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Aldi erhöht Preise: „Hat es so noch nie gegeben“ - diese Produkte sind betroffen

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Von: Tobias Hinne-Schneider

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Aldi erhöht die Preise für viele weitere Produkte. Einen solchen Anstieg hat es noch nie gegeben. Diese Artikel sind davon betroffen.  

Hamm - Wer beim Discounter einkauft, der erwartet günstige Preise. Das wird sich schon bald ändern. Weil die Einkaufskosten gestiegen sind, erhöht Aldi ab Montag die Preise für Fleisch, Wurst und Butter. Kunden müssen dann deutlich tiefer in die Tasche greifen - auch für die sonst so günstigen Eigenmarken der Discount-Einzelhandelskette.

UnternehmenAldi
HauptsitzEssen
Gründung1961

Aldi passt Preise an: Fleisch, Wust und Butter ab Montag „deutlich teurer“

„Aufgrund der Situation auf den Weltmärkten werden wir Sprünge in den Verkaufspreisen erleben, die es so noch nie gegeben hat“, sagte Florian Scholbeck, Kommunikationschef bei Aldi Nord, der WAZ. Aldi erwartet demnach, dass der gesamte Lebensmitteleinzelhandel nachziehen wird. „Seit Beginn des Ukraine-Krieges gibt es Sprünge bei den Einkaufspreisen, die wir so noch nicht erlebt haben.“

Energie sowie Futter- und Düngemittel hätten sich verteuert. Das wiederum hätten die Landwirte bei ihrer Viehhaltung und die fleischverarbeitende Industrie zu spüren bekommen. Dementsprechend höher sind die Preise, die Aldi seinen Lieferanten zahlen müsse. Und der Discounter gibt die Kosten jetzt an die Kunden weiter.

Aldi erhöht Preise: Lebensmittelhändler wollen Preise erhöhen

Die WAZ berichtet, dass Preissteigerungen zwischen 20 und 50 Prozent anstehen könnten.  Das Münchner Ifo-Institut veröffentlichte am Donnerstag (31. März) eine Umfrage, der zufolge 94 Prozent der Lebensmittelhändler hierzulande ihre Preise erhöhen wollen. Timo Wollmershäuser, Leiter der Ifo-Konjunkturprognosen, erklärte dazu: „Der Angriff Russlands auf die Ukraine treibt nicht nur die Energiekosten in die Höhe, sondern auch die Preise vieler Agrarrohstoffe.“ (Alle Infos aktuellen News zum Krieg in der Ukraine im Ticker)

Aldi erhöhte bereits vor zwei Wochen die Preise für etwa 160 Artikel, eine Woche später verteuerten sich 20 weitere Artikel. Wettbewerber zogen nach. Aufgrund der Situation auf den Weltmärkten ließen „sich steigende Verkaufspreise in der gesamten Branche [...] nicht immer vermeiden“, teilte zum Beispiel Edeka vergangene Woche mit.

Aldi passt Preise an: Warenversorgung sichergestellt

Die Warenversorgung sei darüber hinaus aber grundsätzlich sichergestellt. Rationierungen etwa von Mehl, Speiseöl oder Toilettenpapier plant Aldi wohl nicht. „Wir bleiben bei unserem Prinzip, Artikel in haushaltsüblichen Mengen abzugeben“, wird Erik Döbele, nationaler Einkaufschef bei Aldi Süd, zitiert.

Die „Deutsche Markenbutter“ der Aldi-Eigenmarke Milsani gibt es zurzeit noch für 1,65 Euro im Handel. Ab Montag könne der Discounter mehr als zwei Euro pro Packung verlangen - ein Beispiel von etlichen weiteren.

Aldi erhöht die Preise für weitere Produkte. Für Kunden werden jetzt auch Fleisch, Wurst und Butter deutlich teurer. Hintergrund sind erhöhte Kosten im Einkauf.
Kunden müssen tiefer in die Tasche greifen: Durch den Krieg in der Ukraine steigen hierzulande die Preise für etliche Produkte. © Rolf Vennenbernd/dpa

Supermärkte und Discounter arbeiten an ihrer Zukunft: Einkaufen 24 Stunden an sieben Tagen die Woche - und das auf dem Land? In „Josefs Nahkauf Box“ von Rewe ist das möglich - das steckt hinter dem Filial-Test. Bei Netto gibt es eine Neuerung an der Kasse. Ein neues System soll Kunden und Angestellten des Discounters den Kauf von Gemüse und Obst erleichtern. (mit dpa-Material) *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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