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Aldi mit Neuerung: Discounter baut seine Filialen radikal um

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Von: Simon Stock

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Aldi Nord bricht mit einer Tradition und baut bis 2023 alle Filialen um. Treue Kunden des Discounters müssen sich nach der radikalen Neuerung umorientieren.

Hamm - Kunden von Aldi Nord müssen sich auf einschneidende Neuerungen gefasst machen. Der Discounter-Riese baut bis 2023 all seine Filialen komplett um. Wer seinen Aldi um die Ecke kennt und genau weiß, welches Produkt wo zu finden ist, wird umdenken müssen.

UnternehmenAldi
HauptsitzEssen
Gründung1961 in Essen

Aldi Nord mit Neuerung: Discounter baut alle Filialen um

Wer in den Aldi geht, weiß genau, was ihn erwartet - und wo. In Aldi-Märkten war es Tradition, dass die Waren nach dem Tagesablauf sortiert waren: in der Nähe des Eingangs die Frühstücks-Utensilien wie Kaffee, Tee und Toast und später erst andere Dinge des täglichen Lebens und der Ernährung wie Nudeln, Eier, Konserven, dann Obst, Gemüse und schließlich Alkohol.

Diese Aufteilung wird bald der Vergangenheit angehören. Aldi Nord strukturiert seine Märkte um - und gleicht sich so anderen Supermärkten/Discountern wie Konkurrent Lidl und nicht zuletzt auch Aldi Süd an, wo das Layout der Filialen schon früher verändert wurde. Künftig wird die Obst- und Gemüse-Abteilung ganz vorne sein und zudem größer als früher. Eine solche Platzierung ist im Lebensmittelhandel mittlerweile Standard. Insgesamt sollen die Aldi-Märkte geräumiger werden.

Die ersten Tests liefen bereits seit November 2021 in neugebauten oder modernisierten Aldi-Nord-Filialen, Anfang des Jahres etwa in den Regionen Werl, Radevormwald (beide Nordrhein-Westfalen), Hannoversch Münden, Sievershausen (beide Niedersachsen) und Nortorf (Schleswig-Holstein). Nun rollt der Discounter das Konzept flächendeckend aus.

Aldi Nord mit Neuerung: Frischetheke rückt an den Eingang

„Wir haben uns entschieden, das ‚Store Layout 2.0 DE‘ nun in allen deutschen Aldi Nord Märkten umzusetzen“, bestätigte die Aldi-Nord-Sprecherin Serra Schlesinger dem Business Insider. Und weiter: „Im Laufe des Jahres 2023 sollen alle Märkte umgestellt sein.“ Auch bei der Konkurrenz tut sich was, wenn auch wenig Erfreuliches: Kunden von Lidl und Kaufland müssen auf ein bisher kostenloses Angebot verzichten. Ab dem 12. September fallen Gebühren an.

Die an den Eingang geschobene Abteilung mit Obst, Gemüse und nun auch Kühlschränken für empfindliche Frischewaren ist die erste Neuerung, die Kunden bemerken werden, aber nicht die einzige. Die Zeitschriften, bislang eher im ersten Drittel zu finden, rückt näher an die Kasse, ebenso wie die Food-Aktionswaren. Drogerieprodukte sowie Wein und Sekt finden ihren Platz gegenüber den Nonfood-Aktionswaren, auch hier sehen die Gänge breiter aus.

Neuerung bei Aldi Nord: Märkte sollen geräumiger werden

Die Entscheidung zum radikalen Umbau der Filialen begründet Aldi Nord mit einem veränderten Einkaufsverhalten. „Wir merken, dass unsere Kundinnen und Kunden bei Lebensmitteln immer mehr auf Frische sowie auf Eigenmarken achten und ihren Einkauf inzwischen ausgehend von den Frische-Artikeln planen“, sagte Schlesinger dem Business Insider.

Aldi Nord hat seine Filialen angesichts schwächelnder Umsatzzahlen in den vergangenen Jahren mehrfach umgebaut. Mit dem neuen Konzept soll es weiter bergauf gehen. Auch das Sortiment bei Aldi könnte sich ändern: Der Discounter hat eine neue Kooperation gestartet.

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