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Fenster bei Hitze besser auf oder zu? Tipps für die Wohnung

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Von: Sven Schneider

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Die Temperaturen steigen, doch in der eigenen Wohnung soll es kühl bleiben. Also Fenster auf oder zu? Experten geben Tipps, wie man bei Hitze lüften sollte.

Hamm - Die Meinungen gehen weit auseinander im Hochsommer. Es gibt die Gruppe Menschen, die die heimischen vier Wände völlig von der Außenwelt abschottet, sobald die Temperaturen die 30-Grad-Marke überschreiten. Andere öffnen trotz der aktuellen Hitzewelle in NRW Türen und Fenster und schaffen somit im besten Fall einen Luftstrom. Doch was ist effektiver gegen Hitze in der Wohnung? Experten geben einige Tipps.

Hitze in der Wohnung: Sollten die Fenster geöffnet oder geschlossen werden?

Eine simple Frage kann schnell geklärt werden: Wer die Wohnung oder das Haus tagsüber verlässt, sollte die Fenster geschlossen halten. So bleibt nicht nur die Wärme draußen, auch ein Luftstrom von außen würde die eigenen vier Wände lediglich an die hohen Außentemperaturen anpassen. Wer kann, sollte zudem die Fenster per Rollo abdunkeln, damit auch das Sonnenlicht draußen bleibt.

Kniffliger wird es hingegen, wenn man zuhause bleibt. Denn wer die Fenster bei Hitze tagsüber geschlossen hält, der geht das Risiko ein, dass sich nach und nach die Luftfeuchtigkeit in den Räumen erhöht.

Auf lange Sicht begünstigt das nicht nur die Bildung von Schimmel, auch sorgt die hohe Luftfeuchtigkeit dafür, dass sich die Wärme noch deutlich unangenehmer anfühlt. Grundsätzlich gilt jedoch: Ist es trotz geschlossener Fenster angenehm, wäre es doch kontraproduktiv, daran etwas zu ändern.

Fenster zu oder auf bei Hitze? Experten empfehlen Dauerlüften in der Wohnung

Experten sind sich aber sicher: Wer für genügend Durchzug in der Wohnung sorgen kann, sollte dies auch bei Hitze tun. Zwar ist die Luft, die durch die offenen Fenster in die eigenen vier Wände gelangt, wärmer. Der ständige Luftstrom jedoch hat eine kühlende Wirkung. Gegenüberliegende Fenster eignen sich dafür optimal. Ein Ventilator unmittelbar vor dem Fenster kann den Durchzug verstärken.

BAYERN 1 Wetterexpertin Hana Hofman rät zudem, die Fenster zwar zu öffnen. Dort, wo die Sonne direkt drauf scheint, die Rollos aber bis auf einen kleinen Spalt zu schließen. Ebenso Pflicht: morgens sollte die Wohnung komplett gelüftet werden. So gelangt frische Luft hinein, die sich zudem noch nicht aufgeheizt hat.

Besonders Arbeitnehmer im Homeoffice sollten auf ihr eigenes Befinden achten. 15 Liter Kohlenstoffdioxid atmen Menschen pro Stunde aus. Das sorgt dafür, dass die Luft im Büro schnell verbraucht ist. Sinkt der Sauerstoffanteil in der Luft, ermüdet der Körper schneller, die Konzentration leidet. Wer sich lange im freien und in der prallen Sonne aufhält, riskiert einen Sonnenstich oder Hitzschlag. Es gibt einen Unterschied.

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