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Corona-Selbsttest: Diesen Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden

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Von: Daniel Großert

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Mit einem Selbsttest lässt sich schnell und einfach eine Infektion mit dem Coronavirus nachweisen. Aber: Wer diesen Fehler macht, riskiert ein falsches Ergebnis.

Hamm - Angesichts der aktuell hohen Infektionszahlen war es wohl noch nie so wahrscheinlich, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, wie jetzt. Entsprechend ratsam ist es, sich möglichst regelmäßig selbst zu testen oder testen zu lassen. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass man eine eventuell unbemerkte Infektion weiter verbreitet. Doch Vorsicht: Beim Corona-Selbsttest können einige Fehler gemacht werden, die unter Umständen zu falschen Ergebnissen führen.

LandDeutschland
PräsidentFrank-Walter Steinmeier
HauptstadtBerlin

Corona-Selbsttest: Welche Fehler man unbedingt vermeiden sollte

Seitdem sie für die breite Masse verfügbar sind, dürfte mittlerweile nahezu jeder Mensch in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland schon einmal einen Corona-Selbsttest gemacht haben: Einfach ein Stäbchen in die Nase und 15 Minuten später kann man ablesen, ob man sich möglicherweise mit Sars-CoV-2 infiziert hat. Doch ganz so leicht ist es dann doch nicht. Denn für ein korrektes Ergebnis müssen bei Selbsttests einige Parameter stimmen.

Die beginnen bei der Lagerung: Corona-Selbsttests sollten nicht zu kalt, aber auch nicht zu warm gelagert werden. Daher sollte man sie nach dem Kauf beispielsweise nicht im Auto aufbewahren, weil die Temperaturen darin sowohl im Winter als auch im Sommer zu extrem sein könnten. „Sie können ganz normal bei Raumtemperatur aufbewahrt werden“, sagte HNO-Arzt Bernhard Junge-Hülsing der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Konkrete Angaben zur richtigen Lagertemperatur finden sich häufig auf der Verpackung der Tests.

Eine zweite Fehlerquelle liegt im Bereich der Hygiene vor und während des Selbsttests. Denn um die Probe nicht zu kontaminieren, ist es wichtig, dass Hände und Ablagefläche sauber sind. Wer also die Gefahr eines falschen Ergebnisses verringern möchte, sollte vor dem Test den Tisch abwischen und die Hände gründlich waschen.

Fehler beim Corona-Selbsttest: Darauf sollte man achten

Auch der richtige Zeitpunkt für einen Corona-Selbsttest kann dazu beitragen, dass das Ergebnis genauer wird. Denn morgens unmittelbar nach dem Aufstehen ist die Viruslast in der Regel am höchsten, wie das Bundesgesundheitsministerium erklärt. Vorher sollte man sich aber nicht die Nase putzen oder den Mund ausspülen. Jedoch könne der Schnelltest auch zu jeder anderen Tageszeit durchgeführt werden. Allerdings sollte man etwa 30 Minuten vorher nichts trinken oder essen.

Wichtig ist zudem, Fehler beim Abstrich selbst zu vermeiden. Auch wenn Omikron wohl bei einem Rachenabstrich besser nachgewiesen werden kann, sollte man Schnelltests für die Nase auch nur dort anwenden. Ebenso kommt es darauf an, dass man mit dem Stäbchen genügend Sekret aus beiden Nasenlöchern aufnimmt, wie der Deutsche Allergie- und Asthmabund betont. Andernfalls kann es ebenso zu einem falschen Ergebnis kommen.

Ein Mann führt ein Stäbchen für einen Corona-Selbsttest in seine Nase ein.
Um ein falsches Ergebnis bei einem Corona-Selbsttest zu verhindern, sollte man einige Fehler vermeiden. © Matthias Balk/dpa

Sollten sich mehrere Personen gleichzeitig selbst auf eine Corona-Infektion testen, müssen sie unbedingt darauf achten, dass die Teströhrchen nicht verwechselt werden. HNO-Arzt Junge-Hülsing empfiehlt einen einfachen Trick, wie Eltern das beispielsweise verhindern können, wenn sie mehrere Kinder gleichzeitig testen: Die Röhrchen werden mit verschiedenfarbigen Wäscheklammern und gegebenenfalls Namensschildern versehen. Das verhindert nicht nur das Umfallen der Teströhrchen, sondern erleichtert auch die Zuordnung.

Corona-Selbsttest: Auch beim Ablesen kann es zu Fehlern kommen

Wird die Lösung aus dem Röhrchen dann schließlich auf die Testkassette geträufelt, ist es wichtig, die angegebene Wartezeit einzuhalten. Meistens sind das 15 Minuten. Ein zu früh oder zu spät abgelesenes Ergebnis könnte falsch sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, stellt sich nach der Durchführung des Corona-Selbsttests einen Timer.

Der letzte Schritt ist das korrekte Ablesen des Ergebnisses. Aber auch dabei kann es zu Fehlern kommen. Denn das „C“ auf der Testkassette steht nicht für „Corona“, sondern für „Control“. Erscheint dort eine rote Linie, ist das absolut richtig. Erst wenn auch bei „T“ („Test“) eine Linie zu sehen ist, ist der Test positiv. Man sollte übrigens genau hingucken: Die zweite rote Linie kann unter Umständen deutlich schwächer sein.

Und was passiert, wenn der Corona-Selbsttest positiv ausfällt? Dann muss gehandelt werden. Dabei gibt es auch einiges zu beachten. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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