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Änderung bei Edeka: Supermarkt muss Produkte aus dem Sortiment nehmen

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Von: Hannah Decke

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Es gibt eine Änderung in den Regalen bei Edeka. Der Supermarkt muss Produkte aus dem Sortiment nehmen - und zwar von seiner Eigenmarke.

Hamm - Beim Lebensmittelkonzern Edeka ändert sich immer wieder etwas in den Regalen: Mal ist ein Streit mit Herstellern der Grund, mal Tier- und Umweltschutz. Jetzt allerdings steht eine Änderung bevor, die der Supermarkt unbedingt verhindern wollte. Produkte der Edeka-Eigenmarke werden aus dem Sortiment geschmissen.

UnternehmenEdeka-Gruppe
Gründung1898, Berlin
HauptsitzHamburg

Änderung bei Edeka: Supermarkt muss Produkte aus dem Sortiment nehmen

Edeka hat vor Gericht gegen den Hersteller Eckes-Granini verloren. Der hatte nämlich im November 2021 eine einstweilige Verfügung gegen einige Edeka-Produkte sowie Albi GmbH erwirkt. Eckes-Granini bezeichnet sich selbst als führenden europäischen Safthersteller.

Der Grund für die einstweilige Verfügung ist laut Medienberichten die Form einer Flasche, die der bekannten Granini-Flasche zu ähnlich sehe. Edeka legte Widerspruch ein, der Fall landete vor Gericht.

Die Lebensmittel-Zeitung berichtete, dass nun die Entscheidung gefallen ist: Die Flaschen von Albi verstoßen gegen das Markenrecht von Eckes-Granini. Konsequenz: Die Produkte der Edeka-Eigenmarke müssen aus dem Sortiment genommen werden und dürfen auch nicht mehr beworben werden.

Änderung bei Edeka: Streit mit verschiedenen Herstellern - es geht um Preiserhöhung

Schon länger befindet sich Edeka mit dem Getränkehersteller im Streit um Konditionen. Um den Druck zu erhöhen, hat Edeka bereits mehrere Produkte von Eckes-Granini aus den Regalen genommen. Eskaliert war auch der Streit mit PepsiCo. Edeka nahm 14 Marken aus dem Sortiment, darunter auch viele beliebte Getränke.

Wie Focus berichtet, forderte Granini wegen gestiegener Herstellungskosten eine Preiserhöhung von rund sechs Prozent. Das habe Edeka aber nicht akzeptieren wollen, wodurch es zum Lieferstopp des Saft-Giganten kam. Edeka ersetzte die Getränke teilweise mit Produkten von Albi. Der deutsche Fruchtsafthersteller Albi besteht seit 1928. Im Jahr 2017 wurde er von Edeka übernommen.

Der Einlassbereich eines Edeka Supermarkts
Der Eingangsbereich eines Edeka Supermarkts © Paul Zinken / dpa

Eine weitere, durchaus aber positive Änderung steht bei Edeka ebenfalls noch in diesem Jahr an: Zusammen mit Netto hat Edeka angekündigt, die Milch-Eigenmarken mindestens auf Haltungsstufe 2 oder höher umzustellen. Auch Aldi will in den kommenden Jahren nachziehen.

Apropos Änderungen in 2022: Durch die hochansteckende Omikron-Variante hat das Land NRW die Corona-Regeln beim Einkaufen angepasst. Es geht um das Tragen von Schutzmasken.

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