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Corona-Schnelltests: Aldi legt nach und erweitert Angebot

Corona-Tests versprechen mehr Freiheit. Discounter und Supermärkte in NRW steigen in den Verkauf ein. Aldi Nord und Aldi Süd bieten ab Montag drei Tests an.

Update vom 21. März, 9.28 Uhr: Aldi Nord und Süd legen nach: Ab Montag, 22. März, bieten die Discounter weitere Corona-Schnelltests für zuhause an - und wollen auch ein Online-Angebot machen.

Sars-CoV-2Medizinische Bezeichnung des Virus
Covid-19Bezeichnung für die durch das Virus ausgelöste Krankheit
Coronaviren/CoronaBezeichnung für eine Familie von Erregern. Es gibt unterschiedliche Corona-Stämme

Nach Angaben des Discounters sollen ab Montag drei Corona-Schnelltests für zuhause bei Aldi Nord und Aldi Süd erhältlich sein:

  • Aesku.Rapid SARS CoV-2 Selbsttest, 5er Packung, 24,99 EUR 
  • Boson Rapid SARS-CoV-2 Antigen Test, 1er Packung, 4,95 EUR 
  • Hotgen Novel Coronavirus (2019-nCoV) Antigentest, 1er Packung, 4,95 EUR

Corona-Schnelltest für zuhause: Aldi Nord und Aldi Süd legen nach

Die Tests sind an der Kasse erhältlich. „Im Falle einer erhöhten Nachfrage behalten wir uns vor, die Abgabemenge pro Kunde zu begrenzen. Aufgrund der hohen Nachfrage können die Artikel nach wie vor kurzzeitig vergriffen sein. Die Märkte erhalten jedoch kontinuierlich neue Ware“, teilt das Unternehmen mit.

Darüber hinaus möchten Aldi Nord und Aldi Süd auch online einen Corona-Selbsttest anbieten. Auf der Plattform Aldi liefert soll eine 20er Packung der Marke Hotgen erhältlich sein.

Auch Konkurrent Lidl hatte Ende letzter Woche angekündigt, ab Samstag (19. März) wie Corona-Schnelltests in seinem Onlineshop zu verkaufen. Allerdings waren diese schnell ausverkauft. Bereits am Sonntag heißt es auf der Internetseite des Discounters: „Aufgrund der hohen Nachfrage ist unser Corona Selbsttest leider momentan ausverkauft. Wir erwarten weitere Lieferungen und werden dich dann umgehend informieren.“

Corona-Schnelltests für zuhause: Noch kein Angebot bei Kaufland und Rewe

Update vom 15. März, 6.58 Uhr: Der Discounter Kaufland sowie der Supermarkt Rewe hatten ursprünglich für Montag geplant, Schnelltests zu verkaufen. Aktuell sieht es jedoch so aus, als müssten sich Kunden noch ein wenig gedulden. Eine offizielle Bewerbung der Produkte sowie Bekanntgabe der Einzelhandelsketten steht noch aus.

Demnach plant Kaufland, die Selbsttests ab Beginn der elften Kalenderwoche zu verkaufen, die an diesem Montag begonnen hat. Nach Informationen der Rundschau für den Lebensmittelhandel zögere Rewe indes, weil man auf Tests setzen wolle, die sicher eine Zulassung haben. Trotzdem war bis dato der 15. März als Stichtag auserkoren worden.

Hier und da können Corona-Schnelltests wieder verfügbar sein, aber Kunden müssen sich beeilen, schreibt hna.de*

Corona-Schnelltests: Diese Läden verkaufen Tests - und hier bekommt man sie kostenlos

[Erstmeldung] Hamm - Bei der Eindämmung der Coronavirus-Krise und einer möglichen dritten Welle spielen Impfungen und Schnelltests eine tragende Rolle. Aldi hat am Samstag (6. März) als erster Discounter in seinen Filialen in Deutschland und NRW Corona-Tests für Zuhause verkauft. Drogerieketten wie Rossmann, dm und Müller ziehen ebenso wie Discounter und Supermärkte wie Rewe und Kaufland nach. (News zum Coronavirus)

Parallel zur Lockerung der Corona-Regeln setzt die Bundesregierung verstärkt auf Tests, die nicht extra im Labor ausgewertet werden müssen. Angeboten werden soll von heute an zumindest ein kostenloser Schnelltest pro Woche für alle Bürger. Geschultes Personal etwa in Apotheken, Testzentren oder Arztpraxen nimmt dazu einen Nasen- oder Rachenabstrich. Die Probe kommt auf einen Streifen, der nach 15 bis 20 Minuten mit einer Verfärbung reagiert.

