenärzte dazu verpflichtet sind, sich an die Telematikinfrastruktur (TI) anzuschließen. Inwiefern Konsequenzen für die betroffenen Praxen drohen, ist noch ungewiss.

Noch immer ist die Krankschreibung bei Erkältungssymptomen per Telefon möglich. Die Ausnahme-Regelung war aufgrund steigender Corona-Zahlen im Sommer 2022 wieder eingeführt worden.

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