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Eier kaufen: So deuten Sie den Code auf dem Ei richtig

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Von: Kristina Köller

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Viele konsumieren Eier. Immer mehr achten auch auf die Herkunft und die Bedingungen der Erzeugung. Wir sagen, worauf Sie achten sollten.

Hamm - Eier stehen in verschiedenster Form auf dem Speiseplan der Menschen, sind fester Bestandteil der Ernährung. Ob als Frühstücksei oder verarbeitet - wer nicht gerade vegan lebt, kommt um das Hühnerei kaum herum. Doch immer mehr Verbraucher wollen wissen, woher ihre Lebensmittel kommen, und unter welchen Bedingungen sie erzeugt wurden. Wir erklären, worauf Sie bei Eiern achten sollten.

Ein Blick auf den Eierkarton reicht jedenfalls nicht. Man muss schon einen genaueren Blick auf das Ei selbst werfen. Darauf steht der Erzeugercode, der Angaben zu Haltungsform, den Ländercode sowie die Nummer des Legebetriebs enthält.

Eier kaufen: Darauf sollten Sie achten - Informationen im Erzeugercode

Welche Zahlen im Code auf dem Ei stehen wofür? Die erste Zahl im Erzeugercode steht laut dpa für die Art der Hühnerhaltung:

Tierschützer kritisieren, dass die Bedingungen in Kleingruppenhaltung (Ziffer 3) für die Tiere schlecht sind. Dort haben die Tiere nur geringfügig mehr Platz als in den inzwischen verbotenen Legebatterien. Jedes Tier aus Kleingruppenkäfighaltung hat laut t-online etwa 0,08 Quadratmeter Platz. In einem Fall aus Billerbeck (NRW) besteht der Verdacht der Tierquälerei - dort wurden mehrere Hühner offenbar tagelang einfach sich selbst überlassen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Eier kaufen: Bodenhaltung, Freilandhaltung, ökologische Erzeugung

Bei der Bodenhaltung (Ziffer 2) haben die Tiere etwas mehr Platz und einen Scharrplatz. Es muss mindestens ein Quadratmeter Bodenfläche pro Tier zur Verfügung stehen. Auslauf haben die Hennen aber nicht, was wiederum Gegenstand der Kritik vieler Tierschützer ist.

Eier stehen bei vielen Deutschen mehrfach wöchentlich auf dem Speiseplan. Doch wie steht es um die Herkunft? Was Verbraucher wissen sollten.
Eier stehen bei vielen Deutschen mehrfach wöchentlich auf dem Speiseplan. Doch wie steht es um die Herkunft? Was Verbraucher wissen sollten. © Christin Klose/dpa

Bei der Haltungsform mit der Ziffer 1 stammen die Eier aus Freilandhaltung. Die Hennen haben tagsüber Auslauf ins Freie. Jedem Tier müssen hier mindestens vier Quadratmeter zur Verfügung stehen. Im Stall gibt es Sitzstangen, Nester und Einstreu.

Eier Kaufen: Haltungsform 1 mit besseren Bedingungen

Wer Eier mit der Ziffer 0 (Ökologische Erzeugung) kauft, weiß, dass der Stall der Legehennen Sitzstangen und mindestens zu einem Drittel eingestreut sein muss. Im Stall teilen sich höchstens sechs Tiere einen Quadratmeter. Zudem muss jedem Tier mindestens vier Quadratmeter Auslauf zur Verfügung stehen. „Im gesamten Stall dürfen maximal 3000 Legehennen gehalten werden“, heißt es bei t-online.

Auch bei der Ernährung der Tiere gibt es bei Ziffer 0 einen Unterschied zu jener in anderen Haltungsformen. Getreide und Mais müssen aus ökologischer Erzeugung stammen und sind die vorwiegende Grundlage beim Futter. Antibiotika als Leistungsförderer, gentechnisch verändertes Futter und Fischmehl sind verboten.

Eier kaufen: Aus diesem Land stammt das Ei wirklich

Für viele Verbraucher ist aber auch relevant, aus welchem Land die Ware herkommt. Nach der ersten Ziffer des Erzeugercodes auf dem Ei finden sich Kürzel, die für das Land stehen, in dem das Ei erzeugt wurde. Auch hier hilft eine Liste weiter.

Eier kaufen: Nummer gibt Auskunft über Herkunfts-Bundesland

Kommen die Eier aus Deutschland, gibt eine weitere Nummer (jene nach dem Kürzel „DE“) Auskunft darüber, aus welchem Bundesland das Ei kommt. Auch dazu gibt es laut dpa eine Übersicht.

Eier kaufen: Nummer auf dem Karton gibt über Herkunft keine Auskunft

Die Nummer auf dem Karton ist übrigens die Packstellennummer, die lediglich angibt, wo die Eier verpackt wurden. Selbst wenn das in Deutschland passiert ist, können sich im Karton trotzdem Eier aus anderen Ländern befinden. Nur der Blick auf das Ei selbst hilft also wirklich weiter.

Wer täglich seinen Eiweißbedarf abdeckt, der kurbelt nicht nur seinen Muskelaufbau an, sondern auch den Fettabbau. Dafür braucht es aber nicht immer nur Eier. Auch diese Lebensmittel sind gute Proteinquellen.

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