Schnelltests und Selbsttests gegen die Corona-Krise: Lidl und Aldi legen mit Verkauf vor

Selbsttests für Zuhause können in konkreten Alltagssituationen helfen, etwa bei Privatbesuchen. Sie müssen in Apotheken, Geschäften wie Aldi, dm und Rossmann oder im Internet gekauft werden. Selbsttests funktionieren ähnlich wie Schnelltests. Der größte Unterschied: Sie werden selbst durchgeführt, und die Probe wird aus dem vorderen Nasenbereich entnommen.

Sowohl beim Schnelltest als auch beim Selbsttest gilt: Ein positives Ergebnis muss durch einen PCR-Test überprüft werden. Und auch bei einem negativen Ergebnis sind die Corona-Regeln weiterhin einzuhalten.

Corona-Schnelltests für Zuhause: Aldi prescht bei Verkauf in Filialen vor

Der Discounter Aldi bietet den Corona-Selbsttest seit Samstag (6. März) in seinen Filialen an. Der Run auf die Schnelltests für Zuhause war so groß, dass die Ware in vielen Filialen bereits nach kurzer Zeit ausverkauft war, obwohl jeder Kunde nur eine Packung kaufen durfte. In einem 24,99 Euro teuren Paket waren fünf Antigen-Selbsttests enthalten. Aldi Nord und Aldi Süd rechnen bald mit weiteren Lieferungen.

Bei Aldi gibt es seit 6. März einen Corona-Selbsttest zu kaufen.

Der Konkurrent Lidl startete am Samstag ebenfalls mit dem Verkauf von Corona-Schnelltests für Zuhause - allerdings zunächst nur über seinen Online-Shop. Die Internetseite von Lidl brach wegen des hohen Besucheraufkommens für einige Stunden zusammen, die Tests waren ausverkauft. „In Kürze“ würden Corona-Selbsttests zudem in allen Lidl-Filialen verkauft, teilte das Unternehmen mit.

Corona-Schnelltests für Zuhause: Verkauf bei Rossmann und dm zunächst nur online

Die Drogeriemarkt-Ketten Rossmann und Müller planten den Verkaufsstart für Mittwoch (10. März). Auf seiner Homepage teilte Rossmann am Mittwoch mit, dass Corona-Schnelltests im Online-Shop derzeit nicht mehr verfügbar seien. „In unseren Filialen verkaufen wir aktuell noch keine Schnelltests, arbeiten derzeit jedoch mit Hochdruck daran, diese schnellstmöglich zur Verfügung zu stellen“, heißt es bei Rossmann. Auch auf der Müller-Homepage ist der Verkauf von Schnelltests in Online-Shop sowie in Filialen mit dem Zusatz „in Kürze“ versehen.

Die Drogeriekette dm wollte am Freitag (12. März) mit dem Verkauf von Selbsttests beginnen. Doch die Drogeriekette teilte einen Tag zuvor mit, dass „die gelieferte Menge nicht ausreicht, um 2.040 dm-Märkte angemessen versorgen zu können“. Daher waren die Corona-Selbsttests von Boson nur online verfügbar - und selbstverständlich in kurzer Zeit ausverkauft. Ein Test kostet 4,95 Euro.

Wann die Schnelltests bei dm in den Filialen zu kaufen sein werden, ist noch nicht klar. In der Mitteilung des Unternehmens hieß es am Donnerstag (11. März): „Ein genaues Datum können wir derzeit leider nicht nennen.“

Corona-Schnelltests für Zuhause: Rewe und Kaufland wollen Verkauf bald starten

Die Supermärkte von Rewe und Kaufland ziehen nach Informationen des Spiegel am Montag (15. März) nach. Für Edeka, Netto und Penny wurden noch keine Termine genannt. Aber auch sie wollen in den Verkauf von Schnelltests für Zuhause einsteigen.

Apotheken wollen die Produkte ebenfalls anbieten. Viele Apotheken bieten bereits Tests für Selbstzahler an. In vielen NRW-Städten kann man auch Teststationen aufsuchen. Dort bekommt man seinen Schnelltest gegen Bezahlung. Es gibt auch Drive-in-Stationen in mehreren Städten. Der Test kostet durchschnittlich 25 bis 45 Euro.

