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Kräuter im Winter: Haus, Balkon oder Garten - wo überwintern sie am besten?

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Von: Hannah Decke

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Der Winter naht. Höchste Zeit, seine Pflanzen winterfest zu machen. Aber wo müssen Kräuter überwintern? Welche halten auch Frost aus?

Soest - Ob im Garten, auf dem Balkon oder der in Küche - Kräuter finden sich in fast jedem Haushalt wieder. Während man sich um Kräuter, die sowieso drinnen auf der Fensterbank stehen, keine Sorgen machen muss, ist auf Stauden im Garten oder auf dem Balkon jetzt Acht zu geben: Der Winter kommt. Alle Infos rund ums Überwintern von Kräutern:

winterharte Kräuter (Beispiele)nicht winterharte Kräuter
ThymianRosmarin (ab -5 Grad)
SalbeiBasilikum
SchnittlauchZitronenverbene
BärlauchLorbeer
Minze

Kräuter überwintern: Balkon, Garten oder Haus? Mit diesen Tricks klappt‘s

Zunächst einmal müssen wir wissen: Die meisten Kräuter sind winterhart. Dazu zählen etwa Thymian, Salbei und Lavendel. Sie können auch im Winter geerntet werden. Dabei muss allerdings beachtet werden, dass nicht jede Sorte der Kräuter die frostigen Nächte in Deutschland problemlos überlebt.

Es gibt auch Kräuter, die den Winter bedenkenlos überstehen, allerdings zur kalten Jahreszeit nicht geerntet werden können. Dazu gehören unter anderem Schnittlauch, Bärlauch, Estragon und Minze. Sind die Wintermonate vorbei, können die Kräuter zurückgeschnitten werden und treiben dann im Frühling frisch aus.

Zurück zum Überwintern: Wird es richtig kalt, wie es Wetter-Experten für den Winter 2021 in Deutschland vorhersagen, sollten die oben genannten Kräuter trotz aller Robustheit einen Winterschutz erhalten. Hier empfiehlt sich laut NDR etwa Vlies oder Jute. Bei strengem Frost kann auch der obere Teil der Pflanze mit Vlies abgedeckt werden. Als zusätzlicher Schutz dient im Beet eine Schicht Laub oder Grünschnitt.

Befinden sich die Kräuter im Topf, ist eine Holzkiste ein gutes Winterquartier. Steht die Kiste geschützt und auf einer Styroporplatte und ist zusätzlich von außen mit Vlies oder einer Kokosmatte eingewickelt, können die Pflanzen gut überwintern.

Kräuter überwintern: Diese Pflanzen vor Frost schützen

Es gibt aber auch Kräuter, die mögen die frostigen Temperaturen im Winter gar nicht. Solch empfindliche Pflanzen sind etwa Zitronenverbene, Basilikum und Rosmarin. Diese Kräuter müssen zum Überwintern auf jeden Fall aus dem Beet genommen werden. Sie gehören an einen frostfreien, aber kühlen Ort. Dazu bieten sich zum Beispiel ein Treppenhaus oder eine Garage an.

Wer seine Kräuter auf dem Balkon stehen hat, kann diese in der Regel auf überwintern. Auch hier gilt: Pfefferminze, Schnittlauch, Thymian, Petersilie und Salbei können draußen bleiben. Dazu sollten sie allerdings an einer geschützten Stelle des Balkons stehen (Hauswand) und einen Wintermantel aus Vlies, Jute oder Tannenzweigen erhalten.

Damit keine Kälte von unten kommt, können die Töpfe mit den Kräutern etwa auf Zeitungspapier gestellt werden - wenn gerade keine Kälteschutzmatte oder Styroporplatte zur Hand ist.

Eiskristalle bilden sich auf den Blättern einer Pflanze im Oberharz. Die Temperaturen fielen in der Nacht zum Donnerstag in den Frostbereich. Kältester Ort in Mitteldeutschland war Königshütte mit Minus 6 Grad Celsius.
Der Winter kommt, der erste Frost war schon da. Höchste Zeit, seine Pflanzen winterfest zu machen. Aber wo müssen Kräuter überwintern? Tipps und Tricks. © Matthias Bein/dpa

Kräuter überwintern: Pflanzen nicht ins Haus holen - und gießen nicht vergessen

Vermeiden sollte man auf jeden Fall, die Kräuter im Winter ins Haus zu holen. Experten raten davon ab, weil die Temperaturen drinnen meist zu hoch sind. Das würden die Pflanzen nicht überstehen.

Ach und: Kräuter müssen auch im Winter gegossen werden! Am besten sollte dies einmal im Monat und an einem frostfreien Tag geschehen. Bevor die Nächte endgültig frostig werden, sollte auf jeden Fall der Garten auf den Winter vorbereitet werden*. Denn: Der Winter macht im November in NRW bereits richtig ernst. Rechtzeitig zum Advent könnte der Schnee kommen. *soester-anzeiger.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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