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Preise bei Ikea steigen deutlich - auch Klassiker Billy und Pax jetzt teurer

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Von: Simon Stock

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Die Preise bei Ikea sind zum Teil deutlich gestiegen. Auch Möbel-Klassiker wie Billy, Malm oder Pax sind teurer geworden. Alle Infos zu den Preiserhöhungen.

Hamm - Ikea hat an der Preisschraube gedreht, und das nicht zu knapp. Beim Vergleich der aktuellen Preise des schwedischen Möbelgiganten mit denen aus dem vorangegangenen Jahr ergeben sich zum Teil starke Preissteigerungen. Viele Produkte sind betroffen, darunter Klassiker wie das Billy-Regal und der Pax-Kleiderschrank.

MultikonzernIkea
GründerIngvar Kamprad
Gründung28. Juli 1943, Älmhult, Schweden

Ikea verdankt seine enorme Beliebtheit zu einem großen Teil seiner Preispolitik: Bett, Schrank oder Regal günstig im Bausatz kaufen, zu Hause aufbauen, fertig. Doch die Zeiten tiefer Preise sind zumindest vorerst vorbei. Ikea hat seine Ankündigung wahr gemacht und im vergangenen Jahr Preise über „alle Sortimentsbereiche und alle Länder“ hinweg erhöht, wie eine Überprüfung ausgewählter Produkte durch die Bild ergab.

Preise bei Ikea drastisch gestiegen - auch Billy und Pax teurer

Demnach gab es zum Teil drastische Preissteigerungen. Für das Bettgestell „Nesttun“ etwa müssen Ikea-Kunden nun 229 statt 99 Euro bezahlen. Das ist ein Sprung von 131 Prozent. Die höchsten Preissteigerungen gab es laut Bild bei diesen Ikea-Produkten:

Auch zwei Ikea-Klassiker, die in Millionen deutschen Haushalten stehen dürften, gab es mächtige Aufschläge. So kostet das Regal Billy (80x28x202 cm) statt 39 Euro vor einem Jahr jetzt 59,99 Euro. Das sind 53 Prozent mehr. Der Kleiderschrank Pax mit Hasvik-Türen kostete vor einem Jahr noch 349 Euro, nun sind es bereits 525 Euro, was einem Plus von knapp entspricht.

Höhere Preise bei Ikea erst der Anfang?

Ikea hat seine teils kräftigen Preissteigerungen mit erhöhten Kosten für Einkauf, Transport und Energie begründet. Die einzelnen Preisangaben hat der Möbelhändler nicht kommentiert. Man sei im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 nicht umhingekommen, die Preise für Teile des Sortiments anzupassen, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme.

Weitere Preissteigerungen wollte der größte Möbelhändler in Deutschland nicht ausschließen. Man sei „nicht immun gegen die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen“ - wie deutlich gestiegene Einkaufspreise, nicht nur für das Sortiment, sondern auch für Energie und Transport.

Ikea steht nicht allein da. Auch in den übrigen Möbelhäusern hat es nach Einschätzung des Handelsverbands Möbel und Küchen (BVDM) kräftige Preissprünge gegeben. (sst/dpa)

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