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Neue Regel bei Lidl, Aldi und Co.: Was Kunden über 5xD wissen müssen

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Von: Tobias Becker

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Supermärkte und Discounter in Deutschland stellen um: Vielerorts gibt es bald die „5xD“- bzw. „5D“-Regel. Was steckt dahinter? Welche Folgen hat das für Kunden? 

Hamm - Es hat einige Zeit gebraucht, nun geht es aber Schlag auf Schlag: Deutschlands Discounter-Riesen wie Lidl oder Aldi setzen eine wichtige Regelung um, die das Fleisch betrifft. Somit sind auch viele Verbraucher direkt betroffen. Genauer gesagt, geht es um die sogenannte 5xD-Regel (ausgesprochen: „fünf mal D“), auch als 5D-Regel bezeichnet. Was kryptisch aussieht, soll künftig für Verbesserungen in diversen Bereichen sorgen.

DiscounterLidl
HauptsitzNeckarsulm (Baden-Württemberg)
Jahresumsatz100,8 Milliarden Euro (2021)
Mitarbeiterzahl192.920 (2019/20)
Gründungsjahr1973

Neue Regel bei Lidl, Aldi und Co.: Das müssen Kunden über 5xD wissen

Nun ist 5xD gerade ein großes Thema für Supermärkte wie Aldi oder Edeka, aber für was stehen die Ds? „Dass jeder Schritt der gesamten Wertschöpfungskette bei konventionellem Schweinefrischfleisch in Deutschland stattfindet“, erklärte Aldi Süd bereits in einer Pressemitteilung vor einigen Monaten, wie HEIDELBERG24 berichtet.

Bedeutet im Klartext: Die Geburt des Schweins sowie Aufzucht, Mast, Schlachtung und Verarbeitung finden in Deutschland statt. Das „D“ steht für Deutschland. Die 5 für jeden einzelnen Schritt der Produktionskette von Schweinefleisch. Künftig soll das Schweinefleisch, dass es in Supermärkten zu kaufen gibt, also vollumfänglich aus Deutschland kommen.

„5xD“ oder „5D“-Regel im Supermarkt: Diese Neuerung versteckt sich dahinter

Bislang gab es schon die 4D-Regel, nach der zwar die Produktion in Deutschland stattfand, allerdings Schweine auch importiert werden konnten. Nun sollen auch die Schweine, aus denen das Schweinefleisch hergestellt wird, aus Deutschland kommen, so dass aus 4D nun 5D oder 5xD wird. Diese Umstellung zur 5xD-Regelung, die bereits zum Jahreswechsel angekündigt wurde, soll zwei positive Folgen haben.

Zum einen soll durch die 5xD-Regel beim Schweinefleisch das Tierwohl gefördert werden. Zum anderen wird die deutsche Landwirtschaft durch die Umstellung unterstützt. Von einer Zusage „für eine langfristige und nachhaltige Stärkung der heimischen Landwirtschaft“ ist beispielsweise in einer Pressemitteilung der Rewe Group die Sprache.

„5xD“-Regel im Supermarkt: Von Aldi bis Lidl – hier wird umgestellt

Allerdings gibt es auch Ausnahmen, die beispielsweise Aldi Süd in einer Pressemitteilung 2021 kennzeichnete. Demnach gehören internationale Spezialitäten, Bio-Produkte, Filet und Tiefkühlartikel nicht in den Rahmen der 5D-Regel. Die 5D-Regel setzen Supermärkte und Discounter wie Aldi Süd und Nord, Lidl, Edeka, Penny oder Rewe um.

Wobei nicht jeder zum selben Zeitpunkt startet. Lidl hat im Juni 2022 auf 5xD umgestellt, wollte allerdings schon im ersten Quartal des Jahres den Schritt gehen. Aldi beispielsweise will Ende 2022 umstellen. Die Rewe Group hingegen schreibt in einer Mitteilung: „Bis Sommer 2022 stellen Rewe und Penny rund 95 Prozent des konventionellen Schweinefrischfleisch-Sortiments auf deutsche Herkunft um.

„5xD“-Regel im Supermarkt: Das bedeutet die Umstellung für Kunden

Die Auswirkungen für Kunden werden vermutlich vor allem in der Preisgestaltung zu finden sein. Zwar sind die Auswirkungen noch nicht erkennbar, aber höchstwahrscheinlich werden sie aufgrund der Umstellung in der Produktion sowie der der Erhöhung der Mindestpreis-Zahlungen auch im Verkauf steigen.

Generell stehen bei Discountern und Supermärkten immer wieder Änderungen an und viele Unternehmen probieren auch Innovationen aus. So testet Aldi derzeit einen neuen Weg der „Alterskontrolle“ beim Verkauf von Alkohol. In Sachen Tierhaltung soll sich ebenfalls einiges ändern, so dass Lidl zum Beispiel nur noch Milch aus Haltungsform 3 und 4 verkauft. Darüber hinaus bietet der Discounter einen neuen Service an: Denn jetzt können Kunden auch mit Lidl umziehen. (tobi)

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