Aktionstag im November

Black Friday 2020: Deals und Angebote im Corona-Jahr? So verändert sich die Schnäppchen-Jagd

Der Black Friday 2020 steht bevor. Am Freitag, 27. November, werben Händler wieder mit Rabatten und Sonderangeboten. So könnte die Corona-Pandemie den Aktionstag verändern.

Hamm - Kurz vor Beginn der Weihnachtszeit im Dezember feiern Geschäfte und Online-Shops den Black Friday 2020. Am Freitag, 27. November, ist das Datum, auf das viele Angebots-Jäger warten: Rabatte, Rabatte, Rabatte - etwas Beständigkeit in der unsicheren Zeit. Aber wird der Aktionstag trotz Lockdown light und derzeit steigender Neuinfektionen mit dem Coronavirus derselbe sein wie in den vergangenen Jahren? (News zum Coronavirus)

NameBlack Friday
DatumFreitag, 27. November 2020
HerkunftUSA

Black Friday 2020 trotz Corona: Einzelhandel rechnet mit florierendem Weihnachtsgeschäft

In Deutschland findet der Black Friday 2020 vermehrt online statt - anders als in den USA, wo die Rabatte hauptsächlich in den Geschäften vor Ort angeboten werden. Aber auch hierzulande finden Käufer viele Angebote in den Einkaufszentren und Innenstädten - doch auch im Lockdown?

Das Weihnachtsgeschäft ist für den Einzelhandel sehr wichtig. In nahezu allen Branchen wachsen im November und Dezember die Umsätze. Demnach dürfte den Händlern ein großer Stein vom Herzen gefallen sein, als Ende Oktober beschlossen wurde, dass die Geschäfte im November trotz strenger Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus öffnen dürfen - wenn auch unter Auflagen.

Zunächst einmal rechnet der Einzelhandel trotz Corona mit einem florierenden Weihnachtsgeschäft. Der Handelsverband Deutschland (HDE) prognostizierte laut Deutscher Presse-Agentur, dass die Verbraucher im November und Dezember voraussichtlich rund 104 Milliarden Euro ausgeben werden. Die Konsumstimmung in Deutschland scheint demnach nicht schlecht zu sein.

Profitieren dürfte davon aber vor allem der Online-Handel. Insbesondere Amazon wirft beim Black Friday mit Angeboten um sich - sogar schon lange vor dem Aktionstag. Für die Händler in den Innenstädten sieht es dagegen nach Einschätzung des Branchenverbandes eher düster aus.

Black Friday 2020 trotz Corona: Umfrage zeigt, wie sich die Schnäppchen-Jagd verändern könnte

Die Seite BlackFriday.de hat in diesem Jahr gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen Appinio eine Umfrage zum Black Friday 2020 durchgeführt. 1.002 Menschen in Deutschland wurden befragt (Durchschnittsalter 40,4).

77 Prozent der Befragten planen laut den Ergebnissen der Studie, in diesem Jahr im Rahmen des Aktionstages etwas zu kaufen. Das seien 16,7 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. 69 Prozent der Menschen, die laut der Studie einen Einkauf am Black Friday 2020 planen, gaben allerdings an, ihre Einkäufe ausschließlich online zu tätigen. „Gerade einmal 11 Prozent gaben an, am Black Friday nur in den Geschäften einkaufen zu möchten. 20 Prozent planen sowohl online, als auch offline einzukaufen“, heißt es weiter.

Umfrage zum Black Friday 2020: Einkaufserlebnis durch Corona-Schutzmaßnahmen gestört

Das deckt sich mit den Vorhersagen des Handelsverbands Deutschland. Laut der Studie von BlackFriday.de und Appinio gaben 40 Prozent der Kaufwilligen an, dass das Coronavirus und die damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie einen Einfluss auf ihre Kaufpläne habe. 65 Prozent möchten demnach durch einen Kauf im Internet vermeiden, dass sie sich mit dem Virus anstecken. „42 Prozent sehen sich dagegen durch die zu erwartenden Corona-Schutzmaßnahmen in ihrem Einkaufserlebnis gestört“, teilen die Marktforscher mit.

In einer Pressemitteilung ruft BlackFriday.de dazu auf, in dieser besonderen Zeit den lokalen Einzelhandel zu unterstützen und in den Innenstädten einzukaufen. Tatsächlich drohen nach Einschätzung des HDE den Geschäften in den Städten deutliche Einbüße, besonders in der Bekleidungsbranche.

Black Friday 2020: Lage der Bekleidungsgeschäfte wegen Corona „sehr dramatisch“

Sie leiden angesichts des Teil-Lockdowns aktuell massiv unter sinkenden Kundenfrequenzen in den Einkaufsstraßen - und daran dürfte sich bis zum Black Friday 2020 kaum etwas ändern. Die Lage für den Bekleidungshandel sei „sehr dramatisch“, sagte der Präsident des Handelsverbandes Textil (BTE), Steffen Jost. „Der Handel in den Innenstädten darf zwar öffnen, gleichzeitig appelliert die Politik aber an die Kunden, zu Hause zu bleiben. In der Folge können die Geschäfte mit Blick auf extrem sinkende Kundenfrequenzen vielerorts wirtschaftlich nicht mehr überleben“, klagte auch HDE-Präsident Genth.

Bleibt abzuwarten, wie viele Kunden am Black Friday (27. November) die Geschäfte in den Innenstädten trotz Corona-Schutzmaßnahmen aufsuchen werden. Dass die Deutschen definitiv noch bis Dezember mit den strengen Einschränkungen leben müssen, scheint nicht zur Diskussion zu stehen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat möglichen Lockerungen vor der „Halbzeit“-Konferenz zwischen Bund und Ländern am 16. November eine Absage erteilt.

Rubriklistenbild: © Peter Byrne/PA Wire/dpa

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