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2G-plus in NRW: Diese Dokumente brauchen Sie bei der Corona-Regel

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Von: Daniel Großert

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Bei der 2G-plus-Regel benötigen Geimpfte und Genesene in NRW einen negativen Corona-Test. Doch es gibt Ausnahmen. Wer muss welche Dokumente nachweisen?

Hamm - Wegen der rasanten Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus haben die Regierungen in Deutschland und Nordrhein-Westfalen die Regeln noch einmal verschärft. In einigen Bereichen gilt nun 2G-plus. Danach benötigen Geimpfte und Genesene zum Beispiel im Restaurant einen negativen Testnachweis. Viele fragen sich jetzt: Welche Dokumente muss ich dabei haben, um alle Vorgaben zu erfüllen?

LandDeutschland
HauptstadtBerlin
Bevölkerung83,24 Millionen (2020)

2G-plus: Welche Dokumente braucht man bei der Corona-Regel?

Die 2G-plus-Regel wurde vor allem in Bereichen eingeführt, in denen viele Menschen zusammenkommen und die Abstandsregeln sowie die Maskenpflicht nicht immer eingehalten werden - beispielsweise in der Gastronomie oder im Fitnessstudio. Wer also eine Bar oder ein Restaurant besuchen oder zum Sport gehen will, muss auf jeden Fall seinen Impfnachweis mitbringen - egal ob in digitaler Form oder als gelbes Impfbuch. Ob darüber hinaus ein negativer Test nötig ist, hängt davon ab, wie viele Corona-Impfungen man bislang bekommen hat oder ob man bereits an Covid-19 erkrankt war.

Denn für Geboosterte gilt in NRW - wie bereits in anderen Bundesländern - bald keine Testpflicht mehr bei 2G-plus, wie Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ankündigte. Das heißt: Wer eine Auffrischungsimpfung gegen Corona erhalten hat, muss keinen negativen Test mehr vorweisen. Bei ihnen reicht also die Vorlage des Impfnachweises.

Doch Vorsicht: Aus der CovPass- und der Corona-Warn-App geht nicht auf den ersten Blick hervor, wie viele Impfungen der Nutzer bekommen hat. Darüber können Restaurantbetreiber oder Veranstalter mit der CovPass-Check-App zunächst nur überprüfen, ob der digitale Impfnachweis gültig ist.

2G-plus-Regel: Wann Geimpfte und Genesene keinen Test benötigen

Mit einem weiteren Klick lassen sich zwar auch die jeweiligen Impftermine anzeigen. Doch Nutzer der CovPass-App werden davor gewarnt: „Zeigen Sie diese sensiblen Daten nicht in Gaststätten, bei Veranstaltungen oder in ähnlichen Situationen vor.“ Wer also vorsichtig mit seinen Daten umgehen möchte, sollte neben der entsprechenden App auch eine Kopie des ausgedruckten digitalen Impfnachweises von der Booster-Impfung dabei haben, empfiehlt das Verbraucher-Portal Chip365.

Die Befreiung von der Testpflicht gilt aber nicht nur für Menschen, die drei Impfungen gegen Corona erhalten haben. Denn auch Personen der folgenden Konstellationen gelten als geboostert und müssen bei 2G-plus keinen negativen Test vorlegen:

Dokumente für 2G-plus-Regel: Es gibt noch Unklarheiten

Unklar ist dagegen, wie mit Menschen verfahren wird, die die Einmalimpfung von Johnson & Johnson sowie eine Auffrischungsimpfung erhalten haben. Zwar hätten diese Personen „nach der jetzigen Rechtslage den Vollimpfschutz“ und seien mit einer weiteren Impfung geboostert, wie der Kreis Olpe in Nordrhein-Westfalen mitteilte. Es könnte aber in Bereichen mit 2G-plus-Regel trotzdem zu Problemen kommen, weil die Apps die zweite Impfung möglicherweise nicht als Booster ausweisen. Um vollkommen auf Nummer sicher zu gehen, sollten diese Menschen also entweder den Ausdruck ihres Impfnachweises oder einen zusätzlichen negativen Test dabei haben.

Ein gelber Impfpass und ein Smartphone mit dem digitalen Corona-Impfnachweis liegen auf einem Tisch.
Neben dem Impfnachweis ist bei der 2G-plus-Regel auch ein negativer Corona-Test erforderlich - aber nicht für alle. © Zacharie Scheurer/dpa

Für die Personen, die sich nach einer Erstimpfung mit Corona infiziert und nach der Infektion eine Genesungsimpfung erhalten haben, gibt es ebenfalls nicht überall klare Vorgaben. In einigen Bundesländern (Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Saarland und Thüringen) müssen sie zusätzlich zum Impfnachweis einen negativen Test vorweisen, wie Chip365 berichtet. Demnach will die Ständige Impfkommission (Stiko) aber noch eine Empfehlung für diesen Fall herausgeben.

Auch Menschen, die kürzlich ihre zweite Impfung bekommen haben, müssen aktuell in weiten Teilen Deutschlands einen negativen Corona-Test bei 2G-plus mitbringen. Laut Chip365 gibt es derzeit lediglich in Bremen eine Ausnahme für diese Gruppe - zumindest in den ersten drei Monaten nach der Zweitimpfung. Komplett vom Nachweis einer Impfung oder Genesung befreit sind übrigens Personen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können. Sie müssen bei der 2G-plus-Regel aber in jedem Fall einen negativen Testnachweis vorlegen. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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