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Aldi mit neuer Kooperation: Große Auswirkungen auf das Sortiment zu erwarten

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Von: Daniel Schinzig

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Das Sortiment bei Aldi könnte sich schon bald auffallend ändern: Der Discounter hat eine neue Kooperation gestartet. Welche Produkte Kunden bald in den Regalen finden.

Hamm - Viele Verbraucher achten beim Kauf von Lebensmitteln immer mehr auf die Qualität und die Herkunft. Im besten Falle sollte es Bio sein. Kein Wunder also, dass viele Supermärkte und Discounter seit einiger Zeit schon solche Produkte im Sortiment haben. Aber Bio ist nicht immer Bio: Trägt ein Produkt das EU-Bio-Siegel, hat das eine weniger große Bedeutung als wenn es sich um Bio-Verbandsware handelt. Aldi hatte Verbandsware bislang als einziger großer deutscher Händler noch nicht in den Regalen stehen. Das soll sich bald ändern. Dank einer vielversprechenden Kooperation.

Aldi beginnt neue Kooperation: Bald mehr Auswahl für Kunden

Wie die Lebensmittel Zeitung berichtet, soll es eine Zusammenarbeit zwischen Aldi und dem Anbauverband Naturland geben. Dadurch möchte Aldi seine Position als einer der größten Bio-Vermarkter stärken. In den Regalen werden die Kunden bald als Ergebnis der neuen Kooperation eine neue Eigenmarke finden: Unter dem Label „Zurück zur Natur“ werden zukünftig wohl Waren aus dem gesamten Naturland-Sortiment angeboten.

Ursprünglich war angedacht, dass die bisherigen „Gut Bio“-Waren durch die Marke „Zurück zum Ursprung“ ersetzt werden. Die gehört zum österreichischen Schwester-Unternehmen Hofer und sollte so nach Deutschland gebracht werden. Offenbar scheint dieses Vorhaben aber wieder fallengelassen worden zu sein. Stattdessen wird nun also „Zurück zur Natur“ eingeführt.

Für Aldi ist die Zusammenarbeit mit Naturland ein wichtiger Schritt. Denn Bio-Verbandsprodukte unterliegen wesentlich strengeren Kriterien als EU-Bio-Ware. So müssen Anbauverbände beispielsweise ihren gesamten Betrieb auf „Bio“ umstellen. Laut EU-Verordnung wiederum ist nur eine teilweise Umstellung des Betriebs notwendig. Dieser und viele weitere Punkte sorgten dafür, dass EU-Bio-Ware oft auch als „Billig Bio“ bezeichnet werden.

Aldi arbeitet mit Naturland zusammen: Neue Eigenmarke kommt in die Regale

Für Fans von Bio-Produkten ist die Änderung bei Aldi also durchaus vielversprechend. Für Aldi selbst aber auch: Denn seit Jahren kämpft der Discounter mit Edeka um die Pole Position bei den Umsätzen mit Bio-Ware. Derzeit liegt Aldi zwar mit einem Marktanteil von 16 Prozent in Führung. Aber: Ohne die Waren mit Verbandssiegel wäre das wohl nicht mehr lange zu halten gewesen.

Naturland arbeitet übrigens bereits seit 2009 mit Rewe zusammen. Für Verbandsware bei Edeka sorgen Naturland, Demeter und Bioland. Lidl kooperiert mit Bioland, Kaufland mit Demeter.

Ob Bio oder nicht: An der Kasse am Supermarkt muss bezahlt werden. Immer mehr Leute setzen dabei auf Kartenzahlung. Aber steht die EC-Karte nun vor dem Aus?

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