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Kaffee besser nicht mit Leitungswasser kochen - aus diesem Grund

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Von: Tobias Hinne-Schneider

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Sie sollten Ihre Kaffeemaschine nicht mit Leitungswasser füllen. Denn das geht auf Kosten des Geschmacks. Doch mit diesem Tipp wird Kaffee zum Genuss.

Hamm - Kaffee spielt bei der Ernährung vieler Menschen eine große Rolle - sie konsumieren das Heißgetränk täglich. Warum auch nicht? Mehr als 800 Aromen sorgen für einen unvergleichbaren Trinkgenuss, auf den Kaffee-Feinschmecker nicht verzichten wollen. Wein hat beispielsweise nur 400 Aromen. Doch um den besten Geschmack aus Ihrem Kaffee herauszuholen, sollten Sie einige Dinge beachten.

Kaffeeschwarzes, psychotropes, koffeinhaltiges Getränk aus gerösteten und gemahlenen Kaffeebohnen
HerkunftDie Kaffeepflanze stammt aus Afrika
AnbauKaffee wird weltweit in mehr als 50 Ländern angebaut

Kaffee zubereiten: Deshalb sollten Sie auf Leitungswasser verzichten

Dabei spielen nämlich nicht nur die Qualität der Kaffeebohne oder die Funktionalität der Maschine eine Rolle, sondern auch die Eigenschaften des verwendeten Wassers. Das Leitungswasser in Deutschland hat zwar Trinkwasserqualität, aber für die Zubereitung von Kaffee ist es keinesfalls optimal.

Faktoren wie Wasserhärte und pH-Wert haben einen entscheidenden Einfluss darauf, wie der Kaffee am Ende schmeckt. Thomas Steinke ist Leiter der Kaffeeakademie der Dinzler Kafeerösterei im bayerischen Irschenberg - er erklärt, worauf es ankommt: „Der ideale Härtebereich liegt zwischen fünf und acht Karbonathärte“. In diesem Bereich kommen die Aromen am besten zur Geltung. So lasse zu weiches Wasser die Säuren im Kaffee dominieren und bei härterem Wasser drängen die Bitterstoffe in den Vordergrund.

Kaffee zubereiten: Wasserfilter oder Durchlauffilter?

Thomas Kraft von der Deutschen Baristaschule in Fürstenfeldbruck nennt der dpa eine Karbonathärte von 3 bis 6 und einen pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Wasser, das direkt aus der Leitung kommt, ist demnach deutlich zu kalkhaltig.

Ein professioneller Wasserfilter sei optimal für einen guten Kaffee, aber schon ein normaler Durchlauffilter aus dem Handel kann helfen, den Geschmack zu erhöhen. „Das ist auf alle Fälle schon mal besser, als wenn ich das Wasser aus der Leitung nehme“, sagt Steinke. Und nicht nur der Kaffee profitiere vom gefilterten Wasser - auch die Maschine verkalkt nicht so schnell.

Wer seine Kaffeemaschine mit Leitungswasser füllt, büßt den besten Geschmack ein. Mit diesen Tipps wird  Ihr Kaffee zu einem echten Genuss.
Das verwendete Wasser ist für den Geschmack des Kaffees entscheidend. © Nicolas Armer/dpa

Barista Thomas Kraft rät eher zum fest installierten Filtersystem an der Wasserentnahmestelle. „Diese Filter bieten deutlich mehr Komfort und sind auf lange Sicht gesehen auch günstiger als Tischfilter-Systeme.“

Kaffee zubereiten: Nachfrage beim Wasserversorger

Welchen Härtegrad das Leitungswasser am eigenen Wohnort hat, verraten die örtlichen Wasserversorger. Entweder direkt auf ihrer Website oder auf Nachfrage. Wer es ganz genau wissen will, kann auch eine Probe im Labor analysieren lassen.

Auch wichtig: Das Wasser muss frisch sein. Wer also einen Vollautomaten mit großem Tank hat, tauscht das Wasser besser regelmäßig aus. Auch Siebträgermaschinen mit größerem Brühkessel profitieren von regelmäßigem Wassertausch.

Kaffee zubereiten: Leitungswasser benutzen?

Manche schwören auf Mineralwasser aus der Flasche: „Das ist schon eine Option“, sagt Thomas Steinke. Besonders in Bereichen, wo das Wasser gechlort wird. Aber: „Auch da muss ich beachten, dass Kalk drin ist.“ Die regelmäßige Maschinenreinigung bleibt einem also mit Wasserfilter oder Mineralwasser nicht erspart.

Viele Menschen trinken ihren Kaffee zusammen mit einem Schuss Milch. Die gehört in den Kühlschrank, das bezweifelt wohl niemand. Aber es ist entscheidend, wo sie gelagert wird. Ein Fehler wird dabei sehr oft gemacht. Während Sie Milch derzeit im Supermarkt noch ohne Probleme bekommen, werden andere Produkte knapp: Nach Honig, Öl und Mehl gibt es ein weiteres Produkt, das schwer zu bekommen ist. (mit dpa-Material) *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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