1. wa.de
  2. Verbraucher

Butter und Käse werden teurer: Aldi und Netto äußern sich zur Preissteigerung

Erstellt:

Von: Jessica Jung

Kommentare

Kunden müssen mit steigenden Butter- und Käsepreisen rechnen. Schuld daran ist unter andrem der Anstieg der Milchproduktionspreise.

Dortmund – Immer mehr Lebensmittel bei Netto, Edeka und Lidl werden teurer – nun könnten sich die nächsten beliebten Produkte einreihen. Denn auch bei Käse und Butter sollen die Preise steigen, wie RUHR24* weiß.

DiscounterNetto
BrancheLebensmittelhandel
Gründung1928

Käse und Butter werden teuer: So viel mehr müssen Kunden draufzahlen

Für die steigenden Kosten bei Milchprodukten bei Supermärkten und Discountern soll es gleich mehrere Gründe geben: steigende Preise für Futter- und Düngerkosten als auch höhere Zahlungsbeträge für Energie. Logisch also, dass die Preise insgesamt angepasst werden müssen. Wie viel Verbraucher künftig für Milchprodukte ausgeben müssen, lässt sich an der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten beobachten.

Demnach soll lose Butter immer teurer werden, sodass der Preis pro Kilogramm mittlerweile bei 7,10 Euro liegt. Auch bei abgepackter Butter soll mit einem Anstieg von 6,14 Euro auf acht Euro pro Kilogramm gerechnet werden. Ein ähnliches Niveau wurde nach Angaben von chip.de zuletzt im September der Jahre 2017 und 2018 mit 1,99 Euro erreicht. Eine ähnliche Situation sei bei Käse zu beobachten, wie die Lebensmittel Zeitung berichtet.

Butter und Käse werden teurer: Das sagen Supermärkte zu Preissteigerungen

Wie die Lage in Supermärkten künftig aussieht, bleibt jedoch abzuwarten. Auf RUHR24-Anfrage wollen Rewe, Lidl und Edeka keine Angaben zur Preisentwicklung machen. Aldi Nord hingegen bricht das Schweigen. „Zu unseren Grundsätzen zählt, dass wir unsere Verkaufspreise reduzieren, wenn die Einkaufspreise sinken. Im Umkehrschluss lässt es sich jedoch nicht vermeiden, Preise anzupassen, wenn sich die Lieferantenpreise deutlich erhöhen.“

Das sei aktuell aufgrund der Corona-Pandemie und der Krise in der Ukraine der Fall. „Die Lieferantenpreise im Lebensmitteleinzelhandel ziehen seit Monaten in fast allen Warengruppen stark an – zum Teil in deutlich zweistelligen Prozentbereichen“, so ein Sprecher gegenüber RUHR24.

Der Handelsverband Lebensmittel bleibt dennoch optimistisch „Der Lebensmitteleinzelhandel wird jedoch seine Möglichkeiten ausschöpfen, um auch weiterhin ein gutes Preis-Leistungsverhältnis anzubieten und mit seinem Preiseinstiegsbereich auch Verbrauchern ein Angebot zu machen, die sehr genau auf ihre monatlichen Ausgaben schauen müssen“.

Engpässe und Preissteigerungen von Käse und Butter: Netto spricht Klartext

Neben den steigenden Preisen in Supermärkten* ist allerdings auch die hohe Nachfrage ein Problem. Diese übersteigt aktuell das Angebot, weshalb es zu Lieferschwierigkeiten kommen soll. Noch ist es aber nicht so weit, wie Christina Stylianou, Leiterin Unternehmenskommunikation von Netto Marken-Discount gegenüber RUHR24 angibt.

„Netto Marken-Discount kann in enger Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten die Nahversorgung mit allen Produkten des täglichen Bedarfs sicherstellen. In den vergangenen Wochen ist die Nachfrage in einigen Sortimentsbereichen grundsätzlich auf einem hohen Niveau, auf das sich unsere Logistik aber eingestellt hat“.

Weicher Camembert-Käse mit geschnittenem Hartkäse mit Trauben und Walnüssen auf schwarzem Hintergrund.
Käse und Butter sollen teurer werden. © Imago

Käme es dennoch zu Engpässen von Produkten, sei das Unternehmen allerdings vorbereitet. Kundinnen und Kunden können nach Angaben von dem rund 5.000 Artikel umfassenden Sortiment profitieren und auf Eigenmarken- und Markenartikel als Produktalternativen zurückgreifen. „Es gibt keinen Anlass, zusätzliche Vorräte anzulegen“ heißt es. Grund zur Sorge gibt es daher nicht. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare