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Gefrierbrand: Sind Brot, Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse noch essbar?

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Von: Tobias Hinne-Schneider

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Ist beim Tiefkühlen etwas schiefgegangen, können Lebensmittel Gefrierbrand bekommen. Kann ich Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse noch essen? Oder besteht Gefahr? 

Hamm - Gefrierbrand entsteht immer dann, wenn zu viel Luft beim Einfrieren an Lebensmittel gelangt - oder, wenn die Kühlkette unterbrochen wird. Das passiert schnell, vor allem, wenn man Brot, Fleisch, Fisch, Gemüse oder Obst zu Hause selber einfriert. Bei der Ernährung sollten Sie einiges beachten, wenn Lebensmittel unter Gefrierbrand leiden bzw. gelitten haben.

Ist Gefrierbrand gefährlich? Was tun mit Brot, Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse?

Gefrierbrand lässt sich schnell erkennen: Geflügel, Obst und Gemüse verfärben sich an den betroffenen Stellen weiß; rotes Fleisch und Fisch bekommen grau-braune Stellen. Aber auch Eiscreme kann Gefrierbrand bekommen - das lässt sich dann schnell an den vielen Eiskristallen erkennen, die sich auf der Oberfläche bilden.

Grundsätzlich ist Gefrierbrand nicht gefährlich, also nicht gesundheitsschädlich. Allerdings schmecken betroffene Lebensmittel nicht mehr so lecker - auch die Nährstoffe sind verloren. Von Gefrierbrand betroffene Stellen können nämlich kein Wasser mehr aufnehmen. Die Lebensmittel verlieren an Geschmack und werden zäh. Fleisch beispielsweise wird beim Kochen ledrig.

Gefrierbrand: Vor Zubereitung betroffene Stellen wegschneiden

Sie müssen das teure Steak oder den Braten aber nicht komplett entsorgen, wenn nur wenige Stellen von Gefrierbrand betroffen sind. Vor der Zubereitung einfach die betroffenen Stellen wegschneiden, dann bleibt der Fleisch-Rest saftig und zart. Gleiches gilt auch bei den anderen Lebensmitteln.

Generell lassen sich viele Lebensmittel einfrieren. Dazu zählen Fleisch, Fisch, Gemüse, Beeren, Brot und gekochte Lebensmittelreste. Auch Butter lässt sich einfrieren. Beim Einfrieren von Spargel sollten Sie einen typischen Fehler unbedingt vermeiden. Aber nicht alle Lebensmittel lassen sich uneingeschränkt im Tiefkühlfach lagern. Die niedrigen Temperaturen würden Konsistenz und Textur zerstören. Beispielsweise verfärben sich Äpfel, Bananen, Kirschen und andere Obstsorten nach einer gewissen Zeit braun und verlieren an Aroma. Auch Salatgurken, Tomaten und Radieschen sind ungeeignet, sie werden beim Auftauen matschig. Rohe Eier und Joghurt sind ebenfalls ungeeignet.

Fleisch in einem Supermarkt
Wer rohes Fleisch einfrieren möchte, der sollte das mit möglichst wenig Luft tun, sonst droht Gefrierbrand. © Armin Weigel/dpa/Symbolbild

Gefrierbrand: Tipps zum Einfrieren

Um Gefrierbrand zu vermeiden, sollten Sie bereits beim Einfrieren einige Tipps beachten:

Gefrierbrand: Das sollten Sie beim Auftauen beachten

Wer seine Lebensmittel jetzt richtig eingefroren hat, der hat allerdings erst die Hälfte des Weges geschafft. Denn das richtige Auftauen ist genauso wichtig. Beim Auftauen können sich sonst Bakterien rasant vermehren. In dem Auftauwasser von Geflügel können sich sonst schädliche Salmonellen bilden. Fleisch sollte grundsätzlich langsam im Kühlschrank aufgetaut werden. Die dabei austretenden Fleischsäfte sollten aber nicht mit anderen Lebensmitteln in Kontakt kommen.

Muss es schnell gehen, lässt sich Gefriergut in einem warmen Wasserbad (60 Grad) auftauen. Dazu einfach den Gefrierbeutel samt Inhalt in das Wasserbad legen. Auch die meisten Mikrowellen haben eine Auftau-Funktion. Je nach Größe kann das einige Minuten dauern - zwischendurch sollte aber das Tauwasser abgeschüttet werden. Wer die Mikrowelle auf eine zu große Leistung stellt, der läuft Gefahr, dass die Lebensmittel nur an der Außenseite gar sind. 180 bis maximal 240 Watt sind genug Leistung zum Auftauen.

Anders als Fleisch lässt sich Brot am besten im Backofen auftauen, Obst bei Zimmertemperatur oder in der Mikrowelle. Gefrorenes Gemüse sollte direkt ins heiße Wasser gegeben werden.

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