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Jetzt droht Reis bei Lidl, Aldi, Rewe und Co. knapp zu werden

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In Supermärkten wie Rewe, Aldi und Lidl stehen Kunden derzeit oft vor leergefegten Regalen. Öl und Mehl sind knapp, nun droht der nächste Engpass.

Kassel – Leere Regale bei Aldi*, Lidl*, Rewe* und Co. sind derzeit keine Seltenheit. Die Lebensmittel-Knappheit ist eine der Folgen des Ukraine-Krieges*. Hamsterkäufe von Mehl, Öl und Nudeln verbessern die Situation nicht gerade. Supermärkte und Discounter reagieren darauf und reglementieren den Verkauf dieser Lebensmittel. Das könnte auch bald bei einem weiteren Grundnahrungsmittel der Fall sein.

Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes wurde in der Woche vom 07. bis 13. März 2022 doppelt so viel Öl als vor dem Beginn des Ukraine-Krieges gekauft. Bei Mehl habe sich der Verkauf sogar verdreifacht. Auch Reis könnte in den Regalen im Supermarkt bald knapp werden. Kein Wunder, ist das beliebte Nahrungsmittel doch eine gute Alternative zu Nudeln, Brot und anderen Getreideprodukten.

Lidl, Rewe, Edeka, Aldi: Nächstes Grundnahrungsmittel könnte knapp werden

Zudem ist Reis lange haltbar und enthält einige gesunde Inhaltsstoffe. Neben Magnesium, Eisen und Zink enthält Reis Vitamin E. Reis liefert auch Kalium, Ballaststoffe und weitere Mineralstoffe, die unter anderem für den Muskelaufbau und die Blutbildung wichtig sind. Nun scheint das Lebensmittel bei Verbrauchern und Verbraucherinnen noch beliebter zu werden: In der zweiten Märzwoche wurde laut des Manager Magazins 74 Prozent mehr Reis gekauft als 2021. Das zeigen Daten des Marktforschungsinstituts IRI.

Leere Regale in Supermärkten und Discountern: Öl, Mehl und Nudeln sind wegen des Ukraine-Konfliktes rar - jetzt könnte auch der Reis knapp werden. (Symbolbild)
Leere Regale in Supermärkten und Discountern: Öl, Mehl und Nudeln sind wegen des Ukraine-Konfliktes rar - jetzt könnte auch der Reis knapp werden. (Symbolbild) © Christoph Soeder/dpa

Nach Nudeln und Mehl: Reis könnte bei Aldi, Lidl, Rewe und Co. teurer werden

Sollten Verbraucher und Verbraucherinnen auch Reis hamstern, könnte das dazu führen, dass Aldi, Lidl, Edeka* und Co. dann auch den Verkauf von Reis reglementieren müssen. Lebensmittel-Preise in Supermärkten sind ohnehin angestiegen*. Reis könnte im Supermarkt also auch teurer werden. Das liegt auch an den Kosten für den Transport von Lebensmitteln: Die Rohöl-Preise sind im Zuge des Ukraine-Konflikts* gestiegen. Probleme bei den Lieferketten gab es schon zu Beginn der Corona*-Pandemie, als Klopapier, Mehl und Hefe rar waren.

Erst Corona, dann der Ukraine-Krieg: Auf Notfall-Situationen kann man sich nicht immer vorbereiten. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat für solche Fälle eine Notfall-Liste erstellt:

Lebensmittel:Menge für 10 Tage:
Wasser20 Liter
Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis3,5 Kilogramm
Gemüse, Hülsenfrüchte4,0 Kilogramm
Obst, Nüsse2,5 Kilogramm
Milchprodukte, Milch2,6 Kilogramm
Fisch, Fleisch, Eier, Volleipulver1,5 Kilogramm
Fette, Öle0,357 Kilogramm
Zucker, Fertiggerichte, Honig, Jod-Salz, Salzstangen etc.Nach Belieben

Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Lebensmittel-Krise wegen Ukraine-Krieg nicht ausgeschlossen

Schon Anfang März 2020 warnte Gesundheitsminister Karl Lauterbach vor einer drohenden Lebensmittel-Krise* angesichts des Ukraine-Konflikts. Er forderte dazu auf, weniger Fleisch zu essen. So könne mehr Getreide und Soja angebaut werden. Lauterbach hatte sich auf einen Twitter-Post von Bernd Ulrich bezogen. Er ist stellvertretender Chefredakteur bei der Zeit. In seinem Tweet sprach er von einer globalen Lebensmittelkrise.

Reisgehört zu den Getreidearten
Pflanzenarten domestiziertOryza sativa und Oryza glaberrima
Pflanzenarten insgesamt19

Vor Ostern drohten auch Eier in den Supermärkten knapp zu werden: Aufgrund des Ukraine-Konflikts stiegen die Energie- und Futtermittelpreise. Deshalb können die Landwirte in den kommenden Monaten weniger Hühner versorgen und halten – und die Versorgung mit Eiern aus Deutschland nicht mehr aufrechterhalten. Auch Toilettenpapier wird wieder knapp* – allerdings nicht wegen Hamsterkäufen. Und auch Dosentomaten könnten bald knapp werden, berichtet wa.de. (ter) *hna.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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