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Änderungen im Februar 2022: Steuererklärung, Facebook und Corona-Regeln

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Von: Simon Stock

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Im Februar 2022 ändert sich einiges. Millionen Menschen sind davon betroffen. Es geht um Steuerklärung, Internet-Hass, Novavax, Impfzertifikat und einiges mehr.

Hamm - Der Februar 2022 kommt - und mit ihm kommen Änderungen, die den Alltag von Millionen Menschen in Deutschland betreffen. Im kürzesten Monat des Jahres gibt es wichtige neue Regelungen bei Steuererklärung, Corona-Bonus, Streaming-Abo und mehr.

MonatFebruar 2022
Tage28
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Änderungen im Februar 2022: Fristverlängerung bei Steuererklärung

Steuererklärung: Wer eine Steuererklärung für 2020 abgeben muss und sie von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfe-Verein erstellen lässt, kommt in diesem Jahr in den Genuss einer längeren Abgabefrist. Wegen der Corona-Krise gibt das Finanzamt drei Monate mehr Zeit. Eigentlich war der letzte Termin für die Abgabe Ende Februar 2022. Die Frist endet nun am 31. Mai 2022.

Soziale Netzwerke/Internet: Am 1. Februar tritt das geänderte Netzwerkdurchsetzungsgesetz in Kraft. Das Gesetz mit dem komplizierten Namen ist ein wichtiger Schritt gegen Hassrede im Netz. Es verpflichtet die Betreiber von sozialen Netzwerken wie WhatsApp, Facebook, TikTok, Youtube und Telegram mutmaßliche strafbare Inhalte auf ihren Plattformen nicht nur zu löschen, sondern sie - wie auch IP-Adressen oder Passwörter von Verdächtigen - dem Bundeskriminalamt zu melden, sofern es eine Beschwerde gab.

Impfzertifikat: Zum Februar gibt es eine Änderung bei der Gültigkeit des Impf- oder Genesenennachweises. Ab dem 1. Februar verlieren Impfzertifikate (ohne Booster-Impfung) nach exakt neun Monaten nach der letzten Impfung ihre Gültigkeit. Wie lange das Zertifikat nach einer Booster-Impfung gültig bleibt, ist noch nicht geregelt.

Änderungen im Februar 2022: Corona-Bonus nicht mehr lange steuerfrei

Vereinfachtes Reisen: Bei Reisen ins Ausland greift ab 1. Februar innerhalb der EU-Länder eine einheitliche Regelung. Menschen, die gegen Corona geimpft sind oder von dem Virus genesen, sollen für die Einreise in ein anderes Land der EU grundsätzlich keinen zusätzlichen Corona-Test - PCR- oder Antigen - mehr benötigen, sofern sie den europaweit gültigen Corona-Pass vorlegen können. Nicht mehr entscheidend ist dann, wie hoch die Inzidenz in dem Herkunftsland des Reisenden ist.

Corona-Bonus: Wenn Arbeitgeber ihren Beschäftigten einen Corona-Bonus zahlen, ist dieser nicht mehr lange steuerfrei - und zwar nur noch bis zum 31. März. Danach läuft die Steuerbefreiung aus. In einigen Bereichen erhalten Arbeitnehmer 2022 einen Corona-Bonus. Aber wer hat Anspruch darauf?

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Die Änderungen im Februar 2022 haben Auswirkungen auf das Geld vieler Menschen in Deutschland. © Patrick Pleul/dpa

Änderungen im Februar 2022: Corona-Imfpfstoff Novavax kommt

Novavax kommt: Im Laufe des Februars wird die Auswahl an Corona-Impfstoffen größer. Nach den in Deutschland zugelassenen Vakzinen von Biontech, Moderna, Astrazeneca und Johnson & Johnson steht dann auch der Protein-Impfstoff von Novavax zur Verfügung. Bis zum 21. des Monats will der Bund 1,75 Millionen Dosen bereitstellen. In Nordrhein-Westfalen richtet sich das Impfangebot mit Novavax aber nur an eine Zielgruppe.

Ausbildungsprämie: Die Ausbildungsprämie, die bislang von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt wurde, läuft im Februar aus. Die Prämie sollte Unternehmen einen Anreiz geben, auch während der Corona-Krise Auszubildende einzustellen. Sie wird in diesem Monat zum letzten Mal ausgezahlt, wenn ein Azubi zwischen dem 1. Juni 2021 und dem 15. Februar 2022 eingestellt wurde oder wird. Berechtigt sind Betriebe mit bis zu 499 Beschäftigten.

Änderungen im Februar 2022: DAZN erhöht Preise für Streaming

DAZN erhöht Preise: Der Streaming-Dienst DAZN erhöht ab dem 1. Februar seine Preise kräftig - und zwar fast um das Doppelte. Betroffen von der Preispolitik sind Neukunden und Abonnenten, die ihre Mitgliedschaft reaktivieren. Der Aufschrei im Netz ist nach der DAZN-Preiserhöhung groß. Fans von Borussia Dortmund sind besonders betroffen.

Olympia: Es ist zwar keine Änderung von Gesetzen oder Regeln, hat aber Einfluss auf Millionen Sportbegeisterte in Deutschland: Am 4. Februar beginnen die Olympischen Winterspiele in Peking (China). Wer bei Biathlon, Skispringen, Eishockey und Rodeln live dabei sein möchte, muss sich wegen der Zeitverschiebung auf lange Nächte einstellen.

2022 ändert sich insgesamt einiges: Bei Führerschein, Mindestlohn und Kündigungsfristen müssen die Bürger in Deutschland sich auf Änderungen einstellen. Ein Überblick.

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