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Eichenprozessionsspinner: So schützen Sie sich vor Symptomen wie Ausschlag

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Von: Daniel Schinzig

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Der Eichenprozessionsspinner kann gefährlich sein für Menschen. Doch es gibt Möglichkeiten, sich vor den giftigen Haaren zu schützen. Das sollten Sie beachten.

Hamm - Bald sind sie wieder in Massen an unzähligen Bäumen zu sehen: Eichenprozessionsspinner. Im ersten Moment sieht das wuselige Treiben der kleinen Tierchen faszinierend aus. Doch man sollte sich nicht täuschen lassen: Die feinen Haare der Raupen sind für Mensch und Tier durchaus gefährlich. Und das nicht nur bei Berührung. Wer bestimmte Sachen beachtet, kann sich aber vor Symptomen wie Ausschlag oder Atemnot schützen.

Eichenprozessionsspinner: So schützen Sie sich vor Ausschlag und anderen Symptomen

Das besonders fiese beim Eichenprozessionsspinner: Die bis zu 500.000 feinen Haare, mit denen er bedeckt ist, können leicht brechen und durch den Wind hunderte Meter weit verbreitet werden. Das heißt, man muss die Raupen nicht einmal berühren, um mit den Haaren in Kontakt zu geraten. Es ist auch möglich, wenn man Abstand zu den Schädlingen hält.

Die giftigen Haare der Eichenprozessionsspinner beinhalten das Nesselgift Thaumetopein. Daher können sie beim Menschen Reaktionen auslösen - mitunter sehr gefährliche. Zu den Symptomen bei Kontakt mit den Härchen gehören Ausschlag, Juckreiz, entzündliche Hautreaktionen, Augenreizungen, Fieber und Schwindel. Beim Einatmen der Haare kann es zu Atembeschwerden kommen. Im schlimmsten Fall wird ein allergischer Schock ausgelöst.

Daher wird generell dazu geraten, vom Eichenprozessionsspinner befallene Eichen so gut es geht zu meiden und Abstand von den Bäumen zu halten. In vielen Kommunen werden entsprechende Eichen auch gekennzeichnet und abgesperrt. Aber auch, wenn man tatsächlich mit den giftigen Haaren der Raupe in Kontakt gekommen ist, gibt es einige Tipps, durch die man das Auftreten von Symptomen verhindern kann.

So schützen Sie sich gegen den Eichenprozessionsspinner: Ein Überblick

Wie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald auf ihrer Homepage rät, sollte man bei Kontakt mit den Haaren des Eichenprozessionsspinners umgehend die Kleidung wechseln - und zwar unbedingt im Freien. Sichtbare Raupenhaare sollen mit einem Klebestreifen entfernt werden. Die Schuhe sollten nass gereinigt werden.

Eichenprozessionsspinner sind am Stamm einer Eiche zu sehen.
Eichenprozessionsspinner sind am Stamm einer Eiche zu sehen. © Friso Gentsch/dpa

Wieder daheim, sollten Sie direkt unter die Dusche. Die SDW empfiehlt, Körper und Haare gründlich zu reinigen und auch die Augen auszuspülen. Die kontaminierte Wäsche gehört unmittelbar in die Waschmaschine und bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen. Gegenstände wie den getragenen Rucksack oder auch das Auto müssen Sie gründlich nach den Haaren absuchen und ebenfalls reinigen und saugen. Sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen bei Ihnen allergische Reaktionen auftreten, kommen Sie um einen Besuch bei Ihrem Hausarzt wohl nicht herum. Verspüren Sie Atemnot, müssen Sie sofort den Rettungsdienst alarmieren.

Ökotest macht darauf aufmerksam, dass natürlich nicht nur Menschen gefährdet sind. Auch bei Tieren können Symptome bei Kontakt mit den Haaren des Spinners auftreten. Vor allem Hunde geraten beim Schnüffeln in Gefahr, da sie die Haare auf diese Weise schnell einatmen. Zeigt Ihr Haustier Symptome, kühlen Sie die betroffene Stelle und waschen Sie sie ab. Bei allergischen Reaktionen wie Atemproblemen sollten Sie mit Ihrem Vierbeiner schnellstmöglich die Tierarzt aufsuchen.

Natürlich wollen Sie Ihrem Hund so und so möglichst das Beste bieten. Daher greifen Sie vermutlich oft zum teuren Hundefutter. Müssen Sie nicht! Denn den Sieger von Stiftung Warentest gibt es beim Discounter. Und Sie selbst sollten auch auf sich aufpassen. Zumindest, wenn Sie gerne Schokolade essen. Denn bestimmte „Kinder“-Produkte könnten gefährlich sein.

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