Im Supermarkt

Einkaufswagen noch Pflicht? Welche Corona-Regeln bei Rewe, Edeka, Aldi und Lidl gelten

Sind Einkaufswagen noch Pflicht im Supermarkt? Welche Corona-Regeln gelten beim Einkaufen in NRW? Das ist ab September bei Aldi, Lidl, Rewe und Edeka zu beachten.

Hamm - Einkaufen im Supermarkt ist in NRW wieder deutlich entspannter. Mit Maske, aber ohne Test geht es weiter zu Aldi, Rewe, Lidl, Edeka und Kaufland. Doch was ist mit der Pflicht einen Einkaufswagen zu nehmen? Gilt sie immer noch? Seit Ende August gilt die jüngste Coronaschutzverordnung in Nordrhein-Westfalen. Das sind die Regeln für den Einkauf in Zeiten von Corona in NRW.

BundeslandNRW
Bevölkerung17,93 Millionen
HauptstadtDüsseldorf
MinisterpräsidentArmin Laschet

Einkaufswagen Pflicht im Supermarkt? Corona-Regeln beim Einkaufen geändert

Supermärkte durften seit Pandemie-Beginn ohnehin durchgängig öffnen. Aldi, Rewe, Lidl, Edeka und Co. versorgen Menschen mit Produkten für den täglichen Bedarf und waren daher von Lockdown-Maßnahmen ausgenommen. Aber natürlich galten und gelten auch für das Einkaufen im Supermarkt bestimmte Regeln. Vorneweg die Maskenpflicht: Kunden müssen eine Maske tragen. Ein Negativ-Test oder ein Impfnachweis sind nicht nötig. Dies gilt zurzeit auch für andere Einzelhändler wie Möbelhäuser oder Bekleidungsgeschäfte.

Doch ein Punkt war in der Corona-Schutzverordnung in NRW festgeschrieben: Es gab im Einzelhandel Zutrittsbeschränkungen. Das galt auch für den Supermarkt wie Aldi, Rewe, Lidl oder Edeka. Diese Beschränkung war an die Größe des Ladenlokals gebunden. So gab es eine Personenbegrenzung pro Quadratmeter. Viele Supermärkte wie zum Beispiel Edeka platzierten Aufsteller in den Eingangsbereich und dokumentierten dort, wie viele Kunden gleichzeitig in das Ladenlokal dürfen.

Pflicht zum Einkaufswagen im Supermarkt hat zwei Gründe

Hier etablierte sich im Supermarkt ein einfacher Trick. Aldi, Rewe, Lidl, Edeka und Co. schrieben ihren Kunden vor, einen Einkaufswagen zu nutzen. Das hatte gleich einen doppelten Effekt: Die Supermärkte konnten so die Zahl der Kunden kontrollieren. Die Zahl der Einkaufswagen wurde reduziert und es durften nur Kunden ins Geschäft, wenn ein freier Einkaufswagen zur Verfügung stand - auch wenn Kunden vielleicht nur ein oder zwei Produkte kaufen wollten.

Zweiter Effekt: Es konnte der 1,5-Meter-Abstand zwischen fremden Personen reguliert werden. Wer an der Kasse stand, musste einen Einkaufswagen vor sich herschieben. So konnte ein Gedrängel an engen Stellen vermieden werden. Aber: Die Pflicht zum Einkaufswagen war natürlich nie gesetzlich vorgeschrieben. Die Supermärkte wie Aldi, Rewe, Lidl, Edeka und Kaufland haben in ihren Geschäften Hausrecht und setzen so die Einkaufswagen-Pflicht durch.

Erste Händler ohne Pflicht zum Einkaufswagen: Corona-Regeln im Supermarkt im September

Doch was gilt nun mit der NRW-Coronaschutzverordnung, die vorerst bis zum 17. September in Kraft ist? Es gibt im Einzelhandel in NRW keine strikte Personenbeschränkung mehr. So heißt es nur, dass der Zugang für Kunden so begrenzt werden muss, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen fremden Personen sichergestellt ist. Wie der jeweilige Einzelhändler diese Regel umsetzt, ist ihm überlassen.

Das heißt: Eine generelle Aussage darüber, ob ein Einkaufswagen im Supermarkt Pflicht ist, lässt sich nicht treffen. Einige Supermärkte verpflichten ihre Kunden nicht mehr dazu, andere behalten die Regel für das Einkaufen bei. Kunden sollten sich am Eingang des Marktes von Aldi, Rewe, Lidl, Edeka, Kaufland und Co. darüber informieren. Zuletzt hatten einige Filialen der genannten Supermärkte geschlossen. Hintergrund war ein Streik der Gewerkschaft verdi.

In NRW stabilisiert sich indes die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. In Nordrhein-Westfalen liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 120.

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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