Maskenpflicht in Deutschland

Ist eine benutzte Maske gefährlich? Forscher machen erschreckende Erkenntnis

Der Mund-Nasen-Schutz soll vor Corona-Infektionen schützen. Doch kann die Maske selbst gefährlich werden? Forscher haben erschreckende Erkenntnisse gemacht.

Hamm - Das Coronavirus macht keine Pause. Die Zahlen der Neuinfektionen steigen weiter. Als Teil der Maßnahmen gegen Corona gilt in NRW und Deutschland die Maskenpflicht. Doch nicht jede Maske ist unbedingt sicher. Besonders bereits benutzte Mund-Nasen-Schutze tragen ein Risiko, das haben Forscher jetzt herausgefunden. (News zum Coronavirus)

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Maskenpflicht in Deutschland: Maske einmal benutzt und weg? Forscher warnen vor Gefahr

Beim Einkaufen im Supermarkt, in zu engen Räumen, in der Fußgängerzone, im öffentlichen Bereich, im Altenheim, in der Schule: In vielen Bereichen herrscht Maskenpflicht. Die Maske selbst wird auch Politikum - nicht nur durch Donald Trump. In den USA unterscheiden sich Trump- und Biden-Anhänger oft durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. In Deutschland herrscht seit Ende April Maskenpflicht. Mit der neuen Corona-Schutzverordnung wurden die Corona-Regeln in NRW weiter verschärft.

Das Coronavirus wird vor allem durch Aerosole übertragen. Durch Atmen, Niesen, Husten und Sprechen werden die Schwebeteilchen verteilt. Das Risiko von Infektionen kann laut Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) durch das Tragen einer sogenannter nicht-medizinischen Alltagsmaske reduziert werden. Insbesondere schützen sie andere, wenn der Träger mit dem Coronavirus infiziert sein sollte.

Jetzt haben Forscher aus den USA herausgefunden, dass die Devise „Eine Maske ist immer noch besser als nichts“ nicht stimmen würde. Ein gebrauchter Mundschutz kann sogar schlimmer sein als mit freiem Mund herumzulaufen, so eine Forschergruppe der University of Massachusetts Lowell und California Baptist University.

Gefahr durch gebrauchte Mundschutz? Wer Einweg-Masken öfter trägt, riskiert den Schutz

Die Wissenschaftler Jinxiang Xi, Xihua April Si und Ramaswamy Nagarajan haben unter dem Namen „The Mask Matters: How Mask Affect Airflow, Protection Effectiveness“ eine Studie veröffentlicht, dass Masken nur dann absoluten Schutz gegen Corona bieten, wenn die ausgestoßenen Partikel größer als 5 Mikrometer sind. Für feinere Partikel gelte das nicht.

Die Forscher gehen sogar noch weiter: Eine Maske, die nicht effektiv filtert - damit meinen die Wissenschaftler weniger als 30 Prozent - sei sogar schlimmer, als gar keine Maske zu tragen. Anhand eines Computer-Modells haben sie die Gefahr untersucht. Die animierte Person trägt eine OP-Maske mit Falten.

Der Mund-Nasen-Schutz verändere dabei den Luftstrom um das Gesicht. Die Luft tritt durch die Maskenoberfläche in Mund und Nase ein - und zwar mit niedriger Geschwindigkeit, als sie es ohne Maske getan hätte. Durch das geringere Tempo würden die Aersole eher durch Nase eingeatmet, so die Forscher. Obwohl die Maske filtere, könnten dadurch mehr Schwebeteilchen in die Atemwege gelangen.

Aerosole einatmen: Einweg-Masken verlieren beim wiederholten Tragen ihre Funktion

Eine OP-Maske mit Falten - also der klassische Einweg-Mundschutz - filtere im Neuzustand etwa 65 Prozent der Partikel. Wird sie wiederholt getragen, geht der Wert runter auf 25 Prozent. Laut den Forschern ist jedoch bereits eine Maske von einem Filterwert von 30 Prozent gefährlich - gebraucht ist die Einweg-Maske also nicht mehr zu empfehlen.

Die Falten der OP-Masken, sagen die Wissenschaftler, hätten erhebliche Konsequenzen auf den Luftstrom. Sie gehen davon aus, dass gerade diese für die Effizienz des Mundschutzes verantwortlich sind. Diese These müsse jedoch weiter untersucht werden.

Auf andere Art gefährlich ist ein Mundschutz von Müller: Die Maske enthält einen giftigen Färbestoff, der tödlich sein kann.

Rubriklistenbild: © Annette Riedl/dpa

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