Appelle gegen Hamsterkäufe

Corona-Regeln beim Einkaufen: Das gilt bei Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Kaufland und Co.

Lockdown in NRW, doch der Supermarkt bleibt geöffnet. Trotzdem gelten auch beim Einkaufen klare Regeln. Das müssen Sie bei Aldi, Lidl, Rewe, Kaufland, Edeka und Co. beachten.

Der Handel gehört in Zeiten des Coronavirus zu den systemrelevanten Branchen. Während beim ersten Lockdown im Frühjahr 2020 viele Einzelhändler schließen musste, blieben Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Kaufland und Co. geöffnet. Das gilt selbstverständlich auch für den zweiten Lockdown, der seit dem 2. November gilt. Aber: Auch beim Einkaufen müssen Kunden im Supermarkt wieder strenger die Regeln beachten. Zudem wird appelliert, keine Hamsterkäufe zu tätigen.

LandNRW
LandeshauptstadtDüsseldorf
Fläche34.110,26 Quadratkilometer
Gründung23. August 1946

Seit Montag müssen in ganz Deutschland und NRW wieder Restaurants, Bars, Club, Kneipen, Kinos und Kulturstätten schließen. Die Gastronomie ist die vom Lockdown am stärksten betroffene Branche in Deutschland. Wegen der neuen Coronaschutzverordnung in NRW würden auch Fitnessstudios schließen sowie Sportvereine ihren Betrieb einstellen.

Einkaufen während Corona: Zahl der Kunden beschränkt

Während beim ersten Lockdown zum Beispiel auch Einrichtungshäuser wie Ikea schließen mussten, bleiben diesmal alle Branchen des Handels geöffnet. Die Wirtschaft müsse weiter laufen, betont Ministerpräsident Armin Laschet und erklärt die Strategie in NRW. Selbstverständlich müssen alle Händler gleichermaßen die Regeln einhalten. In der Landesschutzverordnung NRW steht der wesentliche Satz, der beachtet werden muss: „Die Anzahl von gleichzeitig in Handelseinrichtungen anwesenden Kundinnen und Kunden darf eine Person pro zehn Quadratmeter der Verkaufsfläche im Sinne des Einzelhandelserlasses NRW nicht übersteigen.“

Natürlich gilt weiterhin die Regel, dass Kunden beim Betreten des Ladenlokals einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Viele Supermärkte schreiben zudem den Kunden vor, dass sie einen Einkaufswagen nutzen müssen. Einige Händler reduzieren die Zahl der Einkaufswagen und können so die maximale Kundenzahl regulieren. Discounter wie Aldi und Lidl sowie die Supermärkte von Edeka, Rewe, Kaufland und Co. hatten damit bereits während des ersten Lockdowns gute Erfahrungen gemacht. So hat Aldi Nord bereits eine Social-Media-Kampagne gestartet, bei der Kunden darauf hingewiesen werden, auch bei kleineren Einkäufen immer einen Einkaufswagen zu nehmen.

Einkaufen trotz Corona: Regeln gegen Hamsterkäufe

Einige Supermärkte gehen auch schon wieder dazu über einige Produkte zu rationieren. Heißt: Besonders nachgefragte Produkte dürfen nur in reduzierter Stückzahl bei Aldi, Lidl, Rewe, Kaufland und Co. gekauft werden. Tatsächlich ist bereits die Nachfrage nach Klopapier wieder gestiegen. Kaum stiegen die Infektionen mit dem Coronavirus wieder an, schon waren im Supermarkt die Regale leergeräumt. Es war kein subjektiver Eindruck: Laut Auswertung des Statistischen Bundesamtes waren „Verkaufszahlen von Toilettenpapier in der 42. Kalenderwoche vom 12. bis 17. Oktober 2020 fast doppelt so hoch (+89,9 %) wie im Durchschnitt“, berichtet hna.de*.

Hamsterkäufe sind allerdings völlig überflüssig, sagen Vertreter von Discountern übereinstimmend. Die Versorgung sei sichergestellt und es bestehe keine Notwendigkeit für Hamsterkäufe, betont laut ruhr24.de* ein Sprecher von Lidl. Zudem gebe es nach den Erfahrungen während des ersten Lockdowns im Frühjahr noch weniger Gründe für Hamsterkäufe. Die Discounter haben Frühwarnsysteme eingebaut. Wenn Waren wie Klopapier, Nudeln oder Hefe stark nachgefragt werden, können diese verstärkt geliefert werden, heißt es bei Aldi.

Einkaufen trotz Corona: Bilder fördern Hamsterkäufe

Einen weiteren Appell richten Einzelhändler an ihre Kunden. Wer im Supermarkt einkauft und leere Regale sieht, sollte davon kein Bild in sozialen Netzwerken teilen. Denn diese Bilder, die an den vergangenen Tagen wieder verstärkt bei Facebook, Instagram und Co. geteilt worden sind, lösen bei vielen Kunden Druck aus. Sie bekommen das Gefühl, es bestehe bei Aldi, Lidl, Rewe, Kaufland, Edeka und Co. tatsächlich eine Knappheit bei gewissen Waren. Dadurch kommt es zu weiteren Hamsterkäufen. *ruhr24.de und hna.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann / dpa

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