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Online-Lieferdienst „Gorillas“ schließt in NRW mehrere Standorte

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„Gorillas“ schließt mehrere Standorte in NRW. In Dortmund, Münster, Bochum und Gelsenkirchen ist Schluss mit dem Online-Lieferdienst für Lebensmittel.

NRW - Der Lieferservice „Gorillas“ steht in mehreren NRW-Städten offenbar vor dem Aus. Darüber berichten verschiedene Medien. War es für die Kunden bequem, sich Lebensmittel nach Hause bringen zu lassen, ist damit jetzt zumindest seitens dieses Anbieters erst einmal Schluss.

Wie RUHR24.de berichtet, verabschiedet sich „Gorillas“ aus Dortmund. Bei der WAZ heißt es, dass auch die Standorte Gelsenkirchen, Bochum und Münster betroffen sind.

„Gorillas“: Online-Lieferdienst für Lebensmittel in NRW-Städten vor dem Aus

Das Berliner Unternehmen „Gorillas“ ist erst 2020 gegründet worden - mit dem Versprechen, Lebensmittel für wenig Geld, schnell und unkompliziert zu den Kunden nach Hause zu bringen. Dafür hielt „Gorillas“ ein App, Lager und Fahrradkuriere vor.

Im Juli dieses Jahres schloss das Unternehmen aber bereits Standorte in Italien - das Aus für 500 Arbeitsplätze. Und auch in Dortmund ist einem Bericht der Ruhr Nachrichten zufolge bereits Schluss. Gerüchte, dass die Standorte im Ruhrgebiet aufgegeben werden, kursierten jedenfalls schon länger. Laut dem Bericht, in dem schlechtgelaunte Mitarbeiter zitiert werden, sind die Fahrer bereits entlassen worden, die Lagerdienstmitarbeiter werden noch bis Ende dieses Monats bezahlt.

„Gorillas“ in Essen soll vorerst erhalten bleiben - Lieferdienst-Konkurrenz schläft nicht

Nur das Lager in Essen soll erhalten bleiben. Eine Unternehmenssprecherin sagte der WAZ, man liefere weiterhin im Essener Stadtgebiet. Der Service erfreue sich bei den Essenern großer Beliebtheit. Allerdings: Die Konkurrenz schläft nicht. Dem Bericht zufolge sind in Essen auch die Lieferdienste Picnic, Flink, Wolt und Flaschenpost aktiv.

Neben Essen bleiben in NRW anscheinend auch die „Gorillas“-Standorte Bonn, Düsseldorf und Köln erhalten - zumindest in der App sind diese Standorte laut RUHR24.de weiter verfügbar.

„Gorillas“ gibt unrentable Standorte in NRW auf - mit dieser Begründung

Doch warum ist an mehreren Standorten schon nach recht kurzer Zeit wieder Schluss? Wie „Gorillas“ offenbar mehreren Medien sagte, müsse man unrentable Lager in den Städten Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen und Münster ab August schließen und sich im Zuge dessen auch von „Crewmitgliedern“ trennen. Hintergrund sei, das man daran arbeite, die Marke weiter zu stärken. „Um ein nachhaltiges und profitables Wachstum zu erreichen, müssen wir jedoch auch die Performance aller unserer Warenhäuser kontinuierlich bewerten und uns auf die profitabelsten Standorte konzentrieren.“

Alles in allem lässt sich festhalten: Während Lebensmittel-Lieferdienste von den Corona-Lockdowns profitiert hatten - davon, dass Menschen ungerne im Supermarkt/Discounter einkaufen gehen wollten -, ist die Lage für die Dienste seit dem Ende der Corona-Regeln wieder schwieriger.

Das Ende von „Gorillas“ ist nicht die einzige Änderung, auf die sich Verbraucher im August 2022 einstellen müssen - es kommen auch Änderungen bei Energiekosten, 9-Euro-Ticket und Arbeitsverträgen auf sie zu.

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