1. wa.de
  2. Verbraucher

Neuen Öffnungszeiten bei Aldi – Discounter schließt ab November früher

Erstellt:

Von: Simon Stock

Kommentare

Aldi schließt im Winter 2022/2023 seine Filialen früher. Es gelten seit dem 1. November neue Öffnungszeiten beim Discounter. Grund ist die Energiekrise.

Hamm - Die extremen Energiekosten machen Verbrauchern und Unternehmen in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland zu schaffen. Der Discounter-Riese Aldi Nord verkürzt nun als Reaktion auf die Kostenexplosion die Öffnungszeiten seiner Filialen.

UnternehmenAldi
HauptsitzEssen
Gründung1961

Aldi hat neue Öffnungszeiten – seit November schließt der Discounter früher 

Aldi Nord kündigte am Dienstag (18. Oktober) als erster Lebensmittelhändler an, seine Märkte künftig früher zu schließen. Das Unternehmen wolle damit aktiv einen Beitrag zum Energiesparen leisten, teilte Aldi Nord auf Twitter mit. Die Maßnahme gilt ab 1. November 2022 und soll für den ganzen Winter gelten. Ein Enddatum für die einschneidende Maßnahme wurde nicht genannt.

Wer es gewohnt ist, nach 20 Uhr bei Aldi einzukaufen, weil die Geschäfte dann leerer sind oder der Dienstplan es nicht anders zulässt, muss seit dem 1. November umdenken.

Statt um 21 beziehungsweise 22 Uhr schließen die Filialen einheitlich bereits um 20 Uhr. Nur Märkte, in denen längere Öffnungszeiten vorgegeben sind, sollen davon ausgenommen bleiben. Das betreffe Märkte in Einkaufszentren sowie Filialen, in denen die Kundenfrequenz zwischen 20 und 21 Uhr besonders hoch sei, sagte Nicolás de Lope, Sprecher der Verwaltungsratsbevollmächtigten, den Helmstedter Nachrichten.

Aldi Nord: Verkürzte Öffnungszeiten bis 20 Uhr - in der Regel

Erst Ende September hatte der Vorstoß von Tegut-Chef Thomas Gutberler, Supermärkte sollten wegen der Energiekrise die Öffnungszeiten kürzen, für große Diskussionen bei Rewe, Kaufland, Aldi, Lidl und Edeka gesorgt.

Ein Sprecher von Aldi Nord schloss in dem Zusammenhang auf Nachfrage von wa.de grundsätzlich keine Maßnahmen zum Energiesparen kategorisch aus - „auch nicht die Anpassung der Öffnungszeiten“, teilte ein Sprecher seinerzeit mit und verwies auf zahlreiche Effizienzmaßnahmen des Unternehmens nicht erst seit Beginn des Ukraine-Krieges.

Jetzt hat wa.de erneut nachgefragt, ob nach Aldi auch andere Discounter und Supermärkte ihre Öffnungszeiten verkürzen. Die Antwort von Edeka, Rewe, Penny, Kaufland und Lidl ist eindeutig.

Kunden von Aldi Nord müssen sich nicht nur auf kürzere Öffnungszeiten einstellen. Der Discounter baut bis 2023 auch alle seine Filialen um. Treue Aldi-Kunden müssen sich nach der radikalen Neuerung umorientieren.

Auch interessant

Kommentare