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Edeka und Picnic im Preis-Streit: Lenor, Always und Gilette könnten knapp werden

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Von: Sven Schneider

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Eine Preiserhöhung sorgt für leere Regale bei Edeka und Partner Picnic. Unter anderem können Produkte wie Windeln und Rasierer knapp werden.

Hamm - Wer in den kommenden Tagen und Wochen den Weg in den Supermarkt antritt, der könnte beim Edeka erneut auf leere Regale stoßen. Der Grund sind diesmal nicht Hamsterkäufe inmitten der Corona-Pandemie, sondern einmal mehr ein Streit mit einem Zulieferer. Der möchte mehr Geld, Edeka stemmt sich dagegen. Betroffen sind gleich mehrere Hygiene-Produkte, die nun knapp werden könnten.

Bei Edeka und Picnic werden Hygieneprodukte wegen Preis-Streit knapp

Wochenlang dauerte der Preis-Streit zwischen Edeka und Coca Cola. Der Getränke-Konzern hatte die Preise nach oben angepasst, ehe Edeka vor dem Gericht ein Lieferstopp-Verbot bewirkte. Droht der Supermarkt-Kette nun die nächste Schlammlacht? Wieder will ein Zulieferer die Preise aufgrund der Inflation erhöhen. Wieder stellt sich Edeka quer.

Diesmal geht es um Procter & Gamble, wie die Lebensmittelzeitung berichtet. Sogar von einer Preiserhöhung von bis zu 40 Prozent ist die Rede. Procter & Gamble beliefert Edeka aktuell nur eingeschränkt mit bekannten Marken wie Pampers, Gillette, Oral-B, Ariel, Swiffer und Meister Proper. In einigen Edeka-Filialen könnten die Produkte schon bald knapp werden.

Leere Regale bei Edeka: Preis-Streit bei Hygieneprodukten

Lange hatte sich das US-Unternehmen mit Hauptsitz in Cincinnati, welches in 70 Ländern vertreten ist, bei möglichen Preiserhöhungen trotz der Inflation zurückgehalten. Nun allerdings scheinen Preiserhöhungen gar unausweichlich. Procter & Gamble ist kein seltenes Beispiel.

Schon Unternehmen wie Henkel, L‘Oreal oder Mars haben 2022 die Belieferung einiger Supermärkte aufgrund Preiserhöhungen gestoppt. Die stark eingeschränkte Belieferung von Procter & Gamble an Edeka ist auch im Online-Handel bemerkbar. So können derzeit beim Lieferdienst Picnic Produkte von Lenor, Always und Gilette nicht bestellt werden.

Wie ein Sprecher von Procter & Gamble gegenüber der Lebensmittelzeitung bestätigte, würde das Unternehmen derzeit „intensive, aber konstruktive“ Gespräche über Listenpreiserhöhungen mit Handelspartnern führe. Behauptungen, der US-Konzern hätte die Belieferung einseitig gestoppt, wies Procter & Gamble zurück.

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