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Corona-Neuerungen: Gelber Impfpass bald ungültig? Das ändert sich jetzt

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Von: Erik Hlacer

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2022 ändert sich vieles in Bezug auf Corona. Davon betroffen sind der gelbe Impfpass, das digitale Impfzertifikat und die CovPass-App. Das müssen Sie wissen.

Hamm - Neues Jahr, neue Regeln - auch 2022 trifft das wieder zu. Es gibt zahlreiche Änderungen im neuen Jahr, was den Mindestlohn, Führerscheine und Kündigungsfristen angeht. Doch auch in Bezug auf die Corona-Pandemie gibt es wichtige Änderungen in Deutschland, die Verbraucher auf dem Zettel haben sollten. Allen voran: Der gelbe Impfpass steht vor dem Aus, doch auch digitale Impfnachweise als Zertifikat oder in der CovPass-App erfahren Neuerungen.

Jahr2022
Beginn1. Januar
Ende31. Dezember

Corona-Neuerungen 2022: Ende des gelben Impfpasses eingeleitet - Verbraucher haben die Wahl

Ohne die Corona-Pandemie, die noch immer das politische und gesellschaftliche Geschehen in Deutschland bestimmt, würde es den gelben Impfpass in Papierform vermutlich noch eine ganze Weile geben. Tatsächlich gibt es ab 2022 aber neue Optionen, die vermutlich das schleichende Aus für das gelbe Impfbuch bedeuten werden.

Der Grund: Der gelbe Impfpass ist alles andere als fälschungssicher und kann ohne Probleme von kriminellen Impfbetrügern kopiert werden. Auch in Nordrhein-Westfalen wurden derartige Betrugsmaschen rund um den gelben Impfpass bereits Ende des vergangenen Jahres immer häufiger. Um derartigen Fälschungen entgegenzusteuern, hatten erste Bundesländer den Papier-Impfpass schon vor mehreren Monaten für ungültig erklärt.

Ab 2022 ist der gelbe Impfpass nun also endgültig überflüssig. Denn mit der sogenannten digitalen Patientenakte kann jeder das handschriftliche, gelbe Heft ersetzen. Jede Impfung - also auch jede Corona-Impfung - kann demnach in dieser Akte vermerkt werden. Ein Muss ist die neue Option zwar nicht. Doch viele werden vermutlich gerne auf die Möglichkeit zurückgreifen, alle ihre Impfungen einheitlich im elektronischen Impfpass zu hinterlegen. Wer die elektronische Patientenakte nutzen will, muss sie allerdings zunächst bei seiner Krankenversicherung beantragen.

Corona-Neuerungen: Digitales Impfzertifikat nur noch neun Monate gültig - Ab wann die Regel greift

Während der gelbe Impfpass also zunehmend an Bedeutung verliert, wird das digitale Impfzertifikat sowie die CovPass-App wichtiger. Letztere dient dem Zweck, das Corona-Zertifikat innerhalb der Europäischen Union digital nachzuweisen. Technisch bleibt das Verfahren auch 2022 gleich. Ein fälschungssicherer QR-Code auf dem Smartphone ermöglicht eine Aussage darüber, wie lange eine Corona-Impfung zurückliegt und ob diese noch gültig ist.

Ein Impfpass und ein Smartphone, auf dem die App CovPass läuft, liegen auf einem Impfzertifikat, das von einer Apotheke ausgestellt wurde. In bayerischen Apotheken versuchen immer wieder Menschen mit Wohnsitz in den Nachbarländern, mit gefälschten Impfpässen digitale Zertifikate zu bekommen.
Corona: Gelber Impfpass, digitaler Nachweis und Covpass-App - Das ändert sich 2022. © Stefan Puchner/dpa

Zum neuen Jahr ändert sich allerdings der Takt der Gültigkeit. Ab dem 1. Februar 2022 sind digitale Impfzertifikate innerhalb der EU nur noch neun Monate (270 Tage) gültig. Entscheidendes Kriterium ist das Datum der jüngsten Impfung. Auch die Zertifikate, die mithilfe der CovPass-App oder der Corona-Warn-App nachgewiesen werden, sind von der Regel-Neuerung betroffen. Sollte es bei der Generierung des QR-Codes als digitales Impfzertifikat zu Fehlern gekommen sein, gilt nach wie vor: Jede Apotheke kann entsprechende Korrekturen kostenlos vornehmen.

Mit einer allgemeinen Impfpflicht könnte 2022 zudem die wohl wesentlichste aller Änderungen auf uns zukommen. Aktuell werden Spitzenpolitiker in Deutschland immer wieder in eine entsprechende Debatte eingebunden. Ob die flächendeckende Impfpflicht tatsächlich in Kraft tritt, ist derzeit noch unklar. Stattdessen gibt es bereits eine Impfpflicht im Gesundheitswesen, die in NRW dazu geführt hat, dass Ungeimpfte sich auf Ebay nach neuen Jobs umschauten.

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