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Auch ING und DKB: Immer mehr Direktbanken wollen Gebühren für die Girocard

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Von: Simon Stock

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Die kostenlose Girocard wird zum Auslaufmodell: Immer mehr Direktbanken verlangen für die Zahlungskarte eine Gebühr. So teuer wird es jetzt für Kunden.

Hamm - Fast jeder hat eine im Portemonnaie: die Girocard. Das unscheinbare blau-weiße Symbol mit dem Zahlenfeld prangt auf vielen Geldkarten. Abheben und Bezahlen - alles kein Problem mit der beliebten Zahlungskarte. Doch bei immer mehr klassischen Direktbanken in Deutschland wird die einst kostenlose Girocard zum Auslaufmodell. Immer häufiger drohen Kunden Gebühren.

ZahlungskarteGirocard, Girokarte
Alter, populärer NameEC-Karte

Gebühren für Girocard: Kunden von Direktbanken müssen künftig zahlen

Nicht nur ein Teil der klassischen Geschäftsbanken und Sparkassen verlangt für die Girocard eine Gebühr, sondern auch immer mehr Direktbanken. ING Deutschland, DKB Bank und Co. setzen stattdessen verstärkt auf die Visa Zahlungskarte (Visa Debitcard), die sie kostenlos anbieten.

Die ING Deutschland, nach eigenen Angaben die größte Direktbank des Landes, verlangt ab Anfang März 2022 für die Girocard eine Gebühr von 0,99 Euro pro Monat. Die erste Belastung erfolgt laut Geldinstitut im April. Für Neukunden gilt dies bei der Eröffnung eines Girokontos ab Anfang April. Bestandskunden müssen der Änderung zustimmen.

Die Zahlungskarte von Visa bleibt dagegen kostenfrei. Diese sei weltweit verwendbar und werde mittlerweile von den meisten Händlern vor Ort akzeptiert, auch fürs mobile Bezahlen, teilte ING Deutschland mit. Sie könne im Gegensatz zur Girocard uneingeschränkt für Online-Einkäufe eingesetzt werden.

Gebühren für Girocard: ING Deutschland, DKB und andere stellen um

Auch die Direktbank DKB Bank setzt seit November 2021 bei Neukunden auf die Visa Debitkarte, die kostenlos angeboten wird. Wollen Neukunden zusätzlich die Girocard, müssen sie dafür 0,99 Euro monatlich zahlen. Ab dem ersten Halbjahr 2022 soll die Visa Debitkarte an die mehr als 4,8 Millionen Bestandskunden ausgegeben werden, die Girocard bleibt für diese kostenlos.

Bei der Consors Bank kostet die optional hinzubuchbare Girocard bei Kontoeröffnung ab 27. März 1,00 Euro pro Monat pro Kontoinhaber. Die Visa Debitkarte ist kostenlos. Comdirect setzt ebenfalls seit Frühjahr vor allem auf die kostenfreie Visa Debitkarte, die Girocard kann optional aber weiterhin ohne Gebühren dazu gebucht. Die Visa Debitkarte könne sowohl fürs Online-Shopping als auch kontaktlos an der Ladenkasse oder mobil mit Apple Pay und Google Pay genutzt werden, argumentiert die Commerzbank-Tochter.

Das Girocard-Symbol prangt auf vielen Bankkarten.
Die kostenlose Girocard wird zum Auslaufmodell: Immer mehr Direktbanken verlangen für die beliebte Zahlungskarte eine Gebühr. © Simon Stock

Gebühren für Girocard in Deutschland: Druck durch Mastercard

Unter Druck gerät die Girocard, von der es in Deutschland rund 100 Millionen gibt, auch aus einer anderen Richtung. Ab 1. Juli 2023 dürfen nach einer Entscheidung des US-Kartenriesen Mastercard keine Maestro-fähigen Girokarten mehr ausgegeben werden, die den Einsatz der Zahlungskarte im Ausland ermöglichen. Die Deutsche Kreditwirtschaft versichert, Banken und Sparkassen könnten auch nach dem Wegfall des Maestro-Systems gewährleisten, dass ihre Kunden die Girocard im Ausland weiter nutzen könnten.

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