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Kaufland: Neues Konzept mit speziellen Regalen wird getestet

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Von: Benjamin Stroka

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In einer Kaufland-Filiale in Backnang gibt es jetzt ein spezielles Regal für regionale Waren.
In einer Kaufland-Filiale in Backnang gibt es jetzt ein spezielles Regal für regionale Waren. © Kaufland

Mit besonderen Regalen will Kaufland auf regionale Hersteller aufmerksam machen. Bislang ist das neue Konzept nur in zwei Filialen zu finden.

Neckarsulm/Backnang – Wo kommen eigentlich die Produkte her, die ich kaufe? Diese Frage stellen sich immer häufiger Menschen beim Einkaufen im Supermarkt. Das Bewusstsein für vor allem regionale Waren ist bei vielen in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Einerseits soll durch kurze Transportwege die Umweltbelastung gesenkt werden und andererseits möchten viele gleichzeitig die regionalen Erzeuger stärken. Auch Kaufland folgt inzwischen einem ähnlichen Konzept, berichtet 24RHEIN. In zwei Filialen testet der Supermarkt-Riese inzwischen sogar spezielle Regio-Regale – in denen nur regionale Produkte angeboten werden.

Kaufland
Branche:Lebensmitteleinzelhandel
Hauptsitz:Neckarsulm
Mitarbeiterzahl:139.000 (Oktober 2021), davon 76.000 in Deutschland
Umsatz:21 Milliarden Euro (2019)

Kaufland: Besondere Regale für regionale Produkte

„Bei unserer Sortimentsgestaltung legen wir großen Wert auf Produkte regionaler Lieferanten“, betont Kaufland-Sprecherin Annegret Adam gegenüber 24RHEIN. Kaufland kennzeichnet diese Produkte mit einem „Regional-Herz“. Dadurch sollen Kunden erkennen können, dass das entsprechende Produkt von einem regionalen Hersteller stammt.

Kaufland: Produkte mit „Regional-Herz“

Um sich für die Klassifizierung mit einem „Regional-Herz“ bei Kaufland zu qualifizieren, muss ein Artikel mindestens im jeweiligen Bundesland hergestellt worden sein. Eine weitere Einstufung gibt es außerdem, wenn ein Produkt aus einem Umkreis von etwa 30 Kilometern zur jeweiligen Filiale stammt. Dann wird neben dem „Regional-Herz“ auch der Produktionsstandort gekennzeichnet.

In einer Filiale in Backnang (Baden-Württemberg) ist Kaufland inzwischen aber noch einen Schritt weiter gegangen. Dort werden entsprechende regionale Produkte in einem speziell dafür angelegten Regal angeboten. Im sogenannten Regio-Regal befinden sich ausschließlich Produkte regionaler Erzeuger. Zur Auswahl stehen unter anderem Mehl, Nudeln, Wurst, Kaffee, Fruchtsäfte oder Wein.

Kaufland: Neues Konzept „unterstützt kleinere Erzeuger und Familienbetriebe“

Gut möglich, dass Kaufland das Konzept zukünftig auch auf weitere Filialen und Standorte ausweitet. In Bad Segeberg (Schleswig-Holstein) gibt es ein solches Regio-Regal seit dem 19. Mai beispielsweise ebenfalls. Bei den Kunden komme das Konzept gut an, berichtet Annegret Adam. „Unsere Kunden schätzen an diesen Produkten, dass sie typisch für die Region und den regionalen Geschmack sind. Mit dem Kauf unterstützen sie unter anderem kleinere Erzeuger und Familienbetriebe“, so die Kaufland-Sprecherin. „Zudem haben diese Produkte kürzere Transportwege und tragen dazu bei, das Klima zu schonen.“

Hier gibt es die Regio-Regale:

Kaufland setzt damit den Trend zu mehr Nachhaltigkeit fort. In einigen Filialen testet die Supermarkt-Kette bereits seit mehreren Monaten sogenannten Unverpackt-Stationen. Damit soll weniger Plastikmüll produziert werden. In weiteren Filialen gibt es mittlerweile ausgewählte Lebensmittel in Pfandgläsern. Auch das soll weiteren Verpackungsmüll reduzieren.

Aktuell testet Kaufland ein neues Bezahlsystem an der Kasse. Kunden können die Ware während des Einkaufs selbst scannen. In NRW gibt es bereits eine Test-Filiale für „K-Scan“. (bs)

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