Diese Corona-Schnelltests sind zugelassen

Das sind die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zugelassenen Schnelltests für Zuhause:

  • AESKU.RAPID SARS-CoV-2 (Hersteller: Aesku.Diagnostics GmbH & Co. KG)
  • AMP Rapid Test SARS-CoV-2 Ag (Hersteller: AMEDA Labordiagnostik GmbH)
  • CLINITEST Rapid COVID-19 Self-Test (Hersteller: Healgen Scientific LLC)
  • Coronavirus (2019-nCoV)-Antigentest (Hersteller: Beijing Hotgen Biotech Co.)
  • LYHER Covid-19 Antigen Schnelltest (Hersteller: Hangzhou Laihe Biotech Ltd., Co.)
  • Rapid SARS-CoV-2 Antigen Test Card (Hersteller: Xiamen Boson Biotech Co.)
  • SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test (Hersteller: SD BIOSENSOR, INC.)

Kostenloser Corona-Schnelltest bei Ärzten, Apotheken und Testzentren

Eine Alternative zum gekauften Schnelltest für Zuhause - oder auch: Selbsttest - sind Corona-Tests, die Ärzte, Apotheken, Testzentren sowie andere geschulte Anbieter pro Person einmal in der Woche kostenlos durchführen. Solche Tests hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bereits für Anfang März angekündigt. Seit Montag (8. März) übernimmt der Bund dafür die Kosten, das wurde beim Bund-Länder-Treffen am Mittwoch (3. März) beschlossen. Diese Maßnahme als Teil der nationalen Teststrategie soll bis Anfang April schrittweise umgesetzt werden.

Die Corona-Schnelltests dürfen in einem Testzentrum des Landes oder des jeweiligen Wohnorts, bei vom Land oder Kommune beauftragten Dritten sowie bei niedergelassenen Ärzten durchgeführt werden.

Kostenlose Corona-Schnelltests: NRW benennt Anlaufstellen

So weit die Theorie. Tatsächlich waren die Corona-Schnelltests an diesem Montag aber noch nicht überall durchgängig verfügbar. Die Organisation von Tests stellt etwa die Apotheken vor große Herausforderungen. Es werde nicht möglich sein, dies sofort überall umzusetzen, sagte die Präsidentin der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Gabriele Regina Overwiening. Einige Apotheken in NRW haben trotz der ungeklärten Fragen zur Kostenübernahme am Montag jedoch bereits mit Corona-Schnelltests begonnen.

Ärzte, Apotheken, medizinische Labore, Rettungs- und Hilfsorganisationen sowie weitere Anbieter sollen in NRW mit der Durchführung von Corona-Tests beauftragt werden. Das geht aus einer Allgemeinverfügung hervor, die das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium von Minister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag erlassen hat.

Die kostenlosen Schnelltests sollen von Montag (8. März) an von folgenden Teststellen erbracht werden:

  • Ärzte und Testzentren, die von den kassenärztlichen Vereinigungen betrieben werden
  • Testzentren, die von den kommunalen Gesundheitsämtern betrieben werden oder von Dritten, die schon von den Gesundheitsämtern beauftragt wurden
  • Apotheken und private Testzentren etc., die schon bisher Testungen angeboten haben und bestimmte Mindeststandards erfüllen

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärt: „Wir können jetzt sofort starten. Gleichzeitig arbeiten wir gemeinsam mit den Kommunen mit Hochdruck daran, die ortsnahe Teststruktur landesweit flächendeckend für absehbar steigende Bedarfe so auszubauen, wie der Beschluss der Ministerpräsidenten dies bis Anfang April vorsieht.“

Die Testungen dienen vor allem einer schnelleren Aufdeckung und Vermeidung von Infektionsketten. In der seit 8. März geltenden Coronaschutzverordnung ist für gesichtsnahe Dienstleistungen wie von Friseuren oder Kosmetikern, bei denen die Maske nicht getragen werden kann, ein vorheriger tagesaktueller Test vorgesehen. Bis zum 1. April 2021 ist hier für die Kundinnen und Kunden ein Schnelltest direkt vor Ort vor der Dienstleistung in Anwesenheit des Personals des Dienstleisters ausreichend.

Vom Staat bezahlte Corona-Schnelltests für Arbeitnehmer, die nicht im Homeoffice sind, wird es vorerst nicht geben. Das haben zwar Bund und Länder so beschlossen. Doch viele Firmen wenden solche Schnelltests notwendigerweise trotzdem an - und wollen die Kosten vom Staat ersetzt bekommen. Ein Treffen von Bundesregierung und Wirtschafts- sowie Gewerkschaftsvertretern zum Thema wurde am Freitag laut WDR abgesagt. *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jesse

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