Schutz vor schweren Verlauf

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: Studie belegt hohen Schutz vor Delta-Variante

Fast jeder dritte Deutsche ist gegen Corona geimpft, doch die Delta-Variante breitet sich weiter aus. Der Impfstoff von Johnson & Johnson soll einen guten Schutz gegen die Variante bieten.

Hamm - Die Delta-Variante hat schon längst Nordrhein-Westfalen erreicht. Immer wieder gibt es Meldungen zu bestätigten Fällen. Doch noch immer sind nicht alle Menschen vollständig gegen Corona geimpft. Eine Studie belegt nun, dass der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson wirksamer gegen die Delta-Variante ist. (News zum Coronavirus in Hamm)

UnternehmenJohnson & Johnson
Gründung1886
HauptsitzNew Brunswick, New Jersey, Vereinigte Staaten

Johnson & Johnson: Corona-Impfstoff hat hohen Schutz gegen Delta-Variante

Im Kampf gegen die sich schnell ausbreitende Delta-Variante des Coronavirus soll der Impfstoff von Johnson & Johnson eine starke Immunantwort bilden. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Demnach schütze der Impfstoff von Johnson & Johnson mit der einmaligen Dosis bis zu 85 Prozent gegen einen schweren Corona-Verlauf.

Die Delta-Variante war zuerst in Indien aufgetreten und hat sich inzwischen weltweit ausgebreitet. Laut einem EU-Bericht könnte die Mutante bis Ende August für 90 Prozent aller Corona-Fälle in der EU verantwortlich sein.

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: Höhere Wirksamkeit gegen Delta-Variante?

Das Besondere am Impfstoff von Johnson & Johnson ist, dass anders als bei den bisher zum Einsatz kommenden Corona-Impfstoffen nur eine Dosis davon zum vollen Schutz ausreicht. Daher wurden die wenigen Impfdosen des Vakzins bislang etwa in Nordrhein-Westfalen für die Impfung von Obdachlose genutzt. In Hamm bildeten sich bei einer Impfaktion mit Dosen des Herstellers Johnson & Johnson lange Warteschlangen, die für mächtig Ärger sorgte.

Die Einmal-Impfung soll laut der Studie einen hohen Schutz vor der Delta-Variante bieten. Zudem soll die Impfung von Johnson & Johnson auch gegen einen schweren Verlauf anderer Virus-Varianten schützen. Dazu nennt das Unternehmen die Virus-Varianten Beta (B.1.351), Gamma (P.1) und Alpha (B.1.1.7). Wie hoch die Immunantwort gegenüber den Corona-Varianten ist, geht aus der Mitteilung jedoch nicht hervor.

Hintergrund-Informationen: Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson

Bevor sich die Delta-Variante verbreitete, bot der Impfstoff von Johnson & Johnson sogar einen Schutz vor einem besonders schweren Krankheitsverlauf und einer Behandlung im Krankenhaus von bis zu 100 Prozent. Diese Angabe wurde aufgrund der neuen Delta-Variante des Coronavirus herabgestuft auf rund 85 Prozent.

Der Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson soll einen guten Schutz gegen die Delta-Variante bieten.

Mit in die Studie flossen unter anderem Daten aus Ländern wie Südafrika und Brasilien ein, in denen Virusvarianten extrem verbreitet sind.

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: Wirksamkeit gegen Delta-Variante getestet

Der Impfstoff Johnson & Johnson soll laut einer weiteren Studie dennoch einen Immunschutz von mindestens acht Monaten bieten. Das entspricht dem bisherigen Zeitraum, für den Johnson & Johnson Daten erhoben und ausgewertet hat. Laut Johnson & Johnson zeigten in der Studie T-Zell-Antworten – einschließlich CD8+ T-Zellen, die infizierte Zellen suchen und zerstören.

Paul Stoffels, der wissenschaftliche Leiter bei Johnson & Johnson geht sogar davon aus, dass der Impfstoff einen dauerhaften Schutz gegen Corona bietet: „Wir glauben, dass unser Impfstoff einen dauerhaften Schutz gegen Covid-19 bietet und eine neutralisierende Aktivität gegen die Delta-Variante hervorruft.“

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson: Wenige Dosen für Deutschland

Forschungschef Mathai Mammen erklärte, bisherige Studienergebnisse hätten gezeigt, dass der Impfstoff eine „starke neutralisierende Antikörper-Reaktion generiert, die nicht nachlässt, sondern sich vielmehr im Laufe der Zeit verbessert“.

Nordrhein-Westfalen erhielt laut Bundesgesundheitsministerium im Juni von Johnson & Johnson rund 29.200 Dosen, Deutschland verteilte insgesamt rund 228.000 Dosen des Herstellers. Im Vergleich zu Lieferungen von Astrazeneca, Moderna und Biontech schickte Johnson & Johnson im Juni wenig Impfstoff nach Deutschland: Insgesamt erhielt Deutschland 14.235.600 Impfdosen, berichtet das Bundesgesundheitsministerium.

Rubriklistenbild: © David Zalubowski/dpa

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