In der Weihnachtszeit

„Ich hamstere ja nicht, aber...“: Die perfekte Einkaufsliste für die Corona-Quarantäne

Die Experten warnen bereits vor langen Schlangen im Supermarkt kurz vor Weihnachten. Deshalb ist es gut, frühzeitig vorzusorgen. Diese Produkte sollten Sie während der Corona-Quarantäne und in der Weihnachtszeit im Haus haben.

Hamm - Es sind Bilder, die um die Welt gingen. Leergefegte Supermarkt-Regale, wo Wochen zuvor noch die Toilettenpapier-Pakete thronten. Die Corona-Pandemie hat viele Menschen zu Hamsterkäufen animiert, auch wenn manche einen solchen Einkauf vielleicht nur ungerne zugeben. (News zum Coronavirus)

GeschäftsmodellDiscounter
Art des Geschäftsstationärer Einzelhandels
Verkaufsflächeklein, aber intensiv genutzt
Preiseeher günstig und auf Rabatte ausgelegt

Quarantäne-Einkauf während Corona: Riesen-Vorrat und Hamsterkäufe nicht nötig und nicht gut

Hamsterkäufe sind nicht nötig, so die Experten. Stattdessen würden übermäßige Einkäufe und Vorräte eher Probleme schaffen, als sie zu lösen. Die Lager der Supermärkte in NRW und ganz Deutschland seien gut gefüllt und die Versorgung der Bevölkerung sei gewährleistet, heißt es von Politikern und Handelsverbänden. Wer jedoch glaubt, dass ein Paket mit zahlreichen Klopapier-Rollen zur Überbrückung einer 14-tägigen Corona-Quarantäne nicht ausreicht, sollte entweder diesen Klopapier-Blitzrechner bemühen oder ernsthaft über die Anschaffung eines Bidets nachdenken.

Nichtsdestotrotz gibt es - insbesondere in Zeiten einer potenziellen Quarantäne - Dinge, die man tatsächlich unbedingt im Haus haben sollte. Das hat theoretisch erstmal nichts mit Corona zu tun, sondern ist ganz allgemein sinnvoll. Wenngleich das Coronavirus natürlich die Chancen einer vorübergehenden häuslichen Isolierung erhöht.

Quarantäne-Einkauf während Corona: Flüssigkeit als Vorrat ist das Wichtigste

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe setzt seine Prioritäten eindeutig. Auf der Liste ganz oben steht Flüssigkeit. Das verwundert kaum. Schließlich überlebt der Mensch bis zu zwei Monate ohne Nahrung, allerdings nur mehrere Tage ohne Flüssigkeit. Die Dramatik dieser Zeilen relativiert sich schnell, da ja vielerorts auch der heimische Wasserhahn ein verzehrfertiges Getränk spendet.

Trotzdem soll die Flüssigkeit auch unsere Liste für den anführen. Dort ist alles aufgeführt, was Verbraucher während der Corona-Quarantäne oder anderer Notfall-Perioden benötigen. Die Mengenangaben beziehen sich dabei immer auf den idealen Vorrat einer Person für zehn Tage. Es wird schnell ersichtlich, dass ein Einkauf im Großmarkt gar nicht von Nöten sein wird. Nudeln und Reis sind als Vorrat übrigens deshalb optimal, weil sie extrem lange haltbar sind.

Quarantäne-Einkauf während Corona - Diese Produkte sollten Sie als Vorrat im Haus haben

  • Getränke: 20 Liter
  • Getreideprodukte (Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis): 3,5 kg
  • Obst: 2,5 kg
  • Gemüse: 4 kg
  • Milchprodukte oder haltbare Pflanzendrinks: 2,6 kg
  • Fett oder Öl: 300 g
  • Fleisch, Fisch oder Tofu: 1,5 kg 
  • Hygieneartikel (Medikamente, Müllbeutel und Spezialkost): nach Bedarf
  • Artikel für Babys und Haustiere: nach Bedarf

Wer diese Liste verinnerlicht hat, ist auf einem guten Weg. Aber es sollten auch die Produkte berücksichtigt werden, die über das Nötigste hinausgehen. Vor allem in einer Quarantäne kurz vor Weihnachten können Süßigkeiten und saisonale Leckereien die Zeit verschönern. Ob Lebkuchen, Weihnachtsstollen, Spekulatius oder Nussecken - die Liste der Stimmungsaufheller in der Corona-Quarantäne vor Weihnachten ist lang.

Hamstern sollte niemand. Trotzdem ist es sinnvoll, bestimmte Produkte immer im Haus zu haben.

Quarantäne-Einkauf während Corona: Fleisch lässt sich wunderbar einfrieren

Einige machen sich sicher auch schon Gedanken, was es an Weihnachten mit der Familie zu essen geben soll. Manche freuen sich auf den Rinderbraten, andere auf ein vegetarisches Gericht. Doch in jedem Fall ist es sinnvoll, frühzeitig den Einkauf zu erledigen. Jedes Jahr staut es sich vor den Feiertagen in den Supermärkten. Doch das klingt in Corona-Zeiten nicht sonderlich verlockend. Wer sich also dazu entschließt, seinen Weihnachtseinkauf frühzeitig zu erledigen und gegebenenfalls Produkte einzufrieren, der ist fein raus, wenn sich schließlich vor den Supermärkten Schlangen bilden. Zumal schärfere Maßnahmen in den Discountern und Supermärkten ab dem 1. Dezember greifen.

Fleisch lässt sich zum Beispiel sehr gut einfrieren. Dabei sollte der Verbraucher lediglich darauf achten, das Fleisch möglichst direkt nach dem Einkauf einzufrieren. Sofern das Fleisch nicht bereits vakuumiert ist, empfiehlt es sich, das Produkt einmal mit Salzwasser zu waschen. Nach dem Trockentupfen sollte es am besten ohne Luftzufuhr verpackt werden. Wer aber Vakuum-Verpackungen nicht zur Verfügung hat, kann auf Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss oder Gummiband ausweichen. So hält es sich locker mehrere Monate und erst Recht bis Weihnachten.

Was auch immer Sie einkaufen - achten Sie nach dem Kauf eines Produkts immer wieder auf mögliche Lebensmittelwarnungen. Immer wieder veranlassen Hersteller Rückrufe ihrer Produkte wegen drohender Gesundheitsgefahr. Zum Beispiel wurde Wasser in verschiedenen Geschmacksrichtungen zurückgerufen, da es beim Konsum zu einer bakteriellen Infektion kommen kann.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg / dpa

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