Aldi schneidet schlecht ab

Achtung, Schimmelpilz: Auf diese Aufbackbrötchen sollten Sie besser verzichten

Aufbackbrötchen ist nicht gleich Aufbackbrötchen. Das zeigt Stiftung Warentest, die 23 Produkte untersucht hat. Das Ergebnis: Vor allem Aldi schneidet schlecht ab.

Hamm - Die herkömmliche Alternative für frische Brötchen sind Aufbackbrötchen. Insbesondere an Feiertagen oder Urlauben der Lieblingsbäckerei weichen viele auf die Variante für den eigenen Backofen aus. Es gibt zahlreiche Produkte, die sich zum Teil aber deutlich voneinander unterscheiden. Das zeigt nun auch ein Test der Stiftung Warentest, die 23 Aufbackbrötchen genauer unter die Lupe genommen hat - mit teilweise überraschenden und erschreckenden Ergebnissen.

Test-Produkt Aufbackbrötchen
Anzahl der getesteten Produkte23
VerbraucherorganisationStiftung Warentest

Aufbackbrötchen-Test: Schimmelpilz bei Aldi-Produkt - Neun Test-Produkte tragen Bio-Siegel

Stiftung Warentest untersuchte die Aufbackbrötchen dabei nicht nur auf ihre geschmacklichen Komponenten. Auch Schadstoffe und Keime wurden ermittelt. Zudem wurde bei dem Aufbackbrötchen-Test von Stiftung Warentest*, über den auch *Ruhr24.de berichtet, zwischen gefrorenen und ungekühlt verpackten Brötchen unterschieden.

Der Test zeigt Bewertungen für 23 Aufback­brötchen, darunter sind bekannte Marken wie Coppenrath & Wiese und Harry Brot sowie preis­werte Handels­marken von Aldi, Lidl oder Penny. Neun getestete Produkte tragen ein Bio-Siegel. Die Ergebnisse des Aufbackbrötchen-Tests von Stiftung Warentest, von dem auch Ruhr24.de* berichtet, sind letztlich unerwartet.

Tatsächlich erreicht keines der getesteten Produkte beim Aufbackbrötchen-Test die Bewertung „sehr gut“ im Gesamturteil. Immerhin schafften vier bekannte Marken eine sehr gute Bewertung bei den Kategorien Geschmack, Geruch und Optik. Unterschiedliche Maßstäbe wurden dabei zur Bewertung herangezogen. Das Aufbackbrötchen muss demnach wohlgeformt und eingeschnitten sein, die Kruste sollte dünn sein, aber nicht zu kräftig - und „zartsplittrig“. Im Backofen sollte das Produkt dann goldbraun werden.

Aufbackbrötchen-Test: Stiftung Warentest bewertet mehr als die Hälfte mit „gut“

Das ideale Brötcheninnere ist laut Stiftung Warentest mittel- bis feinporig. Zudem sollte das Aufbackbrötchen nicht trocken sein. Geschmacklich zeichnet sich das ideale Aufbackbrötchen durch Back- und Röstaromen aus, aber auch nach Weißbrot und leicht salzig sollte es schmecken.

Welche Aufbackbrötchen im Test überzeugten, können Interessierte im detaillierten Testbericht von Stiftung Warentest selbst nachlesen. Darin wird auch die wohl positivste Nachricht aus dem Brötchen-Test erläutert. So schneiden über die Hälfte der getesteten Aufbackbrötchen mit „gut“ ab.

Doch es gibt auch einige Aufbackbrötchen unter den getesteten Produkten, die deutlich schlechter wegkommen. Nach eigenen Aussagen haben die Tester die Aufbackbrötchen unter anderem auf Kadmium, Aluminium und Blei untersucht. Auch die Schimmelpilzgifte Nivalenol oder Deoxynivalenol spielten bei der Analyse eine Rolle. Und tatsächlich gab es Befunde.

Wer mag sie nicht? Brötchen. Aber können aufgebackene Brötchen mit frischen mithalten?

Zwar gibt Stiftung Warentest seine komplette Übersicht über die Testergebnisse nicht kostenlos preis - allerdings machen die Tester aus einem Ergebnis keinen Hehl. Dabei handelt es sich um die Farmerkrustis von Aldi Süd, die eindeutig mit einem Schimmelpilz belastet sind. Von Stiftung Warentest bekommen die Brötchen nur deshalb die Note „ausreichend“, weil der Schadstoff-Grenzwert so eben nicht überschritten wird und somit keine akute Gesundheitsgefahr darstellt.

Aufbackbrötchen von Aldi, Edeka, Penny: Stiftung Warentest fällt mieses Urteil

Doch aufgepasst: Zwar ist der Stoff nicht krebserregend, allerdings kann der Verzehr von größeren Mengen etwa Übelkeit und Erbrechen hervorrufen. Schimmelpilze können in der Lebensmittelindustrie entstehen, wenn bereits das Getreide auf dem Feld mit den Schimmelpilzen befallen ist - allerdings sollte das Getreide dann auch eigentlich nicht mehr verarbeitet werden.

In acht der 23 Aufbackbrötchen war das Schimmelpilzgift nachweisbar, auch bei den „Bio Krustenbrötchen“ von Edeka wurde es entdeckt - allerdings auch in Mengen, die unter den Grenzwerten liegen. Dennoch bekommen jene Produkte, die vom Schimmelpilz befallen waren, maximal die Note „befriedigend“.

Stiftung Warentest untersucht Aufbackbrötchen: Auch Penny schneidet schlecht ab

Von allen getesteten Weizen-, Krusten-, Kaiser- und Voll­korn­brötchen schneiden nur zwei Brötchen noch schlechter ab als die Aldi-Brötchen (3,7). Die Baguette-Brötchen von Penny erhalten die Bewertung „ausreichend“ mit 4,0. Mit Abstand die schlechtesten Aufbackbrötchen stellt laut Stiftung Warentest Herzberger mit seinen Kaiser Bio-Brötchen her - es gibt mit einer 4,5 noch so gerade die Note „ausreichend“. Die beiden Letztplatzierten weisen zwar keinen Schimmelpilz auf, schneiden dafür aber in Geschmack und Optik extrem schlecht ab.

Sollte in einem der Fälle der Schadstoff-Grenzwert drohen, überschritten zu werden, liegt es nahe, dass es zu einem Rückruf des betroffenen Produkts kommt. Lebensmittel-Rückrufe sind keine Seltenheit. Es gibt aktuell etwa einen bundesweiten Rückruf für ein Schoko-Produkt von Kaufland, das beim Verzehr Gesundheitsgefahr birgt. - *Ruhr24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Andrea Warnecke / dpa

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