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Schild bei Kaufland sorgt für Skandal - Zaun trennt Geimpfte von Ungeimpften

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Von: Marc Dimitriu

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Die Corona-Pandemie ist auch Ende 2021 noch nicht vorbei. Manche greifen nun zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Wie eine Kaufland-Filiale in Rumänien.

Râmnicu Sărat - Schon bevor es überhaupt eine Impfung gegen Corona gab, war die Debatte um sie groß. Impfgegner gegen Impfbefürworter. Doch nach etwa einem Jahr Impfkampagne in Europa hat sich gezeigt: Die Mehrheit der Bürger vertraut wissenschaftlichen Fakten. In den meisten Ländern der EU ist die Impfquote bei über 70 Prozent, in manchen sogar über 80 Prozent.

Kaufland-Schild sorgt für Skandal: Ungeimpfte und Geimpfte durch Zaun getrennt

Obwohl die Impfgegner in der deutlichen Unterzahl sind, sind sie genauso laut wie am Anfang. Häufig wird von einer Trennung der Gesellschaft gesprochen. In Deutschland gibt es unter anderem die 2G-Regelung, so dürfen beispielsweise Clubs oder Restaurants keine Ungeimpften mehr reinlassen. Aus wissenschaftlicher Sicht gerechtfertigt und auch von der Mehrheit der Politiker und Bürger für richtig befunden. Allerdings gibt es Ausnahmen: Die Läden für die Grundversorgung, wie Supermärkte sind für alle offen und das fast in allen Ländern.

In Rumänien genauso wie in Deutschland. Doch in einer Einkaufspassagen kam es nun zu einer großen Verwirrung. Zwar dürfen hier immer noch Ungeimpfte einkaufen, doch sind sie von den Geimpften durch einen zwei Meter hohen Zaun getrennt. Das berichtet das rumänische Nachrichtenportal Digi24. In den sozialen Medien waren Fotos und Videos aus einem Einkaufszentrum aus der Kleinstadt Râmnicu Sărat, zu Deutsch Rümnick, aufgetaucht, die den Metallzaun zeigen.

Kaufland Schild sondert Geimpfte von Ungeimpften ab - Kunden sind verwirrt

Am Eingang steht ein Kaufland-Schild, auf dem ein Pfeil auf die eine Seite des Zaunes zeigt, mit dem Hinweis „Zugang zum Kaufland“. Ein zweiter Pfeil zeigt auf die andere Seite mit dem Hinweis: „Zugang zu Geschäften in der Einkaufsgalerie nur auf Basis des grünen Passes“.

Mit grüner Pass ist der Impfausweis gemeint. Ungeimpfte dürfen also nur in den Supermarkt, um Lebensmittel zu kaufen, alle anderen Läden sind tabu. Die Menschen waren laut Digi24 verwirrt von den Maßnahmen. Anders als in den meisten anderen Ländern Europas sind die Geimpften in Rumänien noch in der Unterzahl. In dem Land, das von der vierten Welle so schlimm getroffen ist wie kaum ein anderes, liegt die Impfquote erst bei 37,6 Prozent (Stand 23. November).

Die Bilder verbreiteten sich schnell in den sozialen Medien, auf Twitter wurde fälschlicherweise behauptet, es handle sich um einen Kaufland in Deutschland. Das wurde jedoch schnell von anderen Usern richtig gestellt, mit dem Verweis, dass es sich der Zaun in Rumänien befindet.

Die Vertreter der Arbeitsinspektion erklärten laut Digi24 die Maßnahme jedoch für illegal und forderten die Entfernung der Zäune. Gleichzeitig ordneten sie aber an, dass die Kunden am Eingang des Einkaufszentrums sortiert werden. (md) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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